Arbeiten mit Wertetabelle einfach erklärt: Schritt für Schritt

Lerne, wie du eine Wertetabelle für quadratische Funktionen erstellst und Parabeln richtig zeichnest. Mit verständlichen Beispielen und Schritt-für-Schritt-Anleitung.

📅 Aktualisiert 23. Oktober 2026⏱ 4 Min. Lesezeit✍️ Rocket Tutor Redaktion
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Arbeiten mit Wertetabelle einfach erklärt: Schritt für Schritt

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Student thinking

Stell dir vor, du wirfst einen Basketball in Richtung Korb. Die Flugbahn des Balls beschreibt eine perfekte, gleichmäßige Kurve in der Luft – eine sogenannte Parabel. Aber wie können wir so eine Kurve auf dem Papier exakt zeichnen? Wir können ja nicht einfach raten, wo die Kurve entlangläuft!

Basketball Flugbahn Parabel
Basketball Flugbahn Parabel

Hier kommt das Arbeiten mit der Wertetabelle ins Spiel. Sie ist wie ein Fahrplan für unseren Graphen. Anstatt die ganze Kurve auf einmal zeichnen zu wollen, berechnen wir Schritt für Schritt einzelne, exakte Punkte. Wenn wir genug dieser Punkte haben, können wir sie ganz einfach zu einer perfekten Parabel verbinden. Schauen wir uns an, wie das funktioniert!

Vorwissen

  • Werte in Terme einsetzen: Variablen durch Zahlen ersetzen und ausrechnen. Denke bei negativen Zahlen an die Klammern!

    Beispiel: Setzen wir x=−3x = -3 in den Term x2x^2 ein, rechnen wir (−3)2=9(-3)^2 = 9.

  • Punkte im Koordinatensystem: Ein Punkt P(x∣y)P(x|y) besteht aus einer xx-Koordinate (rechts/links) und einer yy-Koordinate (oben/unten).

    Beispiel: Für den Punkt P(2∣4)P(2|4) gehen wir vom Ursprung 22 Schritte nach rechts und 44 Schritte nach oben.

Aufgabentyp 1: Eine Wertetabelle erstellen

Beim Arbeiten mit Wertetabellen geht es zunächst darum, die passenden Punkte zu berechnen. Eine quadratische Funktion, wie zum Beispiel f(x)=x2f(x) = x^2, ordnet jedem x-Wert genau einen y-Wert (auch Funktionswert f(x)f(x) genannt) zu.

Um zu sehen, wie der Graph der Funktion aussieht, berechnen wir mehrere dieser Wertepaare und sammeln sie übersichtlich in einer Wertetabelle. Dafür nehmen wir nacheinander verschiedene x-Werte und setzen sie in die Funktionsgleichung ein.

Wenn wir zum Beispiel x=3\textcolor{#08BFFF}{x = 3} in die Funktion f(x)=x2f(x) = x^2 einsetzen, rechnen wir:

f(3)=(3)2=9f(\textcolor{#08BFFF}{3}) = (\textcolor{#08BFFF}{3})^2 = \textcolor{#9570FF}{9}

Unser berechneter y-Wert ist also 9\textcolor{#9570FF}{9}. Dieses Paar aus xx und yy tragen wir dann in unsere Tabelle ein.

Schritt-für-Schritt-Anleitung

  1. xx-Werte auswählen: Meistens ist in der Aufgabe vorgegeben, von wo bis wo die xx-Werte gehen sollen (zum Beispiel von −2-2 bis 22 in 1er-Schritten).
  2. Werte in die Funktion einsetzen: Setze jeden x-Wert einzeln in die Funktionsgleichung ein und berechne den zugehörigen y-Wert. Wichtig: Wenn du eine negative Zahl für xx einsetzt, musst du sie in Klammern schreiben!
  3. Tabelle ausfüllen: Trage die berechneten Wertepaare in eine Tabelle ein. Die obere Zeile ist für die x-Werte, die untere für die f(x)-Werte.

Durchgerechnete Beispiele

Beispiel 1

Aufgabe

Fertige für die Funktion f(x)=0,5x2−2f(x) = 0{,}5x^2 - 2 eine Wertetabelle von x=−2x = -2 bis x=2x = 2 in 1er-Schritten an.

