Graph der Gauß-Funktion einfach erklärt: Glockenkurve

Der Graph der Gauß-Funktion – die Glockenkurve – einfach erklärt: Lerne die drei Erkennungsmerkmale und wie du mit µ und σ den richtigen Graphen identifizierst.

📅 Aktualisiert 30. Juni 202616 Min. Lesezeit✍️ Rocket Tutor Redaktion

Du siehst ständig Diagramme in den Nachrichten, auf Social Media oder in Games, die wie eine Glocke aussehen. Oft werden damit Dinge wie IQ-Werte, Körpergrößen oder die Ergebnisse von Wahlen dargestellt. Der Graph der Gauß-Funktion – die sogenannte Glockenkurve – steckt hinter all diesen Darstellungen. Aber Achtung: Nicht jeder hügelige Graph ist eine echte „Glockenkurve" (Normalverteilung). Manche Leute nutzen schlecht gemachte oder sogar gefälschte Graphen, um dich zu täuschen. Wenn du die einfachen visuellen Regeln der echten Gauß-Funktion kennst, entwickelst du einen eingebauten „BS-Detektor". Du kannst auf einen Blick erkennen, ob eine Statistik seriös ist oder ob dich jemand an der Nase herumführen will. Dieses Wissen ist dein Werkzeug, um Daten kritisch zu hinterfragen und nicht auf leere Versprechungen hereinzufallen.

Vorwissen

Bevor wir die Glockenkurve analysieren, frischen wir kurz zwei Begriffe auf:

  • Erwartungswert (µ): Das ist der Durchschnittswert oder das Zentrum der Daten. Bei der Glockenkurve ist das immer der höchste Punkt.

    • Beispiel: Wenn die durchschnittliche Körpergröße in einer Gruppe 175 cm ist, dann ist der Erwartungswert µ = 175 cm.
  • Standardabweichung (σ\sigma): Das ist ein Maß dafür, wie stark die Werte um den Durchschnitt streuen. Eine kleine Standardabweichung bedeutet, die Werte sind nah am Durchschnitt (spitze Kurve). Eine große bedeutet, sie sind weit verteilt (flache Kurve).

    • Beispiel: Bei µ = 175 cm bedeutet eine kleine σ\sigma (z.B. 5 cm), dass die meisten Leute zwischen 170 und 180 cm groß sind. Eine große σ\sigma (z.B. 15 cm) würde bedeuten, dass es viel mehr sehr kleine und sehr große Leute gibt.

Aufgabentyp 1: Eigenschaften der Gaußschen Glockenkurve erkennen

Die Dichtefunktion einer Normalverteilung, auch Gaußsche Glockenkurve genannt, hat drei ganz klare visuelle Merkmale. Wenn auch nur eines davon verletzt wird, handelt es sich nicht um eine Normalverteilung.

Die 3 goldenen Regeln:

  1. Symmetrie: Der Graph ist perfekt achsensymmetrisch zur senkrechten Linie, die durch den höchsten Punkt (den Erwartungswert µ) verläuft. Die linke und die rechte Hälfte sind exakte Spiegelbilder voneinander.

  2. Immer positiv: Der gesamte Graph muss oberhalb der x-Achse verlaufen. Die Funktionswerte dürfen niemals null oder negativ werden, denn Wahrscheinlichkeiten können nicht negativ sein.

  3. Charakteristische Glockenform: Die Kurve hat eine ganz bestimmte Form. Sie startet flach, wird steiler, erreicht ihren Gipfel und wird dann wieder flacher. Entscheidend sind die beiden Wendepunkte – das sind die Stellen, an denen die Kurve von einer Rechts- in eine Linkskrümmung übergeht (oder umgekehrt). Ohne diese „Schultern" ist es keine echte Glockenkurve.

Gaußsche Glockenkurve mit Symmetrieachse und Wendepunkten
Gaußsche Glockenkurve mit Symmetrieachse und Wendepunkten

Schritt-für-Schritt-Anleitung

  1. Finde den höchsten Punkt des Graphen und prüfe, ob die Kurve links und rechts davon ein Spiegelbild ist.
  2. Prüfe den Wertebereich: Verläuft der gesamte Graph oberhalb der x-Achse?
  3. Prüfe die Form: Hat der Graph die typische Glockenform mit zwei Wendepunkten?

Durchgerechnete Beispiele

Beispiel 1

Aufgabe

Kann der abgebildete Graph die Dichtefunktion einer Normalverteilung darstellen? Begründe deine Antwort.

