Verkleinerungsmaßstab einfach erklärt: Rechnen & Beispiele

Rechnen mit Verkleinerungsmaßstäben verständlich erklärt: Maßstab bestimmen, wirkliche Länge und Bildlänge berechnen – mit Schritt-für-Schritt-Anleitungen und vielen Beispielen.

📅 Aktualisiert 17. Juli 202624 Min. Lesezeit✍️ Rocket Tutor Redaktion
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Verkleinerungsmaßstab einfach erklärt: Rechnen & Beispiele

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Student thinking

Hast du dich jemals gefragt, wie Architekten riesige Wolkenkratzer auf ein Blatt Papier bekommen oder wie Google Maps die ganze Welt auf dein Handy zaubert? Das Geheimnis ist kein Zauber, sondern simple Mathematik: der Maßstab. Wenn du verstehst, wie man mit Verkleinerungsmaßstäben rechnet, knackst du den Code, mit dem die reale Welt in Pläne, Karten und Modelle übersetzt wird. Das ist nicht nur für die Schule wichtig – es ist ein echter Life-Hack, um Pläne zu lesen, Entfernungen abzuschätzen oder sogar zu verstehen, wie Special Effects in Filmen funktionieren.

Schnellantwort

Der Maßstab gibt das Verhältnis zwischen der Länge auf einer Abbildung (Bildlänge) und der Länge in der Wirklichkeit (wirkliche Länge) an. Er wird in der Form 1:n1:n geschrieben und bedeutet: Die Zeichnung ist nn-mal kleiner als die Wirklichkeit. Beim Rechnen mit Verkleinerungsmaßstäben musst du je nach Aufgabe multiplizieren, dividieren oder ein Verhältnis vereinfachen.

Vorwissen

Bevor wir starten, solltest du diese Grundlagen kennen:

  • Längeneinheiten umrechnen: Du musst wissen, wie man Meter (m) und Zentimeter (cm) ineinander umwandelt.

    • Formel: 1 m=100 cm1 \text{ m} = 100 \text{ cm}
    • Beispiel: Eine Tür, die 22 m hoch ist, ist 2100=2002 \cdot 100 = 200 cm hoch.
  • Verhältnis: Ein Verhältnis vergleicht zwei Zahlen miteinander. Es wird oft mit einem Doppelpunkt geschrieben.

    • Beispiel: Wenn in einer Schale 3 Äpfel und 4 Birnen liegen, ist das Verhältnis von Äpfeln zu Birnen 3:43:4.

Aufgabentyp 1: Den Maßstab bestimmen

Der Maßstab gibt das Verhältnis zwischen der Bildlänge und der wirklichen Länge an. Er wird meistens in der Form 1:n1:n geschrieben.

Maßstab = Bildlänge : Wirkliche Länge

Die wichtigste Regel beim Bestimmen des Maßstabs ist: Beide Längen müssen in der exakt gleichen Einheit sein! Meistens rechnet man alles in Zentimeter (cm) um, bevor man das Verhältnis aufstellt und vereinfacht.

Schritt-für-Schritt-Anleitung

  1. Einheiten angleichen: Rechne die Bildlänge und die wirkliche Länge in die gleiche Einheit um, am besten in Zentimeter (cm).
  2. Verhältnis aufstellen: Schreibe das Verhältnis auf: Bildlänge : Wirkliche Länge. Lass die Einheiten weg, da sie jetzt gleich sind.
  3. Auf 1 normieren: Teile beide Seiten des Verhältnisses durch die Zahl der Bildlänge. Das Ergebnis ist der Maßstab in der Form 1:n1:n.

Durchgerechnete Beispiele

Beispiel 1

Aufgabe

Auf dem Plan eines Spielplatzes ist eine Rutsche 12 cm lang. In der Realität misst die Rutsche 6 m. Bestimme den Maßstab des Plans.

Fortschritt
3 / 3
  1. Schritt 1
    Einheiten angleichen

    Die Bildlänge ist bereits in cm. Wir rechnen die wirkliche Länge in cm um.

    6 m=6100 cm=600 cm6 \text{ m} = 6 \cdot 100 \text{ cm} = 600 \text{ cm}

  2. Schritt 2
    Verhältnis aufstellen

    Wir stellen das Verhältnis Bildlänge : Wirkliche Länge auf.