Fortschritt
2 / 2
  1. Schritt 1
    Werte einsetzen und berechnen

    Wir setzen die xx-Werte −2,−1,0,1-2, -1, 0, 1 und 22 nacheinander in die Funktion ein:

    f(−2)=0,5⋅(−2)2−2=0,5⋅4−2=0f(\textcolor{#08BFFF}{-2}) = 0{,}5 \cdot (\textcolor{#08BFFF}{-2})^2 - 2 = 0{,}5 \cdot 4 - 2 = \textcolor{#9570FF}{0}

    f(−1)=0,5⋅(−1)2−2=0,5⋅1−2=−1,5f(\textcolor{#08BFFF}{-1}) = 0{,}5 \cdot (\textcolor{#08BFFF}{-1})^2 - 2 = 0{,}5 \cdot 1 - 2 = \textcolor{#9570FF}{-1{,}5}

    f(0)=0,5⋅02−2=0−2=−2f(\textcolor{#08BFFF}{0}) = 0{,}5 \cdot \textcolor{#08BFFF}{0}^2 - 2 = 0 - 2 = \textcolor{#9570FF}{-2}

    f(1)=0,5⋅12−2=0,5⋅1−2=−1,5f(\textcolor{#08BFFF}{1}) = 0{,}5 \cdot \textcolor{#08BFFF}{1}^2 - 2 = 0{,}5 \cdot 1 - 2 = \textcolor{#9570FF}{-1{,}5}

    f(2)=0,5⋅22−2=0,5⋅4−2=0f(\textcolor{#08BFFF}{2}) = 0{,}5 \cdot \textcolor{#08BFFF}{2}^2 - 2 = 0{,}5 \cdot 4 - 2 = \textcolor{#9570FF}{0}

  2. Schritt 2 · Ergebnis
    Wertetabelle ausfüllen

    Wir tragen alle berechneten Wertepaare übersichtlich in die Tabelle ein:

    x−2−1012f(x)0−1,5−2−1,50\begin{array}{l|c|c|c|c|c} \textcolor{#08BFFF}{x} & \textcolor{#08BFFF}{-2} & \textcolor{#08BFFF}{-1} & \textcolor{#08BFFF}{0} & \textcolor{#08BFFF}{1} & \textcolor{#08BFFF}{2} \\ \hline \textcolor{#9570FF}{f(x)} & \textcolor{#9570FF}{0} & \textcolor{#9570FF}{-1{,}5} & \textcolor{#9570FF}{-2} & \textcolor{#9570FF}{-1{,}5} & \textcolor{#9570FF}{0} \end{array}
Ergebnis:

Die Wertetabelle für die Funktion ist damit vollständig ausgefüllt.

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Quizfrage 1 zu Arbeiten mit Wertetabelle

Was ist das korrekte Ergebnis, wenn man den Wert x=−3x = -3 in den Term x2x^2 einsetzt?

Quizfrage 2 zu Arbeiten mit Wertetabelle

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In welche Richtungen muss man vom Ursprung aus gehen, um den Punkt P(2∣4)P(2|4) in ein Koordinatensystem einzuzeichnen?

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Übungsaufgabe zu Arbeiten mit Wertetabelle

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Aufgabentyp 2: Die quadratische Funktion zeichnen

Nach dem Erstellen der Tabelle wollen wir den Graphen zeichnen. Jede Spalte unserer fertigen Wertetabelle steht für einen genauen Punkt im Koordinatensystem. Der obere Wert ist die x-Koordinate (wie viele Schritte wir nach rechts oder links gehen) und der untere Wert ist die y-Koordinate (wie viele Schritte wir nach oben oder unten gehen).

Ein Wertepaar wie x=2\textcolor{#08BFFF}{x = 2} und y=4\textcolor{#9570FF}{y = 4} ergibt also den Punkt P(2∣4)P(\textcolor{#08BFFF}{2}|\textcolor{#9570FF}{4}).

Wenn wir alle Punkte aus der Tabelle in ein Koordinatensystem einzeichnen, erkennen wir bereits die Form des Graphen. Bei quadratischen Funktionen verbinden wir diese Punkte nicht mit einem Lineal! Der Graph ist eine gleichmäßige, gebogene Kurve, die wir Parabel nennen. Wir zeichnen sie schwungvoll und rund aus dem Handgelenk.