Asymmetrischer Graph mit höchstem Punkt bei x=2
Asymmetrischer Graph mit höchstem Punkt bei x=2
Fortschritt
1 / 1
  1. Schritt 1 · Ergebnis
    Symmetrie prüfen

    Der höchste Punkt des Graphen liegt bei x=2x=2. Wir vergleichen die linke und die rechte Seite. Die linke Seite fällt steiler ab als die rechte Seite ansteigt. Der Graph ist also nicht symmetrisch.

Ergebnis:

Nein, der Graph kann keine Dichtefunktion einer Normalverteilung darstellen, da er die Symmetrie-Bedingung verletzt.

Beispiel 2

Aufgabe

Kann der abgebildete Graph die Dichtefunktion einer Normalverteilung darstellen? Begründe deine Antwort.

Symmetrischer Graph mit negativen Werten unterhalb der x-Achse
Symmetrischer Graph mit negativen Werten unterhalb der x-Achse
Fortschritt
2 / 2
  1. Schritt 1
    Symmetrie prüfen

    Der Graph ist symmetrisch zur y-Achse. Diese Bedingung ist erfüllt.

  2. Schritt 2 · Ergebnis
    Wertebereich prüfen

    Der Graph schneidet die x-Achse und verläuft in Teilen unterhalb der x-Achse. Er nimmt also negative Werte an.

Ergebnis:

Nein, der Graph kann keine Dichtefunktion einer Normalverteilung (oder irgendeiner anderen Verteilung) sein, da eine Dichtefunktion niemals negative Werte annehmen darf.

Beispiel 3

Aufgabe

Kann der abgebildete Graph die Dichtefunktion einer Normalverteilung darstellen? Begründe deine Antwort.

Halbkreisförmiger Graph symmetrisch zur Achse bei x=1
Halbkreisförmiger Graph symmetrisch zur Achse bei x=1
Fortschritt
3 / 3
  1. Schritt 1
    Symmetrie prüfen

    Der Graph ist symmetrisch zur Achse bei x=1x=1. Diese Bedingung ist erfüllt.

  2. Schritt 2
    Wertebereich prüfen

    Der Graph verläuft komplett oberhalb der x-Achse. Diese Bedingung ist erfüllt.

  3. Schritt 3 · Ergebnis
    Form prüfen

    Der Graph hat die Form eines Halbkreises. Ihm fehlen die für die Normalverteilung charakteristischen Wendepunkte und das asymptotische Annähern an die x-Achse. Er hat nicht die typische Glockenform.

Ergebnis:

Nein, der Graph kann keine Dichtefunktion einer Normalverteilung darstellen, da seine Form nicht der einer Glockenkurve entspricht.

Beispiel 4

Aufgabe

Kann der abgebildete Graph die Dichtefunktion einer Normalverteilung darstellen? Begründe deine Antwort.

Symmetrischer Glockenkurvengraph mit zwei Wendepunkten bei x=-1
Symmetrischer Glockenkurvengraph mit zwei Wendepunkten bei x=-1
Fortschritt
3 / 3
  1. Schritt 1
    Symmetrie prüfen

    Der Graph ist symmetrisch zur Achse bei x=1x=-1. Die Bedingung ist erfüllt.

  2. Schritt 2
    Wertebereich prüfen

    Der Graph verläuft vollständig oberhalb der x-Achse. Die Bedingung ist erfüllt.

  3. Schritt 3 · Ergebnis
    Form prüfen

    Der Graph hat die typische Glockenform mit zwei erkennbaren Wendepunkten. Die Bedingung ist erfüllt.

Ergebnis:

Ja, dieser Graph kann die Dichtefunktion einer Normalverteilung darstellen, da alle drei visuellen Kriterien erfüllt sind.

Beispiel 5

Aufgabe

Kann der abgebildete Graph die Dichtefunktion einer Normalverteilung darstellen? Begründe deine Antwort.

Dreieckiger Graph symmetrisch zur y-Achse ohne Krümmung
Dreieckiger Graph symmetrisch zur y-Achse ohne Krümmung
Fortschritt
3 / 3
  1. Schritt 1
    Symmetrie prüfen

    Der Graph ist symmetrisch zur y-Achse. Die Bedingung ist erfüllt.

  2. Schritt 2
    Wertebereich prüfen

    Der Graph verläuft oberhalb der x-Achse. Die Bedingung ist erfüllt.

