Hast du schon mal ein Bild auf dem Handy mit den Fingern vergrößert? Du erwartest, dass es größer wird, aber die Form gleich bleibt – ein Gesicht soll ja nicht plötzlich zu einer langen Nudel werden. Genau das ist Ähnlichkeit in Figuren! Dieses Prinzip steckt hinter jeder Skalierung: von Google Maps über das Design deines Lieblingssneakers bis hin zu Special Effects im Kino. Wenn du verstehst, wie man zwei Figuren auf Ähnlichkeit untersucht, verstehst du die Regel, die dafür sorgt, dass die Welt auf unseren Bildschirmen nicht komisch und verzerrt aussieht.
Schnellantwort
Zwei Figuren sind ähnlich, wenn sie die gleiche Form, aber nicht unbedingt die gleiche Größe haben. Man kann die eine Figur durch Vergrößern, Verkleinern oder Drehen in die andere überführen. Bei Dreiecken reicht es, alle drei Seitenverhältnisse zu vergleichen. Bei Figuren mit mehr als drei Ecken müssen zusätzlich alle zugehörigen Winkel übereinstimmen. Den Faktor, um den eine Figur vergrößert oder verkleinert wird, nennt man Ähnlichkeitsfaktor k.
Vorwissen
Bevor wir starten, frischen wir kurz ein paar Grundlagen auf:
-
Verhältnis (Quotient): Ein Verhältnis gibt an, wie sich zwei Zahlen zueinander verhalten. Man berechnet es durch Teilen (Division).
- Beispiel: Das Verhältnis von 8 zu 4 ist . Die Zahl 8 ist also doppelt so groß wie die 4.
-
Zugehörige Seiten: Wenn man zwei Figuren vergleicht, sind zugehörige Seiten diejenigen, die sich in der Form entsprechen, auch wenn eine Figur gedreht oder vergrößert ist. Oft hilft es, die kürzeste Seite mit der kürzesten, die längste mit der längsten usw. zu vergleichen.

- Winkel im Rechteck: In einem Rechteck sind alle vier Innenwinkel immer genau 90 Grad (rechte Winkel).

Aufgabentyp 1: Untersuchen auf Ähnlichkeit in Dreiecken
Um zwei Dreiecke auf Ähnlichkeit zu untersuchen, nutzt du die Verhältnisse der Seitenlängen. Zwei Figuren sind ähnlich, wenn sie die gleiche Form, aber nicht unbedingt die gleiche Größe haben. Man kann die eine Figur durch Vergrößern, Verkleinern oder Drehen in die andere überführen.
Bei Dreiecken gibt es einen super Trick: Zwei Dreiecke sind zueinander ähnlich, wenn die Verhältnisse aller drei zugehörigen Seitenpaare gleich sind.
Das bedeutet: Wenn du die Länge einer Seite des ersten Dreiecks durch die Länge der zugehörigen Seite des zweiten Dreiecks teilst und bei allen drei Seitenpaaren dieselbe Zahl herauskommt, sind die Dreiecke ähnlich. Diese Zahl nennt man den Ähnlichkeitsfaktor k.
- Wenn k > 1, handelt es sich um eine Vergrößerung.
- Wenn k < 1, handelt es sich um eine Verkleinerung.
- Wenn k = 1, sind die Dreiecke kongruent (deckungsgleich).
Schritt-für-Schritt-Anleitung
- Identifiziere die zugehörigen Seiten: Paare kürzeste mit kürzester, mittlere mit mittlerer, längste mit längster. Drehe ein Dreieck im Kopf, wenn nötig.
- Bestimme alle Seitenlängen: Zähle Kästchen auf dem Gitter oder lies die Längen aus der Aufgabe ab.
- Berechne die Verhältnisse: Teile für jedes Seitenpaar die Länge des einen Dreiecks durch die zugehörige Länge des anderen. Halte die Reihenfolge konsequent ein.
- Vergleiche die Ergebnisse: Prüfe, ob alle drei Quotienten exakt denselben Wert ergeben – das ist der Ähnlichkeitsfaktor k.
- Ziehe die Schlussfolgerung: Sind alle drei Verhältnisse gleich → ähnlich. Weicht eines ab → nicht ähnlich.
Durchgerechnete Beispiele
Beispiel 1
Untersuche, ob das Dreieck ABC und das Dreieck DEF zueinander ähnlich sind.

