Rechnen mit rationalen Zahlen einfach erklärt
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Rechnen mit rationalen Zahlen begegnet dir überall im Alltag: Stell dir vor, du willst mit Freunden eine Pizza teilen, aber einer will nur , ein anderer isst (also die Hälfte) und am Ende müsst ihr die Rechnung von fair aufteilen. Plötzlich bist du mittendrin im Rechnen mit rationalen Zahlen! Dieses Thema ist kein trockenes Mathe-Zeug, sondern ein echtes Alltags-Werkzeug – der „Cheat Code", um Rabatte im Laden sofort zu checken, Rezepte easy anzupassen oder sicherzustellen, dass du bei der Abrechnung nicht über den Tisch gezogen wirst. Wenn du das hier draufhast, macht dir bei Zahlen so schnell keiner mehr was vor!
Vorwissen
Bevor wir starten, frischen wir kurz ein paar Grundlagen auf:
-
Rationale Zahlen: Das sind alle Zahlen, die du als Bruch schreiben kannst. Dazu gehören ganze Zahlen, Dezimalzahlen und natürlich Brüche.
- Beispiel: (als ), (als ) und sind alles rationale Zahlen.
-
Betrag einer Zahl: Der Abstand einer Zahl von der Null, immer positiv.
- Schreibweise: und .
- Beispiel: Der Betrag von ist .
-
Brüche in Dezimalzahlen umwandeln: Du teilst den Zähler durch den Nenner.
- Beispiel: .
-
Dezimalzahlen in Brüche umwandeln: Schreibe die Dezimalzahl ohne Komma in den Zähler und in den Nenner eine 1 mit so vielen Nullen, wie die Dezimalzahl Nachkommastellen hat. Dann kürzen!
- Beispiel: .
Aufgabentyp 1: Grundrechenarten mit rationalen Zahlen
Beim Rechnen mit rationalen Zahlen sind die Vorzeichen (+ und –) das Wichtigste. Hier sind die goldenen Regeln:
Multiplikation () und Division (:)
Die Regeln sind hier ganz einfach:
- Plus Plus Plus
- Minus Minus Plus (Gleiche Zeichen ergeben Plus)
- Plus Minus Minus (Ungleiche Zeichen ergeben Minus)
Addition (+) und Subtraktion (-)
- Gleiche Vorzeichen: Addiere die Beträge und behalte das gemeinsame Vorzeichen.
- Beispiel:
- Ungleiche Vorzeichen: Ziehe den kleineren Betrag vom größeren ab. Das Ergebnis bekommt das Vorzeichen der Zahl mit dem größeren Betrag.
- Beispiel: Beträge sind und . Differenz ist . Da und die negativ war, ist das Ergebnis .
Potenzen
Bei Potenzen mit negativer Basis entscheidet der Exponent über das Vorzeichen:
- Gerader Exponent: Das Ergebnis ist immer positiv.
- Beispiel:
- Ungerader Exponent: Das Ergebnis ist immer negativ.
- Beispiel:
Schritt-für-Schritt-Anleitung
- Vorzeichen des Ergebnisses bestimmen: Schau dir die Vorzeichen der Zahlen und die Rechenart an. Wende die Vorzeichenregeln an, um zu entscheiden, ob das Ergebnis positiv oder negativ sein wird.
- Mit den Beträgen rechnen: Ignoriere die Vorzeichen für einen Moment und führe die Berechnung mit den reinen Zahlen (den Beträgen) durch.
- Ergebnis zusammensetzen: Setze das in Schritt 1 bestimmte Vorzeichen und den in Schritt 2 berechneten Wert zum Endergebnis zusammen.
Sonderfall: Gemischte Schreibweisen (Bruch und Dezimalzahl)
Wenn du eine Aufgabe wie hast, wandle zuerst eine der Zahlen um, sodass beide entweder Dezimalzahlen oder beide Brüche sind. Meist ist es einfacher, einfache Brüche in Dezimalzahlen umzuwandeln.