    12:60012 : 600

  3. Schritt 3 · Ergebnis
    Auf 1 normieren

    Wir teilen beide Seiten durch die Bildlänge, also durch 12.

    Linke Seite: 12:12=112 : 12 = 1

    Rechte Seite: 600:12=50600 : 12 = 50

Ergebnis:

Der Maßstab ist 1:501:50.

Beispiel 2

Aufgabe

Ein Modellauto ist 9 cm lang. Das echte Auto hat eine Länge von 4,5 m. Welchen Maßstab hat das Modell?

Fortschritt
3 / 3
  1. Schritt 1
    Einheiten angleichen

    Wir rechnen die wirkliche Länge in cm um.

    4,5 m=4,5100 cm=450 cm4{,}5 \text{ m} = 4{,}5 \cdot 100 \text{ cm} = 450 \text{ cm}

  2. Schritt 2
    Verhältnis aufstellen

    9:4509 : 450

  3. Schritt 3 · Ergebnis
    Auf 1 normieren

    Wir teilen beide Seiten durch 9.

    Linke Seite: 9:9=19 : 9 = 1

    Rechte Seite: 450:9=50450 : 9 = 50

Ergebnis:

Der Maßstab ist 1:501:50.

Beispiel 3

Aufgabe

Auf einer Wanderkarte beträgt die Entfernung zwischen zwei Hütten 20 cm. In Wirklichkeit sind die Hütten 10 km voneinander entfernt. Bestimme den Maßstab der Karte.

Fortschritt
3 / 3
  1. Schritt 1
    Einheiten angleichen

    Wir rechnen die wirkliche Länge in cm um. Zuerst von km in m, dann von m in cm.

    10 km=101000 m=10.000 m10 \text{ km} = 10 \cdot 1000 \text{ m} = 10.000 \text{ m}

    10.000 m=10.000100 cm=1.000.000 cm10.000 \text{ m} = 10.000 \cdot 100 \text{ cm} = 1.000.000 \text{ cm}

  2. Schritt 2
    Verhältnis aufstellen

    20:1.000.00020 : 1.000.000

  3. Schritt 3 · Ergebnis
    Auf 1 normieren

    Wir teilen beide Seiten durch 20.

    Linke Seite: 20:20=120 : 20 = 1

    Rechte Seite: 1.000.000:20=50.0001.000.000 : 20 = 50.000

Ergebnis:

Der Maßstab ist 1:50.0001:50.000.

Beispiel 4

Aufgabe

In einem Bauplan ist die Höhe eines Hauses mit 60 cm eingezeichnet. Das echte Haus ist 30 m hoch. Welcher Maßstab wurde verwendet?

Fortschritt
3 / 3
  1. Schritt 1
    Einheiten angleichen

    Wir rechnen die wirkliche Höhe in cm um.

    30 m=30100 cm=3000 cm30 \text{ m} = 30 \cdot 100 \text{ cm} = 3000 \text{ cm}

  2. Schritt 2
    Verhältnis aufstellen

    60:300060 : 3000

  3. Schritt 3 · Ergebnis
    Auf 1 normieren

    Wir teilen beide Seiten durch 60.

    Linke Seite: 60:60=160 : 60 = 1

    Rechte Seite: 3000:60=503000 : 60 = 50

Ergebnis:

Der Maßstab ist 1:501:50.

Beispiel 5

Aufgabe

Eine Schraube ist in Wirklichkeit 5 cm lang. In einer technischen Zeichnung wird sie mit einer Länge von 2,5 cm dargestellt. Bestimme den Maßstab.

Fortschritt
3 / 3
  1. Schritt 1
    Einheiten angleichen

    Beide Längen sind bereits in cm angegeben. Dieser Schritt ist also schon erledigt.

    Bildlänge: 2,5 cm Wirkliche Länge: 5 cm

  2. Schritt 2
    Verhältnis aufstellen

    2,5:52{,}5 : 5

  3. Schritt 3 · Ergebnis
    Auf 1 normieren

    Wir teilen beide Seiten durch 2,5.

    Linke Seite: 2,5:2,5=12{,}5 : 2{,}5 = 1

    Rechte Seite: 5:2,5=25 : 2{,}5 = 2

Ergebnis:

Der Maßstab ist 1:21:2.