- Schritt 1Zugehörige Seiten finden
Beide Dreiecke sind rechtwinklig. Wir vergleichen die jeweils kürzeren Katheten, die längeren Katheten und die Hypotenusen (die langen, schrägen Seiten).
- Kürzere Kathete: Seite AB gehört zu Seite DE.
- Längere Kathete: Seite AC gehört zu Seite DF.
- Hypotenuse: Seite BC gehört zu Seite EF.
- Schritt 2Seitenlängen bestimmen
Wir zählen die Kästchen auf dem Gitter:
- Dreieck ABC: , . Die Länge von BC müssen wir nicht berechnen, wenn die Kathetenverhältnisse stimmen.
- Dreieck DEF: , .
- Schritt 3Verhältnisse der Seitenpaare berechnen
Wir bilden die Quotienten der zugehörigen Seiten (immer „groß durch klein"):
Verhältnis 1 (kürzere Katheten):
Verhältnis 2 (längere Katheten):
- Schritt 4 · ErgebnisErgebnisse vergleichen
Beide berechneten Verhältnisse sind gleich: . Da bei rechtwinkligen Dreiecken die Winkel an den Katheten den Rest festlegen, sind die Dreiecke ähnlich.
Da die Verhältnisse der zugehörigen Seiten gleich sind, sind die Dreiecke ABC und DEF zueinander ähnlich.
Beispiel 2
Sind die Dreiecke GHI und JKL ähnlich?

- Schritt 1Zugehörige Seiten finden
Beide Dreiecke sind gleichschenklig. Die Basis (untere Seite) des einen Dreiecks gehört zur Basis des anderen. Die beiden gleich langen Schenkel gehören ebenfalls zusammen.
- Basis: Seite GI gehört zu Seite JL.
- Schenkel: Seite GH gehört zu JK und HI zu KL.
- Schritt 2Seitenlängen bestimmen
Wir zählen die Kästchen:
- Dreieck GHI: .
- Dreieck JKL: .
Die Längen der Schenkel sind nicht durch einfaches Zählen zu bestimmen. Wir prüfen daher die Winkel oder die Verhältnisse von Höhe zu Basis.
Höhe von GHI (von H auf GI): 4 Kästchen. Höhe von JKL (von K auf JL): 2 Kästchen.
- Schritt 3Verhältnisse berechnen
Verhältnis der Basen:
Verhältnis der Höhen:
- Schritt 4 · ErgebnisErgebnisse vergleichen
Die Verhältnisse sind unterschiedlich: .
Da die Verhältnisse nicht übereinstimmen, sind die Dreiecke GHI und JKL nicht ähnlich.
Beispiel 3
Prüfe die Dreiecke MNO und PQR auf Ähnlichkeit.

- Schritt 1Zugehörige Seiten finden
Beide Dreiecke sind gleichschenklig. Wir vergleichen Basis mit Basis und Schenkel mit Schenkel.
- Basis: Seite MO gehört zu Seite PR.
- Schenkel: Seite MN gehört zu PQ.
- Schritt 2Seitenlängen bestimmen
Wir zählen die Kästchen:
- Dreieck MNO: Basis . Höhe ist 4.
- Dreieck PQR: Basis . Höhe ist 2.
- Schritt 3Verhältnisse berechnen
Verhältnis der Basen:
Verhältnis der Höhen:
- Schritt 4 · ErgebnisErgebnisse vergleichen
Beide Verhältnisse sind gleich: . Da das Verhältnis von Basis zu Höhe in beiden Dreiecken gleich ist ( und ), sind die Winkel gleich und die Dreiecke somit ähnlich.
Die Dreiecke MNO und PQR sind ähnlich.
Beispiel 4
Untersuche die beiden Dreiecke STU und VWZ auf Ähnlichkeit. Das Dreieck VWZ ist gedreht.

- Schritt 1Zugehörige Seiten finden
Wir drehen das Dreieck VWZ im Kopf, damit es die gleiche Ausrichtung wie STU hat. Die Ecke W ist der rechte Winkel, genau wie S.
- Kürzere Kathete: Seite WZ (Länge 4) gehört zu Seite SU (Länge 4).
- Längere Kathete: Seite VW (Länge 3) gehört zu Seite ST (Länge 6).
- Schritt 2Seitenlängen bestimmen
Wir zählen die Kästchen:
- Dreieck STU: , .
- Dreieck VWZ: , .
- Schritt 3Verhältnisse der Seitenpaare berechnen
Verhältnis 1 (längere Katheten):
Verhältnis 2 (kürzere Katheten):
- Schritt 4 · ErgebnisErgebnisse vergleichen
Die Verhältnisse sind unterschiedlich: und .
Da die Verhältnisse der zugehörigen Seiten nicht gleich sind, sind die Dreiecke STU und VWZ nicht ähnlich.
Beispiel 5
Sind die beiden abgebildeten Dreiecke ähnlich?