  3. Schritt 3 · Ergebnis
    Form prüfen

    Der Graph hat eine Dreiecksform. Er besteht aus geraden Linien und hat keine Krümmung, geschweige denn die charakteristische Glockenform mit Wendepunkten.

Ergebnis:

Nein, der Graph kann keine Dichtefunktion einer Normalverteilung darstellen, da er nicht die richtige Form hat.

Aufgabentyp 2: Den richtigen Graphen anhand von µ und σ identifizieren

Der Erwartungswert μ\mu und die Standardabweichung σ\sigma sind die beiden Parameter, die das Aussehen einer Glockenkurve eindeutig festlegen. Mit ihnen kannst du den richtigen Graphen der Gauß-Funktion sicher identifizieren.

  • Der Erwartungswert µ gibt an, wo sich der höchste Punkt (der Gipfel) der Kurve befindet. Die Symmetrieachse liegt immer bei x=μx = \mu.

  • Die Standardabweichung σ\sigma bestimmt die Breite der Kurve. Ein kleines σ\sigma führt zu einer schmalen, hohen Kurve, ein großes σ\sigma zu einer breiten, flachen Kurve.

Der entscheidende Trick, um den richtigen Graphen zu finden, ist die Position der Wendepunkte. An diesen Punkten ändert die Kurve ihre Krümmungsrichtung. Ihre Position ist exakt festgelegt:

Die Wendepunkte einer Normalverteilung liegen immer bei μσ\mu - \sigma und μ+σ\mu + \sigma.

Schritt-für-Schritt-Anleitung

  1. Notiere die Werte für μ\mu und σ\sigma aus der Aufgabenstellung.
  2. Prüfe den Gipfel: Überprüfe bei den Graphen, ob der höchste Punkt bei x=μx = \mu liegt. Das hilft oft schon, falsche Graphen auszusortieren.
  3. Berechne die Wendepunkte: Linker Wendepunkt: W1=μσW_1 = \mu - \sigma, rechter Wendepunkt: W2=μ+σW_2 = \mu + \sigma.
  4. Vergleiche mit den Graphen: Schau dir die Graphen genau an und vergleiche die abgelesenen Wendepunktpositionen mit deinen berechneten Werten. Der passende Graph ist der richtige.

Durchgerechnete Beispiele

Beispiel 1

Aufgabe

Die Füllmenge von Wasserflaschen ist normalverteilt mit einem Erwartungswert von μ=500 ml\mu = 500 \text{ ml} und einer Standardabweichung von σ=2 ml\sigma = 2 \text{ ml}. Welcher der beiden Graphen stellt die zugehörige Dichtefunktion dar? Begründe deine Wahl.

Zwei Glockenkurven mit Gipfel bei 500, unterschiedliche Breiten
Zwei Glockenkurven mit Gipfel bei 500, unterschiedliche Breiten
Fortschritt
4 / 4
  1. Schritt 1
    Werte für $\mu$ und $\sigma$ notieren

    Gegeben sind μ=500\mu = 500 und σ=2\sigma = 2.

  2. Schritt 2
    Position des Gipfels prüfen

    Beide Graphen haben ihren Gipfel bei x=500x = 500. Dieses Kriterium hilft hier nicht weiter.

  3. Schritt 3
    Position der Wendepunkte berechnen

    Wir berechnen die x-Koordinaten der Wendepunkte: W1=μσ=5002=498W_1 = \mu - \sigma = 500 - 2 = 498

    W2=μ+σ=500+2=502W_2 = \mu + \sigma = 500 + 2 = 502

    Die Wendepunkte müssen also bei x=498x=498 und x=502x=502 liegen.

  4. Schritt 4 · Ergebnis
    Berechnung mit Graphen vergleichen
    • Graph A: Die Wendepunkte liegen bei ca. x=498x=498 und x=502x=502. Das passt zu unserer Rechnung.
    • Graph B: Die Wendepunkte liegen bei ca. x=495x=495 und x=505x=505. Das passt nicht.
Ergebnis:

Graph A stellt die Dichtefunktion dar, da seine Wendepunkte bei 500±2500 \pm 2 liegen.

Beispiel 2

Aufgabe

Der IQ in einer Bevölkerung wird als normalverteilt mit μ=100\mu = 100 und σ=15\sigma = 15 angenommen. Welcher Graph passt zu dieser Verteilung? Begründe.

Zwei Glockenkurven mit Gipfel bei 100, unterschiedliche Breiten
Zwei Glockenkurven mit Gipfel bei 100, unterschiedliche Breiten
Fortschritt
4 / 4
  1. Schritt 1
    Werte für $\mu$ und $\sigma$ notieren

    Gegeben sind μ=100\mu = 100 und σ=15\sigma = 15.