Aufgabentyp 2: Wirkliche Länge berechnen

Wenn du die Länge auf einer Abbildung und den Maßstab (1:n1:n) kennst, kannst du die wirkliche Länge ganz einfach ausrechnen.

Der Maßstab 1:n1:n bedeutet, dass die Wirklichkeit nn-mal so groß ist wie die Abbildung. Du musst also die Bildlänge mit der Maßstabszahl nn multiplizieren.

Formel: Wirkliche Länge = Bildlänge \cdot nn

Schritt-für-Schritt-Anleitung

  1. Werte ablesen: Finde die Bildlänge und die Maßstabszahl nn aus der Angabe heraus.
  2. Multiplizieren: Rechne: Bildlänge \cdot nn. Das Ergebnis hat zunächst die gleiche Einheit wie die Bildlänge.
  3. Einheit umrechnen (falls nötig): Falls die Aufgabe eine andere Einheit für das Ergebnis verlangt (z. B. Meter statt Zentimeter), rechne das Ergebnis aus Schritt 2 um.

Durchgerechnete Beispiele

Beispiel 1

Aufgabe

Ein Zimmer wird im Maßstab 1:50 gezeichnet. Eine Wand ist auf dem Plan 8 cm lang. Berechne die tatsächliche Länge der Wand in Metern.

Fortschritt
3 / 3
  1. Schritt 1
    Werte ablesen

    Bildlänge = 8 cm Maßstabszahl n=50n = 50

  2. Schritt 2
    Multiplizieren

    Wir berechnen die wirkliche Länge in cm.

    Wirkliche La¨nge=8 cm50=400 cm\text{Wirkliche Länge} = 8 \text{ cm} \cdot 50 = 400 \text{ cm}

  3. Schritt 3 · Ergebnis
    Einheit umrechnen

    Die Aufgabe verlangt die Länge in Metern. Wir wissen, dass 100 cm = 1 m ist, also teilen wir durch 100.

    400 cm:100=4 m400 \text{ cm} : 100 = 4 \text{ m}

Ergebnis:

Die wirkliche Länge der Wand beträgt 4 m.

Beispiel 2

Aufgabe

Ein Modellschiff wurde im Maßstab 1:200 gebaut. Das Modell ist 50 cm lang. Wie lang ist das echte Schiff in Metern?

Fortschritt
3 / 3
  1. Schritt 1
    Werte ablesen

    Bildlänge = 50 cm Maßstabszahl n=200n = 200

  2. Schritt 2
    Multiplizieren

    Wirkliche La¨nge=50 cm200=10.000 cm\text{Wirkliche Länge} = 50 \text{ cm} \cdot 200 = 10.000 \text{ cm}

  3. Schritt 3 · Ergebnis
    Einheit umrechnen

    Wir rechnen das Ergebnis in Meter um.

    10.000 cm:100=100 m10.000 \text{ cm} : 100 = 100 \text{ m}

Ergebnis:

Das echte Schiff ist 100 m lang.

Beispiel 3

Aufgabe

Auf einer Landkarte mit dem Maßstab 1:50.000 ist ein Wanderweg 15 cm lang. Wie viele Kilometer ist der Weg in der Wirklichkeit?

Fortschritt
3 / 3
  1. Schritt 1
    Werte ablesen

    Bildlänge = 15 cm Maßstabszahl n=50.000n = 50.000

  2. Schritt 2
    Multiplizieren

    Wirkliche La¨nge=15 cm50.000=750.000 cm\text{Wirkliche Länge} = 15 \text{ cm} \cdot 50.000 = 750.000 \text{ cm}

  3. Schritt 3 · Ergebnis
    Einheit umrechnen

    Wir rechnen zuerst in Meter um (durch 100 teilen), dann in Kilometer (durch 1000 teilen).

    750.000 cm:100=7.500 m750.000 \text{ cm} : 100 = 7.500 \text{ m}

    7.500 m:1000=7,5 km7.500 \text{ m} : 1000 = 7{,}5 \text{ km}

Ergebnis:

Der Weg ist in Wirklichkeit 7,5 km lang.

Beispiel 4

Aufgabe

Der Bauplan eines Tisches hat den Maßstab 1:10. Im Plan ist die Tischplatte 12 cm breit. Wie breit ist der echte Tisch in Zentimetern und Metern?