- Schritt 1Zugehörige Seiten finden
Beide Dreiecke sind rechtwinklig. Wir vergleichen die entsprechenden Katheten.
- Horizontale Kathete: Seite mit Länge 2 gehört zu Seite mit Länge 4.
- Vertikale Kathete: Seite mit Länge 4 gehört zu Seite mit Länge 8.
- Schritt 2Seitenlängen bestimmen
Wir zählen die Kästchen:
- Dreieck 1: horizontale Seite = 2, vertikale Seite = 4.
- Dreieck 2: horizontale Seite = 4, vertikale Seite = 8.
- Schritt 3Verhältnisse der Seitenpaare berechnen
Verhältnis 1 (horizontale Katheten):
Verhältnis 2 (vertikale Katheten):
- Schritt 4 · ErgebnisErgebnisse vergleichen
Beide Verhältnisse sind gleich: .
Die Verhältnisse der zugehörigen Seiten sind gleich, also sind die beiden Dreiecke ähnlich.
Aufgabentyp 2: Untersuchen auf Ähnlichkeit in Figuren mit mehr als drei Ecken
Bei Figuren mit mehr als drei Ecken wird die Prüfung auf Ähnlichkeit strenger – der Trick mit den Seitenverhältnissen allein reicht hier nicht mehr aus. Bei Figuren mit mehr als drei Ecken (z. B. Vierecke, Fünfecke) müssen zwei Bedingungen gleichzeitig erfüllt sein:
- Alle zugehörigen Winkel müssen gleich groß sein.
- Die Verhältnisse aller zugehörigen Seiten müssen gleich sein.
Warum ist das so? Stell dir ein Quadrat und ein langes, dünnes Rechteck vor. Bei beiden sind alle Winkel 90°. Die erste Bedingung ist also erfüllt. Aber die Seitenverhältnisse sind total unterschiedlich. Sie haben nicht die gleiche Form, sind also nicht ähnlich.

Schritt-für-Schritt-Anleitung
- Prüfe alle zugehörigen Winkel: Sind sie paarweise gleich groß? Bei Rechtecken ist dieser Schritt einfach: Alle Winkel sind 90°.
- Identifiziere die zugehörigen Seiten: Bei Rechtecken vergleichst du die kürzere Seite mit der kürzeren und die längere Seite mit der längeren.
- Bestimme alle Seitenlängen: Zähle Kästchen oder lies die Maße aus der Aufgabe ab.
- Berechne die Verhältnisse: Bilde Quotienten für alle Paare zugehöriger Seiten.
- Vergleiche die Ergebnisse: Prüfe, ob alle Seitenverhältnisse denselben Wert ergeben.
- Ziehe die Schlussfolgerung: Sind beide Bedingungen erfüllt → ähnlich. Ist auch nur eine nicht erfüllt → nicht ähnlich.
Durchgerechnete Beispiele
Beispiel 1
Untersuche die beiden Rechtecke ABCD und EFGH auf Ähnlichkeit.

- Schritt 1Winkel prüfen
Beide Figuren sind Rechtecke. Daher sind alle Innenwinkel 90°. Die Winkelbedingung ist erfüllt.
- Schritt 2Zugehörige Seiten finden
Wir vergleichen die kurzen Seiten miteinander und die langen Seiten miteinander.
- Kurze Seiten: AD und BC gehören zu EH und FG.
- Lange Seiten: AB und DC gehören zu EF und HG.
- Schritt 3Seitenlängen bestimmen
Wir zählen die Kästchen:
- Rechteck ABCD: kurze Seite = 2, lange Seite = 4.
- Rechteck EFGH: kurze Seite = 3, lange Seite = 6.
- Schritt 4Verhältnisse der Seitenpaare berechnen
Verhältnis 1 (kurze Seiten):
Verhältnis 2 (lange Seiten):
- Schritt 5 · ErgebnisErgebnisse vergleichen
Beide Verhältnisse sind gleich: .
Da die Winkel übereinstimmen UND alle Seitenverhältnisse gleich sind, sind die Rechtecke ABCD und EFGH zueinander ähnlich.
Beispiel 2
Sind das Quadrat IJKL und das Rechteck MNOP zueinander ähnlich?

