Der photoelektrische Effekt einfach erklärt: Photonen & Formel
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Hast du dich jemals gefragt, wie Solarzellen auf dem Dach Sonnenlicht in elektrischen Strom verwandeln?

Die Antwort liegt in einem faszinierenden Phänomen: Der photoelektrische Effekt zeigt, dass Licht nicht nur eine sanfte Welle ist, sondern sich wie ein Hagel aus winzigen Energie-Geschossen, den Photonen, verhalten kann! Wenn diese Geschosse auf ein Metall treffen, können sie Elektronen wie beim Billard aus dem Material herausschießen. In diesem Artikel lernst du den photoelektrischen Effekt kennen und erfährst, wie man mit einer berühmten Gleichung von Albert Einstein genau berechnen kann, wie schnell diese Elektronen davonfliegen.
Vorwissen
- Energieerhaltung: Energie kann weder erschaffen noch vernichtet, sondern nur umgewandelt werden. Beispiel: Die chemische Energie in einer Batterie wird in Lichtenergie einer Taschenlampe umgewandelt.
- Kinetische Energie (): Die Energie der Bewegung. Formel: Beispiel: Ein fahrendes Auto hat kinetische Energie, weil es sich bewegt.
- Frequenz (): Gibt an, wie viele Schwingungen eine Welle pro Sekunde macht. Die Einheit ist Hertz (). Beispiel: Ein Radiosender sendet Wellen mit einer bestimmten Frequenz aus.
Aufgabentyp 1: Der photoelektrische Effekt und die Einstein-Gleichung
Wenn man bestimmtes Licht auf eine Metallplatte strahlt, fliegen plötzlich Elektronen aus dem Metall heraus. Dieses Phänomen nennt man den photoelektrischen Effekt. Lange Zeit war das ein Rätsel, denn man dachte, Licht sei nur eine kontinuierliche Welle.
Albert Einstein löste dieses Rätsel mit einer genialen Idee: Das Photonenmodell. Er schlug vor, dass Licht aus einem Strom von winzigen Teilchen besteht, den sogenannten Photonen. Jedes Photon trägt eine ganz bestimmte Menge an Energie. Diese Energie hängt nur von der Frequenz des Lichts ab: Je höher die Frequenz (also je „blauer“ das Licht), desto mehr Energie hat das einzelne Photon.
Die Energie eines Photons berechnet sich so:
Dabei ist das Plancksche Wirkungsquantum (eine feste Naturkonstante, ) und die Frequenz des Lichts.
Was passiert nun im Metall?
Stell dir vor, ein Photon trifft auf ein Elektron im Metall. Das Photon gibt seine gesamte Energie auf einen Schlag an das Elektron ab und verschwindet dabei. Das Elektron möchte nun aus dem Metall entkommen. Dafür muss es aber eine Art „Klebstoff“ überwinden, der es im Metall festhält. Diese benötigte Mindestenergie nennt man die Austrittsarbeit ().

Wenn das Photon genug Energie hatte, nutzt das Elektron einen Teil davon, um sich zu befreien (Austrittsarbeit). Der ganze Rest der Energie wird zur Bewegungsenergie des Elektrons, also zu seiner maximalen kinetischen Energie (). Solche herausgeschlagenen Elektronen nennt man auch emittierte Elektronen.
Das ist reine Energieerhaltung! Einstein hat das in seiner berühmten Einstein-Gleichung (auch Lichtelektrische Gleichung genannt) zusammengefasst:
In Worten: Die Energie des einfallenden Photons entspricht der Bewegungsenergie des Elektrons plus der Energie, die für das Verlassen des Metalls nötig war.
Schritt-für-Schritt-Anleitung
- Gegebene und gesuchte Werte identifizieren: Notiere dir die Frequenz (), die Austrittsarbeit () oder die kinetische Energie (). Notiere auch die Konstante .
- Die Gleichung aufstellen: Schreibe die Einstein-Gleichung auf: .
- Nach der gesuchten Größe umstellen: Wenn du die kinetische Energie suchst, ziehe die Austrittsarbeit auf beiden Seiten ab: .
- Werte einsetzen und ausrechnen: Setze die Zahlen mit ihren Einheiten ein. Achte darauf, dass alle Energien in der Einheit Joule () stehen. Berechne das Endergebnis.
Durchgerechnete Beispiele
Beispiel 0
Licht mit einer Frequenz von fällt auf eine Kalium-Metallplatte. Die Austrittsarbeit von Kalium beträgt . Berechne die maximale kinetische Energie der herausgeschlagenen Elektronen. Verwende für das Plancksche Wirkungsquantum .
- Schritt 1Gegebene und gesuchte Werte identifizieren
Gegeben: Frequenz (Hinweis: ist dasselbe wie ) Austrittsarbeit Planck-Konstante Gesucht: Kinetische Energie
- Schritt 2Die Gleichung aufstellen
Die Einstein-Gleichung lautet:
- Schritt 3Nach der gesuchten Größe umstellen
Wir suchen , also ziehen wir auf beiden Seiten ab:
- Schritt 4 · ErgebnisWerte einsetzen und ausrechnen
Zuerst berechnen wir die Energie des Photons (): Nun setzen wir alles in die umgestellte Gleichung ein:
Die maximale kinetische Energie der herausgeschlagenen Elektronen beträgt . (Realitätscheck: Die Einheit ist Joule (), was für Energie korrekt ist. Der Wert ist extrem klein, was für einzelne Elektronen physikalisch absolut sinnvoll ist.)
Wichtige Erkenntnisse
- Photoelektrischer Effekt: Licht kann Elektronen aus einer Metalloberfläche herausschlagen.
- Photonenmodell: Licht besteht aus Energieteilchen (Photonen). Die Energie eines Photons hängt von seiner Frequenz ab: .
- Einstein-Gleichung: Die Energie des Photons teilt sich auf. Ein Teil wird benötigt, um das Elektron zu befreien (Austrittsarbeit), der Rest wird zur Bewegungsenergie: .
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Häufige Fragen
Was ist der photoelektrische Effekt?
Der photoelektrische Effekt (oder Photoeffekt) beschreibt das Phänomen, dass Licht Elektronen aus einer Metalloberfläche herausschlagen kann. Dies geschieht, wenn das einfallende Licht eine ausreichend hohe Frequenz besitzt, um die Elektronen aus ihrer Bindung im Metall zu lösen. Lange Zeit war das ein Rätsel, bis Albert Einstein es mit dem Photonenmodell erklärte, wofür er den Nobelpreis erhielt.
Was sind Photonen?
Photonen sind die winzigen Energie-Teilchen, aus denen Licht besteht. Nach dem Photonenmodell von Albert Einstein ist Licht keine rein kontinuierliche Welle, sondern ein Strom aus diesen Geschossen. Die Energie eines einzelnen Photons hängt nur von seiner Frequenz ab: Je höher die Frequenz (also je blauer das Licht), desto mehr Energie trägt das Photon in sich.
Wie lautet die Einstein-Gleichung für den photoelektrischen Effekt?
Die Einstein-Gleichung (auch lichtelektrische Gleichung) lautet h · f = E_kin + W_A. Sie besagt, dass die Energie des einfallenden Photons (h · f) exakt der Summe aus der maximalen kinetischen Energie des herausgeschlagenen Elektrons (E_kin) und der benötigten Austrittsarbeit (W_A) entspricht. Das ist ein perfektes Beispiel für die Energieerhaltung in der Quantenphysik.
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