Fortschritt
3 / 3
  1. Schritt 1
    Werte ablesen

    Bildlänge = 12 cm Maßstabszahl n=10n = 10

  2. Schritt 2
    Multiplizieren

    Wirkliche Breite=12 cm10=120 cm\text{Wirkliche Breite} = 12 \text{ cm} \cdot 10 = 120 \text{ cm}

  3. Schritt 3 · Ergebnis
    Einheit umrechnen

    Die Aufgabe fragt nach cm und m. Die Angabe in cm haben wir schon. Jetzt rechnen wir in m um.

    120 cm:100=1,2 m120 \text{ cm} : 100 = 1{,}2 \text{ m}

Ergebnis:

Der echte Tisch ist 120 cm bzw. 1,2 m breit.

Beispiel 5

Aufgabe

In einem Grundriss im Maßstab 1:100 ist die Diagonale eines Raumes 11 cm lang. Wie lang ist die Diagonale in der Wirklichkeit (in Metern)?

Fortschritt
3 / 3
  1. Schritt 1
    Werte ablesen

    Bildlänge = 11 cm Maßstabszahl n=100n = 100

  2. Schritt 2
    Multiplizieren

    Wirkliche La¨nge=11 cm100=1100 cm\text{Wirkliche Länge} = 11 \text{ cm} \cdot 100 = 1100 \text{ cm}

  3. Schritt 3 · Ergebnis
    Einheit umrechnen

    Wir rechnen das Ergebnis in Meter um.

    1100 cm:100=11 m1100 \text{ cm} : 100 = 11 \text{ m}

Ergebnis:

Die Diagonale ist in Wirklichkeit 11 m lang.

Aufgabentyp 3: Länge in der Zeichnung berechnen (Bildlänge)

Wenn du die wirkliche Länge eines Objekts und den Maßstab (1:n1:n) kennst, kannst du berechnen, wie groß es auf einer Abbildung sein muss.

Der Maßstab 1:n1:n bedeutet, dass die Abbildung nn-mal so klein ist wie die Wirklichkeit. Du musst also die wirkliche Länge durch die Maßstabszahl nn teilen.

Formel: Bildlänge = Wirkliche Länge :: nn

Profi-Tipp: Rechne die wirkliche Länge am besten zuerst in die Einheit um, in der die Bildlänge am Ende herauskommen soll (meistens cm). Das macht die Rechnung einfacher.

Schritt-für-Schritt-Anleitung

  1. Einheiten angleichen: Rechne die wirkliche Länge in die gewünschte Zieleinheit der Bildlänge um (z. B. Meter in Zentimeter).
  2. Werte ablesen: Finde die umgerechnete wirkliche Länge und die Maßstabszahl nn.
  3. Dividieren: Rechne: Wirkliche Länge :: nn. Das Ergebnis ist die gesuchte Bildlänge.

Durchgerechnete Beispiele

Beispiel 1

Aufgabe

Ein Zimmerplan wird im Maßstab 1:50 gezeichnet. Die Tür zu diesem Zimmer ist in Wirklichkeit 1 m breit. Wie breit muss die Tür auf dem Plan in Zentimetern (Bildbreite) gezeichnet werden?

Fortschritt
3 / 3
  1. Schritt 1
    Einheiten angleichen

    Wir rechnen die wirkliche Breite in cm um.

    1 m=100 cm1 \text{ m} = 100 \text{ cm}

  2. Schritt 2
    Werte ablesen

    Umgerechnete wirkliche Breite = 100 cm Maßstabszahl n=50n = 50

  3. Schritt 3 · Ergebnis
    Dividieren

    Bildbreite=100 cm:50=2 cm\text{Bildbreite} = 100 \text{ cm} : 50 = 2 \text{ cm}

Ergebnis:

Die Tür muss auf dem Plan 2 cm breit gezeichnet werden.

Beispiel 2

Aufgabe

Ein Auto ist 4 m lang. Es soll als Modell im Maßstab 1:20 nachgebaut werden. Wie lang wird das Modell in cm?

Fortschritt
3 / 3
  1. Schritt 1
    Einheiten angleichen

    Wir rechnen die wirkliche Länge in cm um.

    4 m=4100 cm=400 cm4 \text{ m} = 4 \cdot 100 \text{ cm} = 400 \text{ cm}

  2. Schritt 2
    Werte ablesen

    Wirkliche Länge = 400 cm Maßstabszahl n=20n = 20

  3. Schritt 3 · Ergebnis
    Dividieren

    Bildla¨nge=400 cm:20=20 cm\text{Bildlänge} = 400 \text{ cm} : 20 = 20 \text{ cm}

Ergebnis:

Das Modell wird 20 cm lang.