  2. Schritt 2
    Position des Gipfels prüfen

    Beide Graphen haben ihren Gipfel bei x=100x = 100.

  3. Schritt 3
    Position der Wendepunkte berechnen

    Wir berechnen die Wendepunkte: W1=μσ=10015=85W_1 = \mu - \sigma = 100 - 15 = 85

    W2=μ+σ=100+15=115W_2 = \mu + \sigma = 100 + 15 = 115

    Die Wendepunkte müssen bei x=85x=85 und x=115x=115 liegen.

  4. Schritt 4 · Ergebnis
    Berechnung mit Graphen vergleichen
    • Graph A: Die Wendepunkte liegen bei x=85x=85 und x=115x=115. Das passt.
    • Graph B: Die Wendepunkte liegen bei ca. x=95x=95 und x=105x=105. Das ist falsch.
Ergebnis:

Graph A ist der richtige, da seine Wendepunkte den berechneten Werten entsprechen.

Beispiel 3

Aufgabe

Die Lebensdauer von LED-Lampen eines Herstellers ist normalverteilt mit μ=20000\mu = 20000 Stunden und σ=1000\sigma = 1000 Stunden. Welcher Graph beschreibt diese Situation?

Zwei Glockenkurven mit unterschiedlichen Gipfelpositionen bei LED-Lebensdauer
Zwei Glockenkurven mit unterschiedlichen Gipfelpositionen bei LED-Lebensdauer
Fortschritt
3 / 3
  1. Schritt 1
    Werte für µ und $\sigma$ notieren

    Gegeben sind μ=20000\mu = 20000 und σ=1000\sigma = 1000.

  2. Schritt 2
    Position des Gipfels prüfen

    Der Erwartungswert ist μ=20000\mu = 20000. Der Gipfel der Kurve muss also bei x=20000x = 20000 liegen.

    • Graph A: Der Gipfel ist bei x=20000x=20000. Das ist korrekt.
    • Graph B: Der Gipfel ist bei x=21000x=21000. Das ist falsch.

    In diesem Fall können wir die Entscheidung bereits hier treffen.

  3. Schritt 3 (Kontrolle) · Ergebnis
    Position der Wendepunkte berechnen

    W1=200001000=19000W_1 = 20000 - 1000 = 19000

    W2=20000+1000=21000W_2 = 20000 + 1000 = 21000

    Diese Wendepunkte sind in Graph A korrekt eingezeichnet.

Ergebnis:

Graph A ist der richtige, weil sein Gipfel beim Erwartungswert μ=20000\mu = 20000 liegt.

Beispiel 4

Aufgabe

Die Körpergröße von erwachsenen Frauen in einer Region ist normalverteilt mit μ=165 cm\mu = 165 \text{ cm} und σ=6 cm\sigma = 6 \text{ cm}. Welcher Graph passt nicht? Begründe.

Zwei Glockenkurven mit Gipfel bei 165, unterschiedliche Wendepunkte
Zwei Glockenkurven mit Gipfel bei 165, unterschiedliche Wendepunkte
Fortschritt
4 / 4
  1. Schritt 1
    Werte für $\mu$ und $\sigma$ notieren

    Gegeben sind μ=165\mu = 165 und σ=6\sigma = 6.

  2. Schritt 2
    Position des Gipfels prüfen

    Beide Graphen haben ihren Gipfel korrekt bei x=165x = 165.

  3. Schritt 3
    Position der Wendepunkte berechnen

    Wir berechnen die erwarteten Wendepunkte: W1=μσ=1656=159W_1 = \mu - \sigma = 165 - 6 = 159

    W2=μ+σ=165+6=171W_2 = \mu + \sigma = 165 + 6 = 171

    Die Wendepunkte müssen bei x=159x=159 und x=171x=171 liegen.

  4. Schritt 4 · Ergebnis
    Berechnung mit Graphen vergleichen
    • Graph A: Die Wendepunkte liegen bei x=159x=159 und x=171x=171. Das ist korrekt.
    • Graph B: Die Wendepunkte liegen bei ca. x=162x=162 und x=168x=168. Das ist falsch.
Ergebnis:

Graph B passt nicht, da seine Wendepunkte nicht der Berechnung μ±σ\mu \pm \sigma entsprechen.

