Akkumulatoren und Batteriekennzahlen einfach erklärt
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Wenn du die Grundlagen von Akkumulatoren und Batteriekennzahlen verstehen möchtest, bist du hier genau richtig. Stell dir vor, du bist unterwegs und dein Smartphone zeigt plötzlich nur noch 1 % Akku an. Oder denke an ein Elektroauto, das eine weite Strecke fahren muss, ohne dass ihm der Strom ausgeht. In beiden Fällen verlassen wir uns auf wiederaufladbare Batterien.

Aber warum können wir manche Batterien hunderte Male wieder aufladen, während andere nach einmaliger Nutzung im Müll landen? Und wie messen wir eigentlich, wie groß der „Stromtank“ eines Elektroautos ist? In dieser Lektion lernst du das chemische Geheimnis hinter wiederaufladbaren Batterien kennen und erfährst, mit welchen Kennzahlen wir bewerten, wie gut ein Akku wirklich ist.
Vorwissen
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Galvanisches Element: Eine Zelle, in der eine chemische Reaktion freiwillig abläuft und dabei elektrischen Strom erzeugt.
Beispiel: Eine klassische Batterie (Primärzelle) liefert Strom für eine Taschenlampe.
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Elektrolysezelle: Eine Zelle, in der eine chemische Reaktion durch das Anlegen einer äußeren Stromquelle erzwungen wird.
Beispiel: Die Zerlegung von Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff durch elektrischen Strom.
Aufgabentyp 1: Allgemeine Grundlagen von Akkumulatoren und Kapazität
Normale Einweg-Batterien nennt man Primärzellen. Wenn ihre chemischen Stoffe verbraucht sind, ist die Batterie leer. Akkumulatoren (kurz: Akkus) sind hingegen Sekundärzellen. Ihr großer Vorteil ist, dass ihre elektrochemischen Reaktionen reversibel (umkehrbar) sind. Man kann sie bis zu 1000-mal wiederaufladen.
Dabei wechselt der Akku ständig zwischen zwei Rollen:
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Das Entladen (Galvanische Zelle): Wenn du dein Handy benutzt, läuft die chemische Reaktion im Akku freiwillig ab. Der Akku arbeitet als galvanisches Element und liefert den Strom für dein Gerät.
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Das Laden (Elektrolysezelle): Wenn du das Handy an die Steckdose anschließt, legt das Ladegerät eine äußere Spannung an. Diese zwingt die chemische Reaktion dazu, rückwärts abzulaufen. Der Akku arbeitet nun wie eine Elektrolysezelle.