- Schritt 1Winkel prüfen
Beide Figuren sind Rechtecke (ein Quadrat ist ein spezielles Rechteck). Alle Winkel sind 90°. Die Winkelbedingung ist erfüllt.
- Schritt 2Zugehörige Seiten finden
- Kurze Seite von MNOP gehört zu einer Seite von IJKL.
- Lange Seite von MNOP gehört zu einer anderen Seite von IJKL.
- Schritt 3Seitenlängen bestimmen
- Quadrat IJKL: Seite = 3, Seite = 3.
- Rechteck MNOP: kurze Seite = 4, lange Seite = 6.
- Schritt 4Verhältnisse der Seitenpaare berechnen
Verhältnis 1:
Verhältnis 2:
- Schritt 5 · ErgebnisErgebnisse vergleichen
Die Verhältnisse sind unterschiedlich: .
Obwohl die Winkel gleich sind, sind die Seitenverhältnisse nicht gleich. Daher sind die Figuren nicht ähnlich.
Beispiel 3
Prüfe, ob die beiden L-förmigen Figuren ähnlich sind.

- Schritt 1Winkel prüfen
Alle Ecken beider Figuren sind rechte Winkel (90°). Die Winkelbedingung ist erfüllt.
- Schritt 2Zugehörige Seiten finden
Wir vergleichen die entsprechenden Seitenabschnitte der L-Form.
- Unterer horizontaler Teil: Figur 1 hat Länge 2, Figur 2 hat Länge 4.
- Rechter vertikaler Teil (unten): Figur 1 hat Länge 2, Figur 2 hat Länge 4.
- Linker vertikaler Teil (gesamt): Figur 1 hat Länge 4, Figur 2 hat Länge 8.
- Oberer horizontaler Teil: Figur 1 hat Länge 1, Figur 2 hat Länge 2.
- Schritt 3 & 4Seitenlängen und Verhältnisse
Verhältnis 1 (unten horizontal):
Verhältnis 2 (rechts vertikal):
Verhältnis 3 (links vertikal):
Verhältnis 4 (oben horizontal):
- Schritt 5 · ErgebnisErgebnisse vergleichen
Alle berechneten Verhältnisse sind gleich 2.
Alle Winkel sind gleich und alle Seitenverhältnisse sind gleich. Die beiden L-förmigen Figuren sind also ähnlich.
Beispiel 4
Die beiden Rechtecke sind gedreht. Untersuche sie auf Ähnlichkeit.

- Schritt 1Winkel prüfen
Beide Figuren sind Rechtecke, also sind alle Winkel 90°. Die Bedingung ist erfüllt.
- Schritt 2Zugehörige Seiten finden
Wir drehen das zweite Rechteck im Kopf, um es mit dem ersten zu vergleichen. Die kürzere Seite gehört zur kürzeren, die längere zur längeren.
- Kurze Seiten: Die Seite der Länge 2 von Rechteck 1 gehört zur Seite der Länge 1 von Rechteck 2.
- Lange Seiten: Die Seite der Länge 6 von Rechteck 1 gehört zur Seite der Länge 3 von Rechteck 2.
- Schritt 3 & 4Seitenlängen und Verhältnisse
Verhältnis 1 (kurze Seiten):
Verhältnis 2 (lange Seiten):
- Schritt 5 · ErgebnisErgebnisse vergleichen
Beide Verhältnisse sind gleich: .
Da die Winkel übereinstimmen und die Seitenverhältnisse gleich sind, sind die beiden Rechtecke ähnlich.
Beispiel 5
Sind die beiden Parallelogramme ähnlich?