Durchgerechnete Beispiele
Beispiel 1
Berechne:
- Schritt 1Vorzeichen des Ergebnisses bestimmen
Wir addieren eine positive und eine negative Zahl. Der Betrag von (also 8) ist größer als der Betrag von (also 0,5). Das Ergebnis übernimmt das Vorzeichen der Zahl mit dem größeren Betrag, also wird es negativ sein.
- Schritt 2Mit den Beträgen rechnen
Wir ziehen den kleineren Betrag vom größeren ab.
- Schritt 3 · ErgebnisErgebnis zusammensetzen
Das Vorzeichen ist negativ, der Wert ist 7,5.
Beispiel 2
Berechne:
- Schritt 1Vorzeichen des Ergebnisses bestimmen
Wir multiplizieren eine negative Zahl mit einer positiven Zahl. Die Regel lautet: „Minus mal Plus ergibt Minus". Das Ergebnis wird also negativ sein.
- Schritt 2Mit den Beträgen rechnen
Wir multiplizieren die Beträge.
- Schritt 3 · ErgebnisErgebnis zusammensetzen
Das Vorzeichen ist negativ, der Wert ist 8.
Beispiel 3
Berechne:
- Schritt 1Vorzeichen des Ergebnisses bestimmen
Wir addieren zwei negative Zahlen. Die Summe von zwei negativen Zahlen ist immer negativ.
- Schritt 2Mit den Beträgen rechnen
Wir addieren die Beträge.
- Schritt 3 · ErgebnisErgebnis zusammensetzen
Das Vorzeichen ist negativ, der Wert ist 5.
Beispiel 4
Berechne:
- Schritt 1Vorzeichen des Ergebnisses bestimmen
Die Basis ist negativ () und der Exponent ist ungerade (). Daher muss das Ergebnis negativ sein.
- Schritt 2Mit den Beträgen rechnen
Wir berechnen die Potenz des Betrags.
- Schritt 3 · ErgebnisErgebnis zusammensetzen
Das Vorzeichen ist negativ, der Wert ist 32.
Beispiel 5
Berechne:
- Schritt 1Vorzeichen des Ergebnisses bestimmen
Wir addieren eine negative und eine positive Zahl. Der Betrag von (also 2,5) ist größer als der Betrag von (also 0,5). Das Ergebnis wird also negativ sein.
- Schritt 2Mit den Beträgen rechnen
Wir ziehen den kleineren Betrag vom größeren ab.
- Schritt 3 · ErgebnisErgebnis zusammensetzen
Das Vorzeichen ist negativ, der Wert ist 2.
Aufgabentyp 2: Fehlende Zahlen finden: Kehrwert und Gegenzahl
Manchmal musst du die fehlende Zahl in einer Rechnung finden. Dafür gibt es zwei superwichtige Begriffe:
-
Die Gegenzahl Die Gegenzahl ist die Zahl, die auf der Zahlengeraden genau gegenüber von der Null liegt. Einfach das Vorzeichen umdrehen!
- Beispiel: Die Gegenzahl von ist . Die Gegenzahl von ist .
- Wann brauchst du sie?
- Wenn eine Summe ergeben soll: .
- Wenn ein Quotient ergeben soll: .
-
Der Kehrwert Den Kehrwert eines Bruchs bildest du, indem du Zähler und Nenner vertauschst. Das Vorzeichen bleibt gleich.
- Beispiel: Der Kehrwert von ist . Der Kehrwert von (also ) ist .
- Wann brauchst du ihn?
- Wenn ein Produkt ergeben soll: .
Identität bei der Division
Wenn das Ergebnis einer Division ist, müssen Dividend (die erste Zahl) und Divisor (die zweite Zahl) identisch sein.
- Beispiel: . Wenn du also durch eine Zahl teilst und herauskommt, muss diese Zahl auch sein.
Schritt-für-Schritt-Anleitung
- Aufgabe in eine Gleichung übersetzen: Lies die Frage genau und schreibe sie als mathematische Gleichung auf. Benutze ein für die gesuchte Zahl. Zum Beispiel: „Welcher Faktor ergibt mit das Produkt ?"
