Arbeiten mit Wertetabelle einfach erklärt: Schritt für Schritt
Erklärvideo – jetzt freischalten
Stell dir vor, du wirfst einen Basketball in Richtung Korb. Die Flugbahn des Balls beschreibt eine perfekte, gleichmäßige Kurve in der Luft – eine sogenannte Parabel. Aber wie können wir so eine Kurve auf dem Papier exakt zeichnen? Wir können ja nicht einfach raten, wo die Kurve entlangläuft!

Hier kommt das Arbeiten mit der Wertetabelle ins Spiel. Sie ist wie ein Fahrplan für unseren Graphen. Anstatt die ganze Kurve auf einmal zeichnen zu wollen, berechnen wir Schritt für Schritt einzelne, exakte Punkte. Wenn wir genug dieser Punkte haben, können wir sie ganz einfach zu einer perfekten Parabel verbinden. Schauen wir uns an, wie das funktioniert!
Vorwissen
-
Werte in Terme einsetzen: Variablen durch Zahlen ersetzen und ausrechnen. Denke bei negativen Zahlen an die Klammern!
Beispiel: Setzen wir in den Term ein, rechnen wir .
-
Punkte im Koordinatensystem: Ein Punkt besteht aus einer -Koordinate (rechts/links) und einer -Koordinate (oben/unten).
Beispiel: Für den Punkt gehen wir vom Ursprung Schritte nach rechts und Schritte nach oben.
Aufgabentyp 1: Eine Wertetabelle erstellen
Beim Arbeiten mit Wertetabellen geht es zunächst darum, die passenden Punkte zu berechnen. Eine quadratische Funktion, wie zum Beispiel , ordnet jedem x-Wert genau einen y-Wert (auch Funktionswert genannt) zu.
Um zu sehen, wie der Graph der Funktion aussieht, berechnen wir mehrere dieser Wertepaare und sammeln sie übersichtlich in einer Wertetabelle. Dafür nehmen wir nacheinander verschiedene x-Werte und setzen sie in die Funktionsgleichung ein.
Wenn wir zum Beispiel in die Funktion einsetzen, rechnen wir:
Unser berechneter y-Wert ist also . Dieses Paar aus und tragen wir dann in unsere Tabelle ein.
Schritt-für-Schritt-Anleitung
- -Werte auswählen: Meistens ist in der Aufgabe vorgegeben, von wo bis wo die -Werte gehen sollen (zum Beispiel von bis in 1er-Schritten).
- Werte in die Funktion einsetzen: Setze jeden x-Wert einzeln in die Funktionsgleichung ein und berechne den zugehörigen y-Wert. Wichtig: Wenn du eine negative Zahl für einsetzt, musst du sie in Klammern schreiben!
- Tabelle ausfüllen: Trage die berechneten Wertepaare in eine Tabelle ein. Die obere Zeile ist für die x-Werte, die untere für die f(x)-Werte.
Durchgerechnete Beispiele
Beispiel 1
Fertige für die Funktion eine Wertetabelle von bis in 1er-Schritten an.
- Schritt 1Werte einsetzen und berechnen
Wir setzen die -Werte und nacheinander in die Funktion ein:
- Schritt 2 · ErgebnisWertetabelle ausfüllen
Wir tragen alle berechneten Wertepaare übersichtlich in die Tabelle ein:
Die Wertetabelle für die Funktion ist damit vollständig ausgefüllt.
Quiz zu Arbeiten mit Wertetabelle: Teste dein Wissen
Löse eine kostenlose Quizfrage zu Arbeiten mit Wertetabelle und prüfe, ob du die wichtigsten Schritte verstanden hast.
Quizfrage 1 zu Arbeiten mit Wertetabelle
Was ist das korrekte Ergebnis, wenn man den Wert in den Term einsetzt?
Quizfrage 2 zu Arbeiten mit Wertetabelle
Nur mit AccountIn welche Richtungen muss man vom Ursprung aus gehen, um den Punkt in ein Koordinatensystem einzuzeichnen?
Übungsaufgabe zu Arbeiten mit Wertetabelle
Nur mit AccountAufgabentyp 2: Die quadratische Funktion zeichnen
Nach dem Erstellen der Tabelle wollen wir den Graphen zeichnen. Jede Spalte unserer fertigen Wertetabelle steht für einen genauen Punkt im Koordinatensystem. Der obere Wert ist die x-Koordinate (wie viele Schritte wir nach rechts oder links gehen) und der untere Wert ist die y-Koordinate (wie viele Schritte wir nach oben oder unten gehen).
Ein Wertepaar wie und ergibt also den Punkt .