Um zu wissen, wie viel Strom in einen Akku passt, nutzt man die Kapazität. Stell dir die Kapazität wie die Größe eines Benzintanks vor, nur eben für elektrische Ladung. Die Kapazität gibt an, welche Ladungsmenge innerhalb einer bestimmten Zeit entnommen werden kann.
Die Formel dafür lautet:
-
= Kapazität bzw. Ladung in Amperestunden ()
-
= Stromstärke in Ampere ()
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= Zeit in Stunden ()
Schritt-für-Schritt-Anleitung
- Schritt 1: Gegebene Werte identifizieren: Lies die Aufgabe genau und notiere, welche zwei der drei Größen (, oder ) gegeben sind.
- Schritt 2: Einheiten überprüfen: Stelle sicher, dass die Stromstärke in Ampere () und die Zeit in Stunden () angegeben ist. Wandle Minuten bei Bedarf in Stunden um (z. B. ).
- Schritt 3: Formel anwenden: Setze die Werte in die Gleichung ein. Wenn du nach der Zeit oder der Stromstärke suchst, stelle die Formel entsprechend um (z. B. ).
Durchgerechnete Beispiele
Beispiel 0
Eine Starterbatterie für Autos hat eine Kapazität von . Berechne, wie viele Stunden lang diese Batterie einen durchschnittlichen Strom von liefern kann, bevor sie vollständig entladen ist.
- Schritt 1Gegebene Werte identifizieren
Gegeben sind die Kapazität und die Stromstärke . Gesucht ist die Zeit .
- Schritt 2Einheiten überprüfen
Die Einheiten und passen direkt zusammen. Wir erwarten das Ergebnis für die Zeit in Stunden ().
- Schritt 3 · ErgebnisFormel anwenden
Wir nehmen die Grundformel und stellen sie nach der Zeit um:
Nun setzen wir die Werte ein:
Die Autobatterie kann den Strom für genau 20 Stunden liefern.
Quiz zu Akkumulatoren und Batteriekennzahlen: Teste dein Wissen
Löse eine kostenlose Quizfrage zu Akkumulatoren und Batteriekennzahlen und prüfe, ob du die wichtigsten Schritte verstanden hast.
Quizfrage 1 zu Akkumulatoren und Batteriekennzahlen
Wie verhält sich die chemische Reaktion in einer Elektrolysezelle?
Quizfrage 2 zu Akkumulatoren und Batteriekennzahlen
Nur mit AccountIn welcher Rolle arbeitet ein Akkumulator während des Entladevorgangs?
Übungsaufgabe zu Akkumulatoren und Batteriekennzahlen
Nur mit AccountAufgabentyp 2: Spezifische Energie und Energiedichte
Stell dir vor, du packst einen Rucksack für eine lange Wanderung. Du möchtest so viel energiereiche Nahrung wie möglich mitnehmen, aber der Rucksack darf nicht zu schwer und nicht zu groß werden. Genau dieses Problem haben Ingenieure bei Elektroautos oder Smartphones: Sie brauchen viel Energie in einem leichten und kompakten Akku.
Um zu bewerten, wie gut ein Akku dieses Problem löst, nutzt man zwei wichtige Kennzahlen:
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Spezifische Energie (Masse): Dies ist der Quotient aus der gespeicherten Energie und der Masse des Akkus. Sie sagt uns, wie viel Energie pro Kilogramm Gewicht gespeichert ist. Die Einheit ist Wattstunden pro Kilogramm ().
-
Energiedichte (Volumen): Dies ist der Quotient aus der gespeicherten Energie und dem Volumen des Akkus. Sie sagt uns, wie viel Energie in einen bestimmten Raum (z. B. pro Liter) passt.
Für mobile Anwendungen wie Elektrofahrzeuge ist eine hohe spezifische Energie absolut entscheidend. Ein Auto, das eine extrem schwere Batterie mitschleppen muss, verbraucht allein schon viel Energie, um dieses Gewicht zu bewegen.
Wenn wir verschiedene Akkutypen vergleichen, sehen wir eine deutliche Entwicklung:
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Bleiakkumulator: ca. (Sehr schwer, wird oft nur als Starterbatterie genutzt)
-
Nickel-Metallhydrid (NiMH): ca. (Besser, oft in älteren Hybridautos)
-
Lithium-Ionen: über (Sehr leicht und energiereich, Standard für moderne Elektroautos und Handys)

Manchmal wird die Energie in der Physik nicht in Wattstunden (), sondern in Joule () angegeben. Dafür gibt es eine feste Umrechnungsregel, die du dir merken solltest:
Wichtige Erkenntnisse
- Akkumulatoren sind Sekundärzellen mit umkehrbaren (reversiblen) Reaktionen.
- Entladen = Galvanische Zelle (freiwillig); Laden = Elektrolysezelle (erzwungen durch äußere Spannung).
- Die Kapazität berechnet sich mit und wird meist in angegeben.
- Spezifische Energie bezieht sich auf die Masse (), Energiedichte auf das Volumen.
- Lithium-Ionen-Akkus haben eine viel höhere spezifische Energie als Bleiakkus, was sie ideal für Elektroautos macht.
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Häufige Fragen
Was sind Akkumulatoren?
Akkumulatoren (kurz Akkus) sind sogenannte Sekundärzellen. Im Gegensatz zu normalen Einweg-Batterien (Primärzellen) sind ihre elektrochemischen Reaktionen reversibel. Das bedeutet, du kannst sie durch das Anlegen einer äußeren Spannung immer wieder aufladen.
Wie berechnet man die Kapazität eines Akkus?
Die Kapazität gibt an, welche Ladungsmenge ein Akku speichern kann. Du berechnest sie mit der Formel Q = I · t. Dabei ist Q die Kapazität in Amperestunden (Ah), I die Stromstärke in Ampere (A) und t die Zeit in Stunden (h).
Was ist der Unterschied zwischen spezifischer Energie und Energiedichte?
Die spezifische Energie bezieht sich auf die Masse und gibt an, wie viel Energie pro Kilogramm (Wh/kg) gespeichert ist. Die Energiedichte bezieht sich hingegen auf das Volumen und zeigt, wie viel Energie in einen bestimmten Raum (z. B. pro Liter) passt.
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