Schritt-für-Schritt-Anleitung

  1. Punkte ablesen: Lies jedes Wertepaar aus der Tabelle als einen Punkt P(x∣y)P(\textcolor{#08BFFF}{x}|\textcolor{#9570FF}{y}) ab.
  2. Punkte einzeichnen: Trage alle abgelesenen Punkte in ein Koordinatensystem ein.
  3. Punkte verbinden: Verbinde die Punkte mit einer durchgehenden, runden Kurve. Achte darauf, dass der tiefste (oder höchste) Punkt der Parabel schön abgerundet ist und keine Spitze bildet.

Durchgerechnete Beispiele

Beispiel 2

Aufgabe

Gegeben ist die Wertetabelle der Funktion f(x)=−x2+4f(x) = -x^2 + 4.

x−2−1012f(x)03430\begin{array}{l|c|c|c|c|c} x & -2 & -1 & 0 & 1 & 2 \\ \hline f(x) & 0 & 3 & 4 & 3 & 0 \end{array}

Zeichne den zugehörigen Graphen in ein Koordinatensystem.

Fortschritt
2 / 2
  1. Schritt 1
    Punkte ablesen

    Aus den Spalten der Tabelle erhalten wir fünf Punkte, die auf der Parabel liegen:

    A(−2∣0)A(-2|0), B(−1∣3)B(-1|3), C(0∣4)C(0|4), D(1∣3)D(1|3) und E(2∣0)E(2|0).

  2. Schritt 2 & 3 · Ergebnis
    Punkte einzeichnen und verbinden

    Wir zeichnen die fünf Punkte in das Koordinatensystem ein. Anschließend verbinden wir sie zu einer glatten, nach unten geöffneten Kurve.

    Parabel Graph nach unten geöffnet
    Parabel Graph nach unten geöffnet
Ergebnis:

Die Punkte wurden erfolgreich zu einer Parabel verbunden.

Wichtige Erkenntnisse

  • Eine Wertetabelle hilft dir, exakte Punkte eines Graphen zu berechnen.
  • Setze die xx-Werte in die Funktion ein, um die yy-Werte zu erhalten. Denke bei negativen xx-Werten unbedingt an die Klammern!
  • Jede Spalte der Tabelle ist ein Punkt P(x∣y)P(x|y) im Koordinatensystem.
  • Verbinde die Punkte bei quadratischen Funktionen niemals mit einem Lineal, sondern zeichne eine gleichmäßige, gebogene Kurve (Parabel).

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Häufige Fragen

Was ist eine Wertetabelle?

Eine Wertetabelle ist eine Übersicht, die dir hilft, den Graphen einer Funktion zu zeichnen. Sie ordnet verschiedenen x-Werten die berechneten y-Werte (Funktionswerte) zu. Jedes Wertepaar in der Tabelle entspricht einem genauen Punkt im Koordinatensystem.

Wie erstellt man eine Wertetabelle?

Um eine Wertetabelle zu erstellen, wählst du zunächst verschiedene x-Werte aus. Diese setzt du nacheinander in die Funktionsgleichung ein und berechnest den jeweiligen y-Wert. Trage dann die x-Werte in die obere und die berechneten y-Werte in die untere Zeile deiner Tabelle ein.

Warum muss man beim Einsetzen negativer Zahlen Klammern setzen?

Wenn du eine negative Zahl in eine Funktion wie f(x) = x² einsetzt, musst du sie in Klammern setzen, damit das Vorzeichen mit quadriert wird. Ohne Klammern würdest du bei -3² das Ergebnis -9 erhalten, mit Klammern (-3)² jedoch das korrekte Ergebnis 9.

Wie zeichnet man eine Parabel aus einer Wertetabelle?

Lies jede Spalte der Wertetabelle als einen Punkt P(x|y) ab und zeichne diese in ein Koordinatensystem ein. Verbinde die Punkte anschließend mit einer durchgehenden, runden Kurve aus dem Handgelenk. Verwende bei quadratischen Funktionen niemals ein Lineal, da eine Parabel keine Ecken hat.

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