Terme im Sachkontext aufstellen – einfach erklärt

Terme im Sachkontext aufstellen leicht gemacht: Lerne, Textaufgaben in mathematische Ausdrücke zu übersetzen – mit Signalwörtern, Kostenformeln und Flächentermen. Mit vielen Beispielen.

📅 Aktualisiert 26. Mai 202615 Min. Lesezeit✍️ Rocket Tutor Redaktion

Terme im Sachkontext aufstellen ist eine der praktischsten Fähigkeiten in der Mathe – denn hier verlässt du die abstrakte Zahlenwelt und übersetzt echte Alltagssituationen in mathematische Ausdrücke. Stell dir vor, du vergleichst Handyverträge: Einer hat eine niedrige Grundgebühr, aber jedes Gigabyte Daten kostet extra. Der andere ist teurer, hat aber mehr Daten inklusive. Welcher ist WIRKLICH günstiger für dich? Genau hier kommt das Aufstellen von Termen ins Spiel. Es ist wie ein „Cheat Code" für den Alltag. Du lernst, die Werbesprache in eine klare mathematische Formel zu übersetzen. So kannst du Kosten blitzschnell durchschauen, Angebote vergleichen und die beste Entscheidung treffen, ohne auf Marketing-Tricks hereinzufallen. Das ist keine abstrakte Mathe – das ist ein Skill, mit dem du echtes Geld sparst!

Schnellantwort

Einen Term im Sachkontext aufzustellen bedeutet, eine beschriebene Situation – zum Beispiel Kosten, Maße oder Mengen – in einen mathematischen Ausdruck zu übersetzen. Dabei steht eine Variable (z. B. xx) für die veränderliche Größe, während feste Zahlen direkt eingesetzt werden. Das Ergebnis ist ein Term wie 4,50+2x4{,}50 + 2x, der die Gesamtkosten in Abhängigkeit von einer Menge beschreibt.

Vorwissen

Bevor wir starten, wiederholen wir kurz die Grundlagen:

  • Variable: Ein Buchstabe (wie xx oder bb), der als Platzhalter für eine unbekannte oder veränderliche Zahl dient.

    • Beispiel: Im Term 5x5 \cdot x kann xx für jede beliebige Zahl stehen.
  • Grundrechenarten: Die wichtigsten Bausteine für Terme.

    • Beispiel: Addition (++), Subtraktion (-), Multiplikation (\cdot), Division (: oder Bruchstrich).
  • Fläche eines Rechtecks: Die Fläche berechnet sich, indem man die Länge mit der Breite multipliziert.

    • Formel: A=La¨ngeBreiteA = \text{Länge} \cdot \text{Breite}
    • Beispiel: Ein Rechteck mit Länge 5 cm5 \text{ cm} und Breite 3 cm3 \text{ cm} hat eine Fläche von A=53=15 cm2A = 5 \cdot 3 = 15 \text{ cm}^2.

Aufgabentyp 1: Term aus Textanweisungen aufstellen

Beim Terme im Sachkontext aufstellen werden mathematische Anweisungen oft in Worten gegeben. Deine Aufgabe ist es, diese Worte in die Sprache der Mathematik zu übersetzen, also einen Term zu erstellen. Bestimmte Signalwörter verraten dir, welche Rechenoperation du verwenden musst.

Hier sind einige häufige Übersetzungen:

SignalwortRechenoperationaddiere, vermehre, plus+subtrahiere, vermindere, ziehe abmultipliziere, mal, das Doppelte/Dreifachedividiere, teile, die Ha¨lfte/ein Drittel: oder ......das Quadrat von, quadriere(...)2die Summe/Differenz von ...(...)\begin{array}{l|l} \text{Signalwort} & \text{Rechenoperation} \\ \hline \text{addiere, vermehre, plus} & + \\ \text{subtrahiere, vermindere, ziehe ab} & - \\ \text{multipliziere, mal, das Doppelte/Dreifache} & \cdot \\ \text{dividiere, teile, die Hälfte/ein Drittel} & : \text{ oder } \frac{...}{...} \\ \text{das Quadrat von, quadriere} & (...)^2 \\ \text{die Summe/Differenz von ...} & (...) \\ \end{array}

Besonders wichtig ist der Ausdruck „… und dann …". Das bedeutet, dass der erste Teil der Rechnung zuerst ausgeführt werden muss, oft braucht man dafür eine Klammer.