Beispiel 3

Aufgabe

Eine Brücke ist in Wirklichkeit 250 m lang. Wie lang ist sie auf einem Bauplan im Maßstab 1:1000 in Zentimetern?

Fortschritt
3 / 3
  1. Schritt 1
    Einheiten angleichen

    Wir rechnen die wirkliche Länge in cm um.

    250 m=250100 cm=25.000 cm250 \text{ m} = 250 \cdot 100 \text{ cm} = 25.000 \text{ cm}

  2. Schritt 2
    Werte ablesen

    Wirkliche Länge = 25.000 cm Maßstabszahl n=1000n = 1000

  3. Schritt 3 · Ergebnis
    Dividieren

    Bildla¨nge=25.000 cm:1000=25 cm\text{Bildlänge} = 25.000 \text{ cm} : 1000 = 25 \text{ cm}

Ergebnis:

Auf dem Plan ist die Brücke 25 cm lang.

Beispiel 4

Aufgabe

Ein Fußballfeld ist 105 m lang. Wie lang muss es auf einer Skizze im Maßstab 1:300 gezeichnet werden (in cm)?

Fortschritt
3 / 3
  1. Schritt 1
    Einheiten angleichen

    Wir rechnen die wirkliche Länge in cm um.

    105 m=105100 cm=10.500 cm105 \text{ m} = 105 \cdot 100 \text{ cm} = 10.500 \text{ cm}

  2. Schritt 2
    Werte ablesen

    Wirkliche Länge = 10.500 cm Maßstabszahl n=300n = 300

  3. Schritt 3 · Ergebnis
    Dividieren

    Bildla¨nge=10.500 cm:300=35 cm\text{Bildlänge} = 10.500 \text{ cm} : 300 = 35 \text{ cm}

Ergebnis:

Auf der Skizze ist das Fußballfeld 35 cm lang.

Beispiel 5

Aufgabe

Ein Mensch ist 1,80 m groß. Wie groß wäre eine Actionfigur dieser Person im Maßstab 1:12 in Zentimetern?

Fortschritt
3 / 3
  1. Schritt 1
    Einheiten angleichen

    Wir rechnen die wirkliche Größe in cm um.

    1,80 m=1,80100 cm=180 cm1{,}80 \text{ m} = 1{,}80 \cdot 100 \text{ cm} = 180 \text{ cm}

  2. Schritt 2
    Werte ablesen

    Wirkliche Größe = 180 cm Maßstabszahl n=12n = 12

  3. Schritt 3 · Ergebnis
    Dividieren

    Bildgro¨ße=180 cm:12=15 cm\text{Bildgröße} = 180 \text{ cm} : 12 = 15 \text{ cm}

Ergebnis:

Die Actionfigur wäre 15 cm groß.

Aufgabentyp 4: Gegenstände im Maßstab erkennen

Manchmal hast du ein Bild mit mehreren Gegenständen und einem Maßstab, aber keine Längenangaben. Deine Aufgabe ist es, durch logisches Überlegen und Rechnen herauszufinden, welcher Gegenstand im angegebenen Maßstab gezeichnet wurde.

Hier musst du dein Wissen über die Welt nutzen: Wie groß sind die Dinge im echten Leben ungefähr? Mit diesen Schätzungen kannst du dann überprüfen, welche davon zum Maßstab und zur Zeichnung passt.

Schritt-für-Schritt-Anleitung

  1. Maßstab verstehen: Kläre, was der Maßstab bedeutet. Zum Beispiel bedeutet 1:31:3, dass die Zeichnung dreimal kleiner ist als die Wirklichkeit.
  2. Echte Größen schätzen: Überlege für jeden abgebildeten Gegenstand, wie groß er in der Wirklichkeit ungefähr ist. Schreibe deine Schätzungen auf.
  3. Hypothetische Bildlängen berechnen: Rechne für jeden Gegenstand aus, wie groß seine Zeichnung sein müsste, wenn er im gegebenen Maßstab gezeichnet wäre. Benutze die Formel: Bildlänge = Geschätzte echte Größe :: nn.
  4. Vergleichen und begründen: Vergleiche deine berechneten Bildlängen mit der Abbildung. Welches Ergebnis passt am besten zu den Größenverhältnissen auf dem Bild? Begründe deine Entscheidung.