- Das Ergebnis analysieren: Schau dir die rechte Seite der Gleichung an. Ist das Ergebnis einer Multiplikation ? → Kehrwert. Ist das Ergebnis einer Division ? → Die gesuchte Zahl ist identisch mit der gegebenen Zahl. Ist das Ergebnis einer Division ? → Die gesuchte Zahl ist die Gegenzahl der gegebenen Zahl.
- Die gesuchte Zahl bestimmen: Wende die Regel aus Schritt 2 an. Wandle falls nötig gemischte Brüche in unechte Brüche um, um den Kehrwert zu bilden.
Durchgerechnete Beispiele
Beispiel 1
Welcher Faktor ergibt zusammen mit das Produkt ?
- Schritt 1Aufgabe in eine Gleichung übersetzen
Wir suchen eine Zahl , für die gilt:
- Schritt 2Das Ergebnis analysieren
Das Produkt soll sein. Das bedeutet, wir suchen den Kehrwert von .
- Schritt 3 · ErgebnisDie gesuchte Zahl bestimmen
Zuerst wandeln wir den gemischten Bruch in einen unechten Bruch um:
Jetzt bilden wir den Kehrwert, indem wir Zähler und Nenner vertauschen. Das Vorzeichen bleibt negativ.
Kehrwert von ist .
Die gesuchte Zahl ist .
Beispiel 2
Durch welche Zahl muss man teilen, damit das Ergebnis ist?
- Schritt 1Aufgabe in eine Gleichung übersetzen
Wir suchen eine Zahl , für die gilt:
- Schritt 2Das Ergebnis analysieren
Das Ergebnis der Division ist . Das bedeutet, der Divisor () muss die Gegenzahl des Dividenden () sein.
- Schritt 3 · ErgebnisDie gesuchte Zahl bestimmen
Wir bilden die Gegenzahl von , indem wir das Vorzeichen umdrehen.
Gegenzahl von ist .
Die gesuchte Zahl ist .
Beispiel 3
Welcher Divisor führt bei der Division von zum Ergebnis ?
- Schritt 1Aufgabe in eine Gleichung übersetzen
Wir suchen eine Zahl , für die gilt:
- Schritt 2Das Ergebnis analysieren
Das Ergebnis der Division ist . Das bedeutet, der Divisor () muss identisch mit dem Dividenden () sein.
- Schritt 3 · ErgebnisDie gesuchte Zahl bestimmen
Die gesuchte Zahl ist also .
Die gesuchte Zahl ist .
Beispiel 4
Welcher Dividend ergibt, geteilt durch , den Wert ?
- Schritt 1Aufgabe in eine Gleichung übersetzen
Wir suchen eine Zahl , für die gilt:
- Schritt 2Das Ergebnis analysieren
Das Ergebnis der Division ist . Das bedeutet, der Dividend () muss identisch mit dem Divisor () sein.
- Schritt 3 · ErgebnisDie gesuchte Zahl bestimmen
Die gesuchte Zahl ist also .
Die gesuchte Zahl ist .
Beispiel 5
Mit welcher Zahl muss man multiplizieren, um zu erhalten?
- Schritt 1Aufgabe in eine Gleichung übersetzen
Wir suchen eine Zahl , für die gilt:
- Schritt 2Das Ergebnis analysieren
Das Ergebnis ist . Das ist eine Kombination: Das Produkt soll den Betrag 1 haben, aber ein negatives Vorzeichen. Das bedeutet, wir suchen den Kehrwert von und geben ihm das entgegengesetzte Vorzeichen (machen ihn also zur Gegenzahl des Kehrwerts).
- Schritt 3 · ErgebnisDie gesuchte Zahl bestimmen
Der Kehrwert von (also ) ist .
Da das Ergebnis negativ sein soll (), muss negativ sein.
Die gesuchte Zahl ist also .
Die gesuchte Zahl ist .
Aufgabentyp 3: Rechentricks: Wann Bruch, wann Dezimalzahl?
Bei gemischten Aufgaben (Bruch und Dezimalzahl) ist die Wahl des richtigen Rechenwegs entscheidend. Hier sind ein paar Faustregeln, die dir helfen:
Wann solltest du in Dezimalzahlen umwandeln?