Schritt-für-Schritt-Anleitung

  1. Signalwörter finden: Lies den Text sorgfältig und markiere alle Wörter, die auf eine Rechenoperation hindeuten (z. B. „verdopple", „addiere", „die Hälfte von").
  2. Zahlen und Variablen identifizieren: Finde alle Zahlen und Variablen (z. B. xx, yy, aa), die in der Anweisung vorkommen.
  3. Term schrittweise zusammensetzen: Übersetze die Anweisung Teil für Teil in die mathematische Schreibweise. Achte auf die Reihenfolge. Wenn eine Operation auf ein ganzes Ergebnis angewendet wird (z. B. „halbiere die Summe"), setze den ersten Teil in Klammern.

Durchgerechnete Beispiele

Beispiel 1

Aufgabe

Stelle einen Term für die folgende Anweisung auf: „Multipliziere die Summe aus xx und 5 mit 3."

Fortschritt
3 / 3
  1. Schritt 1
    Signalwörter finden

    Die Signalwörter sind „Summe" (++) und „Multipliziere" (\cdot).

  2. Schritt 2
    Zahlen und Variablen identifizieren

    Wir haben die Variable xx und die Zahlen 55 und 33.

  3. Schritt 3 · Ergebnis
    Term schrittweise zusammensetzen

    Zuerst bilden wir die „Summe aus xx und 5".

    x+5x+5

    Dieses ganze Ergebnis soll nun mit 3 multipliziert werden. Dafür müssen wir die Summe in Klammern setzen.

    (x+5)3(x+5) \cdot 3

Ergebnis:

Der gesuchte Term lautet 3(x+5)3 \cdot (x+5).

Beispiel 2

Aufgabe

Stelle einen Term für die folgende Anweisung auf: „Halbiere die Differenz aus 10 und yy."

Fortschritt
3 / 3
  1. Schritt 1
    Signalwörter finden

    Die Signalwörter sind „Halbiere" (:2:2 oder ...2\frac{...}{2}) und „Differenz" (-).

  2. Schritt 2
    Zahlen und Variablen identifizieren

    Wir haben die Zahl 1010 und die Variable yy.

  3. Schritt 3 · Ergebnis
    Term schrittweise zusammensetzen

    Zuerst bilden wir die „Differenz aus 10 und yy".

    10y10-y

    Dieses Ergebnis soll nun halbiert werden. Wir schreiben den ganzen Ausdruck auf einen Bruchstrich.

    10y2\frac{10-y}{2}

Ergebnis:

Der gesuchte Term lautet 10y2\frac{10-y}{2}.

Beispiel 3

Aufgabe

Stelle einen Term für die folgende Anweisung auf: „Addiere zum Quadrat von aa das Dreifache von bb."

Fortschritt
3 / 3
  1. Schritt 1
    Signalwörter finden

    Die Signalwörter sind „Addiere" (++), „Quadrat von" (...)2(...)^2 und „das Dreifache von" (3\cdot 3).

  2. Schritt 2
    Zahlen und Variablen identifizieren

    Wir haben die Variablen aa und bb.

  3. Schritt 3 · Ergebnis
    Term schrittweise zusammensetzen

    Wir haben zwei Teile, die addiert werden:

    Teil 1: „Quadrat von aa" a2\to a^2

    Teil 2: „das Dreifache von bb" 3b\to 3 \cdot b

    Diese beiden Teile werden nun addiert.

    a2+3ba^2 + 3 \cdot b

Ergebnis:

Der gesuchte Term lautet a2+3ba^2 + 3b.

Beispiel 4

Aufgabe

Stelle einen Term für die folgende Anweisung auf: „Ziehe 7 vom Produkt aus zz und 4 ab."

Fortschritt
3 / 3
  1. Schritt 1
    Signalwörter finden

    Die Signalwörter sind „Ziehe ab" (-) und „Produkt" (\cdot).