Beispiel 5

Aufgabe

Die Ergebnisse einer Klausur sind normalverteilt mit μ=70\mu = 70 Punkten und σ=10\sigma = 10 Punkten. Welcher Graph stellt diese Verteilung dar?

Zwei Glockenkurven mit Gipfel bei 70, unterschiedliche Standardabweichungen
Zwei Glockenkurven mit Gipfel bei 70, unterschiedliche Standardabweichungen
Fortschritt
4 / 4
  1. Schritt 1
    Werte für $\mu$ und $\sigma$ notieren

    Gegeben sind μ=70\mu = 70 und σ=10\sigma = 10.

  2. Schritt 2
    Position des Gipfels prüfen

    Beide Graphen sind korrekt bei x=70x = 70 zentriert.

  3. Schritt 3
    Position der Wendepunkte berechnen

    Wir berechnen die Wendepunkte: W1=μσ=7010=60W_1 = \mu - \sigma = 70 - 10 = 60

    W2=μ+σ=70+10=80W_2 = \mu + \sigma = 70 + 10 = 80

    Die Wendepunkte müssen bei x=60x=60 und x=80x=80 liegen.

  4. Schritt 4 · Ergebnis
    Berechnung mit Graphen vergleichen
    • Graph A: Die Wendepunkte liegen bei x=60x=60 und x=80x=80. Das stimmt mit unserer Rechnung überein.
    • Graph B: Die Wendepunkte liegen bei x=65x=65 und x=75x=75. Das ist falsch.
Ergebnis:

Graph A ist die korrekte Darstellung.

Wichtige Erkenntnisse

  • Eine Gaußsche Glockenkurve muss immer drei Bedingungen erfüllen: Sie ist symmetrisch, verläuft immer oberhalb der x-Achse und hat die charakteristische Glockenform mit zwei Wendepunkten.
  • Der Gipfel der Kurve liegt immer beim Erwartungswert μ\mu.
  • Die Wendepunkte sind der Schlüssel zur Identifizierung des richtigen Graphen. Du findest sie immer an den Stellen μσ\mu - \sigma und μ+σ\mu + \sigma.

Häufige Fragen

Was ist der Graph der Gauß-Funktion?

Der Graph der Gauß-Funktion – auch Gaußsche Glockenkurve oder Normalverteilung genannt – ist eine glockenförmige Kurve, die in der Statistik die Verteilung vieler natürlicher Merkmale beschreibt. Sie ist symmetrisch um ihren Gipfel, verläuft immer oberhalb der x-Achse und nähert sich dieser asymptotisch an. Typische Beispiele sind IQ-Werte, Körpergrößen oder Klausurergebnisse.

Wie erkennst du eine echte Glockenkurve auf einen Blick?

Eine echte Glockenkurve erfüllt drei Bedingungen: Sie ist achsensymmetrisch um den Erwartungswert µ, verläuft vollständig oberhalb der x-Achse (keine negativen Werte), und besitzt die charakteristische Glockenform mit zwei Wendepunkten. Fehlt auch nur eine dieser Eigenschaften – zum Beispiel bei einem Dreieck oder einem Halbkreis –, handelt es sich nicht um eine Normalverteilung.

Wie berechnest du die Wendepunkte einer Normalverteilung?

Die Wendepunkte einer Normalverteilung liegen immer bei µ − σ und µ + σ. Du subtrahierst und addierst die Standardabweichung zum Erwartungswert. Beispiel: Bei µ = 100 und σ = 15 liegen die Wendepunkte bei x = 85 und x = 115. Diese Punkte markieren den Übergang zwischen Links- und Rechtskrümmung der Kurve.

Was ist der Unterschied zwischen Erwartungswert und Standardabweichung im Graphen?

Der Erwartungswert µ bestimmt die Position des Gipfels auf der x-Achse – dort ist die Kurve am höchsten. Die Standardabweichung σ bestimmt die Breite der Kurve: Ein kleines σ ergibt eine schmale, hohe Kurve; ein großes σ eine breite, flache. Beide Parameter zusammen legen das Aussehen der Glockenkurve eindeutig fest.

Wann kann ein Graph keine Dichtefunktion einer Normalverteilung sein?

Ein Graph kann keine Dichtefunktion einer Normalverteilung sein, wenn er nicht symmetrisch ist, wenn er die x-Achse schneidet oder unterschreitet (negative Werte), oder wenn er nicht die typische Glockenform mit zwei Wendepunkten hat. Dreiecke, Halbkreise oder schiefe Kurven erfüllen mindestens eine dieser Bedingungen nicht.

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