- Bei Addition und Subtraktion, wenn der Bruch eine einfache, endliche Dezimalzahl ergibt. Das sind Brüche mit Nennern wie 2, 4, 5, 8, 10, 20, 25, 50, 100.
- Beispiel: Bei ist es clever, in umzuwandeln. Das ist Kopfrechnen!
Wann solltest du in Brüche umwandeln?
- Immer, wenn eine periodische Dezimalzahl vorkommt. Rechnen mit ist ungenau, aber mit ist es exakt.
- Beispiel: Bei musst du in umwandeln.
- Bei Multiplikation und Division. Hier ist das Umwandeln in Brüche fast immer ein Vorteil, weil du oft vor dem Ausrechnen kürzen kannst. Das spart riesige Zahlen und viel Arbeit.
- Beispiel: Bei wandelt man in um. Dann sieht man sofort: . Die 5en heben sich auf!
Schritt-für-Schritt-Anleitung
- Zahlen und Rechenart analysieren: Welche Zahlen sind gegeben? (Endliche Dezimalzahl, periodische Dezimalzahl, einfacher Bruch, komplizierter Bruch?) Welche Rechenart wird verlangt? (+, -, ·, :)
- Strategie wählen: Ist eine periodische Zahl dabei? → Unbedingt alles in Brüche umwandeln. Ist es eine Multiplikation oder Division? → Wandle alles in Brüche um, um kürzen zu können. Bei Addition/Subtraktion: Lässt sich der Bruch leicht in eine endliche Dezimalzahl umwandeln? → Ja: Dezimalzahl. Nein: Dezimalzahl in einen Bruch umwandeln.
- Umwandeln und berechnen: Führe die Umwandlung gemäß deiner Strategie durch und löse die Aufgabe.
- Ergebnis prüfen und vereinfachen: Kürze den Ergebnisbruch so weit wie möglich oder runde die Dezimalzahl, falls verlangt.
Durchgerechnete Beispiele
Beispiel 1
Finde den vorteilhaftesten Rechenweg für .
- Schritt 1Zahlen und Rechenart analysieren
Wir haben eine Addition (+) einer Dezimalzahl () und eines einfachen Bruchs ().
- Schritt 2Strategie wählen
Es ist eine Addition. Wir prüfen, ob der Bruch eine einfache Dezimalzahl ist. Der Nenner ist 5, das geht super! Wir wandeln den Bruch in eine Dezimalzahl um.
- Schritt 3 · ErgebnisUmwandeln und berechnen
Die Aufgabe lautet jetzt:
Das Ergebnis ist .
Beispiel 2
Finde den vorteilhaftesten Rechenweg für .
- Schritt 1Zahlen und Rechenart analysieren
Wir haben eine Addition (+) einer Dezimalzahl () und eines Bruchs ().
- Schritt 2Strategie wählen
Es ist eine Addition. Wir prüfen den Bruch. Der Nenner ist 9. Das ergibt eine periodische Dezimalzahl (). Rechnen mit periodischen Zahlen ist unpraktisch. Also wandeln wir die Dezimalzahl in einen Bruch um.
- Schritt 3 · ErgebnisUmwandeln und berechnen
Die Aufgabe lautet jetzt:
Wir brauchen einen gemeinsamen Nenner. Der kleinste gemeinsame Nenner von 10 und 9 ist 90.
Das Ergebnis ist .
Beispiel 3
Finde den vorteilhaftesten Rechenweg für .
- Schritt 1Zahlen und Rechenart analysieren
Wir haben eine Multiplikation () einer Dezimalzahl () und eines Bruchs ().
- Schritt 2Strategie wählen
Es ist eine Multiplikation. Hier ist es fast immer besser, alles in Brüche umzuwandeln, um kürzen zu können.
- Schritt 3 · ErgebnisUmwandeln und berechnen
Die Aufgabe lautet jetzt:
Jetzt können wir kürzen! Die 4 im Zähler und Nenner heben sich auf. Die 5 im Zähler und die 15 im Nenner können wir durch 5 kürzen (übrig bleiben 1 und 3).
Das Ergebnis ist .
Beispiel 4
Finde den vorteilhaftesten Rechenweg für .
- Schritt 1Zahlen und Rechenart analysieren
Wir haben eine Division (:) durch eine periodische Dezimalzahl ().