  2. Schritt 2
    Zahlen und Variablen identifizieren

    Wir haben die Variable zz und die Zahlen 77 und 44.

  3. Schritt 3 · Ergebnis
    Term schrittweise zusammensetzen

    Die Anweisung sagt uns, wovon wir etwas abziehen sollen: „vom Produkt aus zz und 4".

    Das Produkt ist: z4z \cdot 4

    Davon sollen wir 7 abziehen.

    z47z \cdot 4 - 7

Ergebnis:

Der gesuchte Term lautet 4z74z - 7.

Beispiel 5

Aufgabe

Stelle einen Term für die folgende Anweisung auf: „Vermindere das Fünffache von xx um 2 und quadriere dann das Ergebnis."

Fortschritt
3 / 3
  1. Schritt 1
    Signalwörter finden

    Die Signalwörter sind „das Fünffache" (5\cdot 5), „vermindere um" (-) und „quadriere dann" (...)2(...)^2.

  2. Schritt 2
    Zahlen und Variablen identifizieren

    Wir haben die Variable xx und die Zahlen 55 und 22.

  3. Schritt 3 · Ergebnis
    Term schrittweise zusammensetzen

    Zuerst führen wir den Teil vor „und dann" aus: „Vermindere das Fünffache von xx um 2".

    Das Fünffache von xx ist 5x5 \cdot x. Davon ziehen wir 2 ab.

    5x25x - 2

    Das Signalwort „dann" sagt uns, dass wir das gesamte bisherige Ergebnis quadrieren müssen. Dafür brauchen wir eine Klammer.

    (5x2)2(5x - 2)^2

Ergebnis:

Der gesuchte Term lautet (5x2)2(5x - 2)^2.

Aufgabentyp 2: Term aus einem Sachkontext aufstellen

Viele Situationen im echten Leben – besonders beim Terme im Sachkontext aufstellen rund um Kosten – lassen sich mit einem Term beschreiben. Meistens bestehen diese Kosten aus zwei Teilen:

  1. Einem festen Betrag (z. B. eine Grundgebühr, ein Eintrittspreis), der nur einmal gezahlt wird.
  2. Einem variablen Betrag, der von einer Menge abhängt (z. B. Kosten pro Stück, pro Kilometer, pro Stunde).

Der Gesamtpreis ist dann die Summe aus beiden Teilen. Für die veränderliche Menge (z. B. die Anzahl der Kilometer) führen wir eine Variable ein, meistens xx.

Der allgemeine Aufbau ist oft:

Gesamtpreis = fester Betrag + variabler Betrag

Gesamtpreis = Grundgebühr + (Preis pro Einheit \cdot Anzahl der Einheiten)

Schritt-für-Schritt-Anleitung

  1. Festen Betrag (Grundgebühr) finden: Lies den Text und finde den Betrag, der nur einmal und unabhängig von der Menge anfällt.
  2. Variablen Betrag analysieren: Finde den Betrag, der pro Stück, pro Kilometer, pro Stunde usw. berechnet wird. Identifiziere auch, wovon dieser Betrag abhängt (z. B. Anzahl der gefahrenen Kilometer).
  3. Variable definieren: Führe eine Variable (z. B. xx) für die veränderliche Menge ein. Schreibe auf, was die Variable bedeutet (z. B. „xx ist die Anzahl der Kilometer").
  4. Term aufstellen: Setze die Teile nach dem Muster Gesamtpreis=FesterBetrag+(PreisproEinheitx)Gesamtpreis = Fester Betrag + (Preis pro Einheit \cdot x) zusammen.

Durchgerechnete Beispiele

Beispiel 1

Aufgabe

Eine Taxifahrt kostet 4,50 € Grundgebühr. Jeder gefahrene Kilometer kostet zusätzlich 2 €. Stelle einen Term für die Gesamtkosten einer Fahrt auf, abhängig von der Anzahl der gefahrenen Kilometer.