Durchgerechnete Beispiele

Beispiel 1

Aufgabe

Auf dem Bild siehst du einen Bleistift und einen Schlüssel. Einer der Gegenstände ist im Maßstab 1:3 gezeichnet. Begründe durch eine Rechnung, um welchen Gegenstand es sich handelt.

Bleistift und Schlüssel nebeneinander im Vergleich
Bleistift und Schlüssel nebeneinander im Vergleich
Fortschritt
4 / 4
  1. Schritt 1
    Maßstab verstehen

    Der Maßstab 1:3 bedeutet, dass die Zeichnung 3-mal kleiner ist als der echte Gegenstand.

  2. Schritt 2
    Echte Größen schätzen
    • Ein echter, neuer Bleistift ist ungefähr 18 cm lang.
    • Ein echter Hausschlüssel ist ungefähr 6 cm lang.
  3. Schritt 3
    Hypothetische Bildlängen berechnen
    • Fall 1: Der Bleistift ist im Maßstab gezeichnet. Bildla¨nge Bleistift=18 cm:3=6 cm\text{Bildlänge Bleistift} = 18 \text{ cm} : 3 = 6 \text{ cm}

    • Fall 2: Der Schlüssel ist im Maßstab gezeichnet. Bildla¨nge Schlu¨ssel=6 cm:3=2 cm\text{Bildlänge Schlüssel} = 6 \text{ cm} : 3 = 2 \text{ cm}

  4. Schritt 4 · Ergebnis
    Vergleichen und begründen

    Wir haben zwei mögliche Ergebnisse: Eine Bildlänge von 6 cm für den Bleistift oder 2 cm für den Schlüssel. Auf dem Bild ist der Bleistift deutlich länger als der Schlüssel. Das Verhältnis von 6 cm zu einer kleineren Länge für den Schlüssel passt sehr gut zur Zeichnung. Wäre der Schlüssel mit 2 cm im Maßstab gezeichnet, müsste der Bleistift daneben viel größer sein als er dargestellt ist.

Ergebnis:

Der Bleistift ist im Maßstab 1:3 gezeichnet.

Beispiel 2

Aufgabe

Abgebildet sind eine Gabel und ein Esslöffel. Einer der Gegenstände ist im Maßstab 1:2 gezeichnet. Welcher ist es? Begründe.

Gabel und Esslöffel nebeneinander im Größenvergleich
Gabel und Esslöffel nebeneinander im Größenvergleich
Fortschritt
4 / 4
  1. Schritt 1
    Maßstab verstehen

    Der Maßstab 1:2 bedeutet, die Zeichnung ist halb so groß wie die Wirklichkeit.

  2. Schritt 2
    Echte Größen schätzen
    • Eine echte Gabel ist ca. 20 cm lang.
    • Ein echter Esslöffel ist ca. 15 cm lang.
  3. Schritt 3
    Hypothetische Bildlängen berechnen
    • Fall 1: Die Gabel ist im Maßstab gezeichnet. Bildla¨nge Gabel=20 cm:2=10 cm\text{Bildlänge Gabel} = 20 \text{ cm} : 2 = 10 \text{ cm}

    • Fall 2: Der Löffel ist im Maßstab gezeichnet. Bildla¨nge Lo¨ffel=15 cm:2=7,5 cm\text{Bildlänge Löffel} = 15 \text{ cm} : 2 = 7{,}5 \text{ cm}

  4. Schritt 4 · Ergebnis
    Vergleichen und begründen

    Die berechneten Längen sind 10 cm für die Gabel und 7,5 cm für den Löffel. Im Bild ist die Gabel länger als der Löffel. Dieses Größenverhältnis passt perfekt zu unseren Berechnungen.

Ergebnis:

Die Gabel ist im Maßstab 1:2 gezeichnet.

Beispiel 3

Aufgabe

Du siehst ein Smartphone und ein Tablet. Eines der Geräte ist im Maßstab 1:5 gezeichnet. Finde durch Rechnung heraus, welches.

Smartphone und Tablet im Maßstabsvergleich
Smartphone und Tablet im Maßstabsvergleich
Fortschritt
4 / 4
  1. Schritt 1
    Maßstab verstehen

    Der Maßstab 1:5 bedeutet, die Zeichnung ist 5-mal kleiner als die Wirklichkeit.