Wenn wir alle Punkte aus der Tabelle in ein Koordinatensystem einzeichnen, erkennen wir bereits die Form des Graphen. Bei quadratischen Funktionen verbinden wir diese Punkte nicht mit einem Lineal! Der Graph ist eine gleichmäßige, gebogene Kurve, die wir Parabel nennen. Wir zeichnen sie schwungvoll und rund aus dem Handgelenk.
Schritt-für-Schritt-Anleitung
- Punkte ablesen: Lies jedes Wertepaar aus der Tabelle als einen Punkt ab.
- Punkte einzeichnen: Trage alle abgelesenen Punkte in ein Koordinatensystem ein.
- Punkte verbinden: Verbinde die Punkte mit einer durchgehenden, runden Kurve. Achte darauf, dass der tiefste (oder höchste) Punkt der Parabel schön abgerundet ist und keine Spitze bildet.
Durchgerechnete Beispiele
Beispiel 2
Gegeben ist die Wertetabelle der Funktion .
Zeichne den zugehörigen Graphen in ein Koordinatensystem.
- Schritt 1Punkte ablesen
Aus den Spalten der Tabelle erhalten wir fünf Punkte, die auf der Parabel liegen:
, , , und .
- Schritt 2 & 3 · ErgebnisPunkte einzeichnen und verbinden
Wir zeichnen die fünf Punkte in das Koordinatensystem ein. Anschließend verbinden wir sie zu einer glatten, nach unten geöffneten Kurve.

Parabel Graph nach unten geöffnet
Die Punkte wurden erfolgreich zu einer Parabel verbunden.
Wichtige Erkenntnisse
- Eine Wertetabelle hilft dir, exakte Punkte eines Graphen zu berechnen.
- Setze die -Werte in die Funktion ein, um die -Werte zu erhalten. Denke bei negativen -Werten unbedingt an die Klammern!
- Jede Spalte der Tabelle ist ein Punkt im Koordinatensystem.
- Verbinde die Punkte bei quadratischen Funktionen niemals mit einem Lineal, sondern zeichne eine gleichmäßige, gebogene Kurve (Parabel).
Stell deine eigene Aufgabe zu „Arbeiten mit Wertetabelle einfach erklärt: Schritt für Schritt“
Aufgabe eintippen oder fotografieren – der KI-Tutor löst sie Schritt für Schritt und erklärt dir jeden Rechenweg.
Häufige Fragen
Was ist eine Wertetabelle?
Eine Wertetabelle ist eine Übersicht, die dir hilft, den Graphen einer Funktion zu zeichnen. Sie ordnet verschiedenen x-Werten die berechneten y-Werte (Funktionswerte) zu. Jedes Wertepaar in der Tabelle entspricht einem genauen Punkt im Koordinatensystem.
Wie erstellt man eine Wertetabelle?
Um eine Wertetabelle zu erstellen, wählst du zunächst verschiedene x-Werte aus. Diese setzt du nacheinander in die Funktionsgleichung ein und berechnest den jeweiligen y-Wert. Trage dann die x-Werte in die obere und die berechneten y-Werte in die untere Zeile deiner Tabelle ein.
Warum muss man beim Einsetzen negativer Zahlen Klammern setzen?
Wenn du eine negative Zahl in eine Funktion wie f(x) = x² einsetzt, musst du sie in Klammern setzen, damit das Vorzeichen mit quadriert wird. Ohne Klammern würdest du bei -3² das Ergebnis -9 erhalten, mit Klammern (-3)² jedoch das korrekte Ergebnis 9.
Wie zeichnet man eine Parabel aus einer Wertetabelle?
Lies jede Spalte der Wertetabelle als einen Punkt P(x|y) ab und zeichne diese in ein Koordinatensystem ein. Verbinde die Punkte anschließend mit einer durchgehenden, runden Kurve aus dem Handgelenk. Verwende bei quadratischen Funktionen niemals ein Lineal, da eine Parabel keine Ecken hat.
Verwandte Themen
Themen aus demselben Kapitel deines Lehrplans.
Als Nächstes lernen
Passende Themen rund um Arbeiten mit Wertetabelle, die dein Wissen vertiefen.
Weiter lernen
„Arbeiten mit Wertetabelle einfach erklärt: Schritt für Schritt“ kommt in Mathe Klasse 9 dran – im Kapitel Erkennen quadratischer Funktionen und Gleichungen. Alle Themen der Klassenstufe: Mathe Klasse 9.
Mathe nach Klassen:Klasse 5Klasse 6Klasse 7Klasse 8Klasse 9Klasse 10Klasse 11Klasse 12Klasse 13Alle Mathe-Themen