Fortschritt
4 / 4
  1. Schritt 1
    Festen Betrag (Grundgebühr) finden

    Die Grundgebühr beträgt 4,50 €. Dieser Betrag wird immer gezahlt, egal wie weit man fährt.

  2. Schritt 2
    Variablen Betrag analysieren

    Der variable Betrag sind 2 € pro Kilometer.

  3. Schritt 3
    Variable definieren

    Die Kosten hängen von der Anzahl der Kilometer ab. Wir definieren:

    xx = Anzahl der gefahrenen Kilometer.

  4. Schritt 4 · Ergebnis
    Term aufstellen

    Wir setzen die Teile zusammen:

    Gesamtkosten = Grundgebühr + Kosten für die Kilometer

    Gesamtkosten = 4,50+2x4{,}50 + 2 \cdot x

Ergebnis:

Der Term für die Gesamtkosten lautet 4,50+2x4{,}50 + 2x.

Beispiel 2

Aufgabe

Ein Handyvertrag kostet monatlich 12 € und beinhaltet eine Datenflatrate. Pro angefangenem Gigabyte Datenvolumen im Ausland werden jedoch 5 € zusätzlich berechnet. Gib einen Term für die monatlichen Gesamtkosten an, wenn man im Ausland Daten nutzt.

Fortschritt
4 / 4
  1. Schritt 1
    Festen Betrag (Grundgebühr) finden

    Die monatliche Grundgebühr beträgt 12 €.

  2. Schritt 2
    Variablen Betrag analysieren

    Der variable Betrag sind 5 € pro Gigabyte im Ausland.

  3. Schritt 3
    Variable definieren

    Die Zusatzkosten hängen von der Menge der genutzten Daten ab. Wir definieren:

    xx = Anzahl der genutzten Gigabyte im Ausland.

  4. Schritt 4 · Ergebnis
    Term aufstellen

    Gesamtkosten = Grundgebühr + Kosten für Auslandsdaten

    Gesamtkosten = 12+5x12 + 5 \cdot x

Ergebnis:

Der Term für die Gesamtkosten lautet 12+5x12 + 5x.

Beispiel 3

Aufgabe

Für eine Party liefert ein Caterer Essen. Er verlangt eine einmalige Lieferpauschale von 50 €. Jede bestellte Mahlzeit kostet 15 €. Stelle einen Term für die Gesamtkosten der Bestellung auf.

Fortschritt
4 / 4
  1. Schritt 1
    Festen Betrag (Grundgebühr) finden

    Die Lieferpauschale beträgt 50 €.

  2. Schritt 2
    Variablen Betrag analysieren

    Der variable Betrag sind 15 € pro Mahlzeit.

  3. Schritt 3
    Variable definieren

    Die Kosten hängen von der Anzahl der Mahlzeiten ab. Wir definieren:

    xx = Anzahl der bestellten Mahlzeiten.

  4. Schritt 4 · Ergebnis
    Term aufstellen

    Gesamtkosten = Lieferpauschale + Kosten für die Mahlzeiten

    Gesamtkosten = 50+15x50 + 15 \cdot x

Ergebnis:

Der Term für die Gesamtkosten lautet 50+15x50 + 15x.

Beispiel 4

Aufgabe

Ein Online-Fotoservice verlangt eine Bearbeitungsgebühr von 1,50 € pro Bestellung. Jeder Fotoabzug im Format 10x15 cm kostet 0,25 €. Stelle einen Term für die Kosten einer Bestellung auf.

Fortschritt
4 / 4
  1. Schritt 1
    Festen Betrag (Grundgebühr) finden

    Die Bearbeitungsgebühr beträgt 1,50 €.

  2. Schritt 2
    Variablen Betrag analysieren

    Der variable Betrag sind 0,25 € pro Fotoabzug.

  3. Schritt 3
    Variable definieren

    Die Kosten hängen von der Anzahl der Fotoabzüge ab. Wir definieren:

    xx = Anzahl der Fotoabzüge.

  4. Schritt 4 · Ergebnis
    Term aufstellen

    Gesamtkosten = Bearbeitungsgebühr + Kosten für die Fotoabzüge

    Gesamtkosten = 1,50+0,25x1{,}50 + 0{,}25 \cdot x

Ergebnis:

Der Term für die Gesamtkosten lautet 1,50+0,25x1{,}50 + 0{,}25x.