  2. Schritt 2
    Echte Größen schätzen
    • Ein echtes Smartphone ist ca. 15 cm hoch.
    • Ein echtes Tablet ist ca. 25 cm hoch.
  3. Schritt 3
    Hypothetische Bildlängen berechnen
    • Fall 1: Das Smartphone ist im Maßstab gezeichnet. Bildho¨he Smartphone=15 cm:5=3 cm\text{Bildhöhe Smartphone} = 15 \text{ cm} : 5 = 3 \text{ cm}

    • Fall 2: Das Tablet ist im Maßstab gezeichnet. Bildho¨he Tablet=25 cm:5=5 cm\text{Bildhöhe Tablet} = 25 \text{ cm} : 5 = 5 \text{ cm}

  4. Schritt 4 · Ergebnis
    Vergleichen und begründen

    Unsere Rechnung ergibt eine Bildhöhe von 3 cm für das Smartphone und 5 cm für das Tablet. Auf dem Bild ist das Tablet deutlich größer als das Smartphone. Das Verhältnis von 5 cm zu 3 cm passt sehr gut zur Abbildung.

Ergebnis:

Das Tablet ist im Maßstab 1:5 gezeichnet.

Beispiel 4

Aufgabe

Eine Banane und eine Erdbeere sind abgebildet. Eines davon ist im Maßstab 1:4 gezeichnet. Welches? Begründe deine Antwort.

Banane und Erdbeere im Maßstabsvergleich
Banane und Erdbeere im Maßstabsvergleich
Fortschritt
4 / 4
  1. Schritt 1
    Maßstab verstehen

    Der Maßstab 1:4 bedeutet, die Zeichnung ist 4-mal kleiner als die Wirklichkeit.

  2. Schritt 2
    Echte Größen schätzen
    • Eine echte Banane ist ca. 20 cm lang.
    • Eine echte Erdbeere ist ca. 4 cm groß.
  3. Schritt 3
    Hypothetische Bildlängen berechnen
    • Fall 1: Die Banane ist im Maßstab gezeichnet. Bildla¨nge Banane=20 cm:4=5 cm\text{Bildlänge Banane} = 20 \text{ cm} : 4 = 5 \text{ cm}

    • Fall 2: Die Erdbeere ist im Maßstab gezeichnet. Bildgro¨ße Erdbeere=4 cm:4=1 cm\text{Bildgröße Erdbeere} = 4 \text{ cm} : 4 = 1 \text{ cm}

  4. Schritt 4 · Ergebnis
    Vergleichen und begründen

    Die berechneten Größen sind 5 cm für die Banane und 1 cm für die Erdbeere. Im Bild ist die Banane viel größer als die Erdbeere. Das Verhältnis von 5 cm zu 1 cm passt perfekt zur Zeichnung. Da die Aufgabe fragt, welcher Gegenstand im Maßstab gezeichnet ist, und beide Berechnungen plausible und passende Größen für die Zeichnung ergeben, ist die wahrscheinlichste Annahme, dass die ganze Szene im Maßstab 1:4 ist. Wir wählen die Banane als Antwort, da sie der prominentere Gegenstand ist.

Ergebnis:

Die Banane ist im Maßstab 1:4 gezeichnet.

Beispiel 5

Aufgabe

Du siehst ein Auto und ein Fahrrad. Eines der Fahrzeuge ist im Maßstab 1:100 gezeichnet. Welches ist es? Begründe.

Auto und Fahrrad im Maßstab 1:100 gezeichnet
Auto und Fahrrad im Maßstab 1:100 gezeichnet
Fortschritt
4 / 4
  1. Schritt 1
    Maßstab verstehen

    Der Maßstab 1:100 bedeutet, die Zeichnung ist 100-mal kleiner als die Wirklichkeit.

  2. Schritt 2
    Echte Größen schätzen
    • Ein echtes Auto ist ca. 4,5 m lang.
    • Ein echtes Fahrrad ist ca. 1,8 m lang.
  3. Schritt 3
    Hypothetische Bildlängen berechnen

    Wir rechnen die echten Längen zuerst in cm um.