- Schritt 1Winkel prüfen
Wir müssen die Winkel vergleichen. Ein Parallelogramm hat zwei Paare gleicher Winkel. Wir können die Steigung der schrägen Seiten betrachten, um die Winkel zu vergleichen.
- Parallelogramm 1: Die schräge Seite geht von (1,1) nach (2,3). Das ist 1 nach rechts und 2 nach oben.
- Parallelogramm 2: Die schräge Seite geht von (7,1) nach (9,5). Das ist 2 nach rechts und 4 nach oben. Die Steigung ist .
Die Steigung der ersten schrägen Seite ist . Da die Steigungen gleich sind, sind die Winkel der beiden Parallelogramme identisch. Die Winkelbedingung ist erfüllt.
- Schritt 2 & 3Zugehörige Seiten und Längen
- Horizontale Seiten: Länge 3 bei Figur 1, Länge 6 bei Figur 2.
- Schräge Seiten: Die Längen müssen wir nicht exakt berechnen, wenn wir die Verhältnisse der horizontalen und vertikalen Komponenten prüfen können.
- Schritt 4Verhältnisse berechnen
Verhältnis der horizontalen Seiten:
Verhältnis der „Komponenten" der schrägen Seiten:
- Horizontale Komponente:
- Vertikale Komponente:
Da alle Verhältnisse 2 sind, ist auch das Verhältnis der Längen der schrägen Seiten 2.
- Schritt 5 · ErgebnisErgebnisse vergleichen
Alle Verhältnisse sind gleich 2.
Da die Winkel übereinstimmen und die Seitenverhältnisse gleich sind, sind die Parallelogramme ähnlich.
Wichtige Erkenntnisse
- Ähnlichkeit bedeutet: gleiche Form, aber eventuell andere Größe.
- Bei Dreiecken genügt es zu zeigen, dass alle drei Seitenverhältnisse gleich sind.
- Bei Figuren mit mehr als drei Ecken (z. B. Rechtecken) müssen zwei Bedingungen erfüllt sein: (1) Alle zugehörigen Winkel müssen gleich sein. (2) Alle zugehörigen Seitenverhältnisse müssen gleich sein.
- Ein Seitenverhältnis berechnest du, indem du die Länge einer Seite durch die Länge der zugehörigen Seite der anderen Figur teilst.
- Wenn k > 1 → Vergrößerung; wenn k < 1 → Verkleinerung; wenn k = 1 → kongruente (deckungsgleiche) Figuren.
Häufige Fragen
Was ist Ähnlichkeit in Figuren?
Zwei Figuren sind ähnlich, wenn sie die gleiche Form, aber nicht unbedingt die gleiche Größe haben. Man kann die eine Figur durch Vergrößern, Verkleinern oder Drehen in die andere überführen. Das Prinzip steckt hinter jeder Skalierung – von Google Maps bis zu Sneaker-Designs. Entscheidend ist, dass alle zugehörigen Seitenverhältnisse (und bei Vierecken auch alle Winkel) übereinstimmen.
Wie prüfst du zwei Dreiecke auf Ähnlichkeit?
Um zwei Dreiecke auf Ähnlichkeit zu prüfen, gehst du so vor:
- Finde die zugehörigen Seiten (kürzeste mit kürzester usw.).
- Bestimme alle Seitenlängen, z. B. durch Kästchen zählen.
- Berechne die Verhältnisse aller drei Seitenpaare.
- Vergleiche: Sind alle drei Quotienten gleich, sind die Dreiecke ähnlich.
Warum reicht bei Vierecken das Prüfen der Seitenverhältnisse allein nicht aus?
Bei Vierecken gilt: Gleiche Seitenverhältnisse allein beweisen keine Ähnlichkeit. Ein Quadrat und ein langes, schmales Rechteck haben zum Beispiel alle Winkel 90° – aber ihre Seitenverhältnisse sind verschieden. Umgekehrt könnten zwei Figuren gleiche Seitenverhältnisse haben, aber unterschiedliche Winkel. Deshalb müssen bei Polygonen mit mehr als drei Ecken beide Bedingungen gleichzeitig erfüllt sein: gleiche Winkel und gleiche Seitenverhältnisse.
Was ist der Ähnlichkeitsfaktor k und wie berechnest du ihn?
Der Ähnlichkeitsfaktor k gibt an, um welchen Faktor eine Figur vergrößert oder verkleinert wurde. Du berechnest ihn, indem du eine Seitenlänge der einen Figur durch die zugehörige Seitenlänge der anderen Figur teilst. Gilt k > 1, ist es eine Vergrößerung; gilt k < 1, eine Verkleinerung; gilt k = 1, sind die Figuren kongruent.
Was ist der Unterschied zwischen ähnlichen und kongruenten Figuren?
Ähnliche Figuren haben dieselbe Form, können aber unterschiedlich groß sein – der Ähnlichkeitsfaktor k ist ungleich 1. Kongruente Figuren sind ein Sonderfall der Ähnlichkeit: Sie sind form- und größengleich, d. h. k = 1. Kongruente Figuren lassen sich durch Verschieben, Drehen oder Spiegeln zur Deckung bringen, ohne sie zu skalieren.