Beispiel 5

Aufgabe

Um einen E-Scooter auszuleihen, zahlt man eine Freischaltgebühr von 1 €. Jede gefahrene Minute kostet dann 0,19 €. Stelle einen Term auf, der die Kosten für eine Fahrt in Abhängigkeit der Fahrzeit in Minuten beschreibt.

Fortschritt
4 / 4
  1. Schritt 1
    Festen Betrag (Grundgebühr) finden

    Die Freischaltgebühr beträgt 1 €.

  2. Schritt 2
    Variablen Betrag analysieren

    Der variable Betrag sind 0,19 € pro Minute.

  3. Schritt 3
    Variable definieren

    Die Kosten hängen von der Fahrzeit ab. Wir definieren:

    mm = Fahrzeit in Minuten.

  4. Schritt 4 · Ergebnis
    Term aufstellen

    Gesamtkosten = Freischaltgebühr + Kosten für die Fahrzeit

    Gesamtkosten = 1+0,19m1 + 0{,}19 \cdot m

Ergebnis:

Der Term für die Gesamtkosten lautet 1+0,19m1 + 0{,}19m.

Aufgabentyp 3: Term für eine Fläche aufstellen

Terme lassen sich auch verwenden, um geometrische Flächen zu beschreiben – ein weiterer klassischer Fall beim Terme im Sachkontext aufstellen. Der Trick besteht darin, eine bekannte Flächenformel (z. B. für ein Rechteck) zu nehmen und die Längen der Seiten durch die im Text gegebenen Informationen zu ersetzen.

Oft wird eine Seitenlänge durch eine Variable (z. B. bb für die Breite) dargestellt, und die andere Seitenlänge wird in Abhängigkeit von dieser Variablen beschrieben (z. B. „die Länge ist doppelt so groß wie die Breite").

Die Grundformel für ein Rechteck ist:

A=La¨ngeBreiteA = \text{Länge} \cdot \text{Breite}

Du musst nur die Ausdrücke für Länge und Breite aus dem Text herauslesen und einsetzen.

Schritt-für-Schritt-Anleitung

  1. Form der Fläche und Formel identifizieren: Bestimme, um welche geometrische Form es sich handelt (z. B. Rechteck, Quadrat) und notiere die passende Flächenformel.
  2. Ausdrücke für die Seitenlängen finden: Lies den Text genau durch und finde heraus, wie die Seitenlängen beschrieben werden. Oft ist eine Seite durch eine Variable gegeben und die andere Seite wird damit in Beziehung gesetzt.
  3. Ausdrücke in die Formel einsetzen: Ersetze die allgemeinen Bezeichnungen (wie „Länge", „Breite") in der Formel durch die im Text gefundenen Ausdrücke.
  4. Term vereinfachen: Fasse den entstandenen Term zusammen, wenn es möglich ist. Zum Beispiel wird aus bbb \cdot b der Ausdruck b2b^2.

Durchgerechnete Beispiele

Beispiel 1

Aufgabe

Ein rechteckiges Beet hat eine Breite von ww Metern. Die Länge des Beetes ist um 3 Meter größer als seine Breite. Gib einen Term für den Flächeninhalt des Beetes an.

Fortschritt
4 / 4
  1. Schritt 1
    Form der Fläche und Formel identifizieren

    Es handelt sich um ein Rechteck. Die Flächenformel lautet:

    A=La¨ngeBreiteA = \text{Länge} \cdot \text{Breite}

  2. Schritt 2
    Ausdrücke für die Seitenlängen finden

    Aus dem Text entnehmen wir:

    • Breite = ww
    • Länge = „um 3 Meter größer als seine Breite" w+3\to w+3
  3. Schritt 3
    Ausdrücke in die Formel einsetzen

    Wir ersetzen „Länge" und „Breite" in der Formel:

    A=(w+3)wA = (w+3) \cdot w

  4. Schritt 4 · Ergebnis
    Term vereinfachen

    Der Term ist bereits in einer einfachen Form. Man kann ihn auch ausmultiplizieren, aber (w+3)w(w+3) \cdot w ist eine gültige Antwort.