    • Auto: 4,5 m=450 cm4{,}5 \text{ m} = 450 \text{ cm}

    • Fahrrad: 1,8 m=180 cm1{,}8 \text{ m} = 180 \text{ cm}

    • Fall 1: Das Auto ist im Maßstab gezeichnet. Bildla¨nge Auto=450 cm:100=4,5 cm\text{Bildlänge Auto} = 450 \text{ cm} : 100 = 4{,}5 \text{ cm}

    • Fall 2: Das Fahrrad ist im Maßstab gezeichnet. Bildla¨nge Fahrrad=180 cm:100=1,8 cm\text{Bildlänge Fahrrad} = 180 \text{ cm} : 100 = 1{,}8 \text{ cm}

  4. Schritt 4 · Ergebnis
    Vergleichen und begründen

    Die berechneten Längen sind 4,5 cm für das Auto und 1,8 cm für das Fahrrad. Auf dem Bild ist das Auto deutlich länger als das Fahrrad. Das Verhältnis der berechneten Längen passt perfekt zur Abbildung.

Ergebnis:

Das Auto ist im Maßstab 1:100 gezeichnet.

Wichtige Erkenntnisse

  • Der Maßstab ist das Verhältnis von Bildlänge zu wirklicher Länge.
  • Goldene Regel: Vor dem Rechnen immer beide Längen in die gleiche Einheit bringen (meistens cm)!
  • Wirkliche Länge gesucht? Rechne: Bildlänge \cdot Maßstabszahl.
  • Bildlänge gesucht? Rechne: Wirkliche Länge :: Maßstabszahl.
  • Maßstab gesucht? Bilde das Verhältnis Bildlänge :: Wirkliche Länge und kürze es auf die Form 1:n1:n.

Häufige Fragen

Was ist ein Verkleinerungsmaßstab?

Ein Verkleinerungsmaßstab gibt das Verhältnis zwischen der Länge auf einer Abbildung (Bildlänge) und der Länge in der Wirklichkeit (wirkliche Länge) an. Er wird in der Form 1:n geschrieben. Das bedeutet: Die Zeichnung ist n-mal kleiner als das echte Objekt. Ein Maßstab von 1:50 heißt zum Beispiel, dass 1 cm auf dem Plan 50 cm in der Wirklichkeit entspricht. Maßstäbe findest du auf Bauplänen, Landkarten und Modellen.

Wie berechnest du die wirkliche Länge aus dem Maßstab?

Wenn du die Bildlänge und die Maßstabszahl n kennst, multiplizierst du einfach: Wirkliche Länge = Bildlänge · n. Ist die Wand auf dem Plan im Maßstab 1:50 genau 8 cm lang, dann beträgt die echte Wand 8 · 50 = 400 cm = 4 m. Falls die Aufgabe eine andere Einheit verlangt, rechnest du das Ergebnis danach noch um.

Wie bestimmst du den Maßstab aus Bild- und Wirklichkeitslänge?

Bringe zunächst beide Längen in die gleiche Einheit (meistens cm). Dann stelle das Verhältnis Bildlänge : Wirkliche Länge auf und teile beide Seiten durch die Bildlänge, bis links eine 1 steht. Das Ergebnis ist der Maßstab in der Form 1:n. Beispiel: Bildlänge 12 cm, wirkliche Länge 600 cm → 12 : 600 → geteilt durch 12 → 1:50.

Wie berechnest du die Bildlänge, wenn du die wirkliche Länge kennst?

Rechne die wirkliche Länge zuerst in die gewünschte Zieleinheit um (meistens cm). Dann teile durch die Maßstabszahl n: Bildlänge = Wirkliche Länge : n. Soll ein 4 m langes Auto im Maßstab 1:20 gezeichnet werden, rechnest du: 400 cm : 20 = 20 cm. So groß wird das Modell in der Zeichnung.

Warum müssen beide Längen beim Maßstab in der gleichen Einheit stehen?

Beim Aufstellen eines Maßstabs vergleichst du zwei Längen miteinander. Damit dieses Verhältnis sinnvoll und korrekt ist, müssen beide Werte in derselben Einheit vorliegen – sonst vergleichst du Äpfel mit Birnen. Ein Verhältnis 12 cm : 6 m ist nicht direkt auswertbar; erst nach der Umrechnung in 12 cm : 600 cm ergibt sich der korrekte Maßstab 1:50. Die goldene Regel lautet: immer zuerst auf Zentimeter umrechnen.

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