Ergebnis:

Der Term für den Flächeninhalt lautet w(w+3)w \cdot (w+3).

Beispiel 2

Aufgabe

Ein quadratisches Grundstück hat eine Seitenlänge von xx Metern. Gib einen Term für seinen Flächeninhalt an.

Fortschritt
4 / 4
  1. Schritt 1
    Form der Fläche und Formel identifizieren

    Es handelt sich um ein Quadrat. Bei einem Quadrat sind Länge und Breite gleich. Die Flächenformel lautet:

    A=SeiteSeiteA = \text{Seite} \cdot \text{Seite} oder A=Seite2A = \text{Seite}^2

  2. Schritt 2
    Ausdrücke für die Seitenlängen finden

    Aus dem Text entnehmen wir:

    • Seitenlänge = xx
  3. Schritt 3
    Ausdrücke in die Formel einsetzen

    Wir setzen die Seitenlänge in die Formel ein:

    A=xxA = x \cdot x

  4. Schritt 4 · Ergebnis
    Term vereinfachen

    Wir fassen den Term zusammen:

    A=x2A = x^2

Ergebnis:

Der Term für den Flächeninhalt lautet x2x^2.

Beispiel 3

Aufgabe

Ein Display hat die Breite bb. Seine Länge ist doppelt so groß wie seine Breite. Gib einen Term für die Fläche des Displays an.

Fortschritt
4 / 4
  1. Schritt 1
    Form der Fläche und Formel identifizieren

    Das Display ist rechteckig. Die Flächenformel lautet:

    A=La¨ngeBreiteA = \text{Länge} \cdot \text{Breite}

  2. Schritt 2
    Ausdrücke für die Seitenlängen finden

    Aus dem Text entnehmen wir:

    • Breite = bb
    • Länge = „doppelt so groß wie seine Breite" 2b\to 2 \cdot b
  3. Schritt 3
    Ausdrücke in die Formel einsetzen

    Wir setzen die Ausdrücke in die Formel ein:

    A=(2b)bA = (2 \cdot b) \cdot b

  4. Schritt 4 · Ergebnis
    Term vereinfachen

    Wir fassen den Term zusammen:

    A=2bbA = 2 \cdot b \cdot b

    A=2b2A = 2b^2

Ergebnis:

Der Term für die Fläche lautet 2b22b^2.

Beispiel 4

Aufgabe

Ein rechteckiger Teppich ist ll Meter lang. Seine Breite ist die Hälfte seiner Länge. Gib einen Term für die Fläche des Teppichs an.

Fortschritt
4 / 4
  1. Schritt 1
    Form der Fläche und Formel identifizieren

    Der Teppich ist rechteckig. Die Flächenformel lautet:

    A=La¨ngeBreiteA = \text{Länge} \cdot \text{Breite}

  2. Schritt 2
    Ausdrücke für die Seitenlängen finden

    Aus dem Text entnehmen wir:

    • Länge = ll
    • Breite = „die Hälfte seiner Länge" l2\to \frac{l}{2}
  3. Schritt 3
    Ausdrücke in die Formel einsetzen

    Wir setzen die Ausdrücke in die Formel ein:

    A=ll2A = l \cdot \frac{l}{2}

  4. Schritt 4 · Ergebnis
    Term vereinfachen

    Wir fassen den Term zusammen:

    A=l22A = \frac{l^2}{2}

Ergebnis:

Der Term für die Fläche lautet l22\frac{l^2}{2}.

Beispiel 5

Aufgabe

Ein rechteckiger Garten hat die Breite xx. Die Länge ist 5 Meter kürzer als das Dreifache der Breite. Gib einen Term für die Fläche des Gartens an.

Fortschritt
4 / 4
  1. Schritt 1
    Form der Fläche und Formel identifizieren

    Der Garten ist rechteckig. Die Flächenformel lautet:

    A=La¨ngeBreiteA = \text{Länge} \cdot \text{Breite}

  2. Schritt 2
    Ausdrücke für die Seitenlängen finden

    Aus dem Text entnehmen wir:

    • Breite = xx
    • Länge = „5 Meter kürzer als das Dreifache der Breite" 3x5\to 3 \cdot x - 5
  3. Schritt 3
    Ausdrücke in die Formel einsetzen

    Wir setzen die Ausdrücke in die Formel ein:

    A=(3x5)xA = (3x - 5) \cdot x

  4. Schritt 4 · Ergebnis
    Term vereinfachen

    Der Term x(3x5)x \cdot (3x - 5) ist eine korrekte und einfache Form.

Ergebnis:

Der Term für die Fläche lautet x(3x5)x \cdot (3x - 5).

Wichtige Erkenntnisse

  • Übersetze Signalwörter: Lerne, Wörter wie „Summe", „Produkt" oder „die Hälfte" direkt in mathematische Zeichen (+,,/2)(+, \cdot, /2) zu übersetzen.

  • Achte auf Klammern: Wenn eine Rechenoperation auf ein ganzes Ergebnis angewendet wird (z. B. „verdopple die Differenz"), musst du Klammern setzen.

  • Kosten-Schema: Viele Sachaufgaben zu Kosten folgen dem Muster: Gesamtkosten=Grundgebu¨hr+(PreisproEinheitAnzahl)Gesamtkosten = Grundgebühr + (Preis pro Einheit \cdot Anzahl).

  • Flächen-Schema: Nutze bekannte Flächenformeln (z. B. A=abA = a \cdot b) und ersetze die Seitenlängen durch die im Text gegebenen Ausdrücke.

Häufige Fragen

Was sind Terme im Sachkontext?
["

Ein Term im Sachkontext ist ein mathematischer Ausdruck, der eine reale Situation beschreibt. Zum Beispiel steht 4,50 + 2x für die Gesamtkosten einer Taxifahrt: 4,50 € Grundgebühr plus 2 € für jeden Kilometer x. Das Ziel ist es, Alltagssituationen – wie Kosten, Maße oder Mengen – in eine klare Formel zu übersetzen, mit der man schnell rechnen und Angebote vergleichen kann.

", "

Bestimmte Signalwörter im Text verraten dir die passende Rechenoperation: „Summe" oder „addiere" steht für +, „Differenz" oder „ziehe ab" für , „Produkt" oder „das Dreifache" für ·, und „die Hälfte" oder „dividiere" für eine Division. Markiere diese Wörter beim Lesen farbig, dann fällt das Übersetzen in Mathe leichter.

", "

Klammern brauchst du immer dann, wenn eine Rechenoperation auf ein ganzes Ergebnis angewendet werden soll. Das zeigt oft das Signalwort „dann" oder eine Formulierung wie „multipliziere die Summe aus …". Beispiel: „Verdopple die Differenz aus 10 und y" ergibt 2 · (10 − y) – ohne Klammer wäre nur y betroffen.

", "

Viele Kostenterme folgen dem Muster: Gesamtkosten = Grundgebühr + (Preis pro Einheit · Anzahl). Suche zuerst den festen Betrag (z. B. Grundgebühr), dann den variablen Betrag pro Einheit. Definiere danach eine Variable für die veränderliche Menge und setze alles in das Schema ein. Beispiel: Taxi mit 4,50 € Grundgebühr und 2 € pro km ergibt 4,50 + 2x.

", "

Für Flächenterme nutzt du bekannte Formeln wie A = Länge · Breite für ein Rechteck. Lies im Text, wie die Seiten beschrieben werden – oft ist eine Seite durch eine Variable gegeben und die andere davon abhängig (z. B. „doppelt so groß"). Setze die Ausdrücke in die Formel ein und vereinfache, z. B. wird aus b · 2b der Term 2b².

"]

Das könnte Dich auch interessieren

4.62 / 5.0 · 100.000+ Schüler verbessern bereits ihre Noten mit uns

Schneller zu besseren Mathe-Noten — starte heute kostenlos.

Kostenlos testen. Keine Kreditkarte. In wenigen Klicks bist du dabei.