- Schritt 2Strategie wählen
Eine periodische Zahl ist dabei. Wir müssen alles in Brüche umwandeln.
- Schritt 3 · ErgebnisUmwandeln und berechnen
Die Regel für periodische Zahlen mit einer Ziffer in der Periode lautet: Ziffer in den Zähler, 9 in den Nenner.
Also ist .
Die Aufgabe lautet jetzt:
Wir teilen durch einen Bruch, indem wir mit dem Kehrwert multiplizieren. Der Kehrwert von ist .
Das Ergebnis ist .
Beispiel 5
Finde den vorteilhaftesten Rechenweg für .
- Schritt 1Zahlen und Rechenart analysieren
Wir haben eine gemischte Rechnung mit Punkt-vor-Strich. Zuerst die Multiplikation , dann die Subtraktion.
- Schritt 2Strategie wählen
Für die Multiplikation ist die Bruchschreibweise ideal.
Jetzt lautet die Aufgabe: .
Nun haben wir eine Subtraktion. Der Bruch lässt sich sehr leicht in eine Dezimalzahl umwandeln. Das ist der beste Weg.
- Schritt 3 · ErgebnisUmwandeln und berechnen
Die Aufgabe lautet jetzt:
Das Ergebnis ist .
Aufgabentyp 4: Alles zusammen: Gemischte Aufgaben lösen
In den meisten Aufgaben musst du alle bisher gelernten Regeln kombinieren. Du bekommst eine bunte Mischung aus Brüchen, Dezimalzahlen, positiven und negativen Werten. Der Schlüssel zum Erfolg ist, systematisch vorzugehen und immer zuerst die beste Rechenstrategie zu wählen.
Erinnere dich an die Kernpunkte:
- Vorzeichenregeln: Bestimme immer zuerst das Vorzeichen des Ergebnisses.
- Punkt- vor Strichrechnung: Multiplikation und Division haben immer Vorrang vor Addition und Subtraktion.
- Strategische Umwandlung: Entscheide klug, ob du mit Brüchen oder Dezimalzahlen rechnen willst. (Siehe Aufgabentyp 3)
Wenn du diese drei Punkte bei jeder Aufgabe beachtest, kannst du auch die kompliziertesten Terme Schritt für Schritt zerlegen und sicher lösen.
Schritt-für-Schritt-Anleitung
- Term analysieren und Rechenreihenfolge festlegen: Schau dir den gesamten Term an. Gibt es Klammern? Gilt Punkt- vor Strichrechnung? Lege fest, was du zuerst berechnen musst.
- Strategie für die erste Teilrechnung wählen: Konzentriere dich auf die erste Berechnung. Entscheide, ob du die Zahlen als Brüche oder Dezimalzahlen darstellen willst.
- Umwandeln und erste Teilrechnung durchführen: Wandle die Zahlen entsprechend deiner Strategie um und berechne das erste Teilergebnis. Achte auf die Vorzeichenregeln!
- Term mit Teilergebnis neu aufschreiben: Ersetze die erste Teilrechnung im ursprünglichen Term durch dein Ergebnis. Jetzt hast du einen einfacheren Term.
- Wiederholen, bis das Endergebnis feststeht: Wiederhole die Schritte 2 bis 4 für die nächste Teilrechnung, bis du den gesamten Term gelöst hast. Vereinfache das Endergebnis (z. B. Bruch kürzen).
Durchgerechnete Beispiele
Beispiel 1
Berechne den Wert des Terms:
- Schritt 1Term analysieren
Es ist eine einfache Multiplikation.
- Schritt 2Strategie wählen
Bei Multiplikation ist es vorteilhaft, alles in Brüche umzuwandeln, um kürzen zu können.
- Schritt 3Umwandeln und berechnen
Die Rechnung lautet: . Das Ergebnis wird negativ sein.
- Schritt 4 & 5 · ErgebnisErgebnis vereinfachen
Wir kürzen den Bruch und wandeln ihn in eine Dezimalzahl um.
Das Ergebnis ist .
Beispiel 2
Berechne den Wert des Terms:
- Schritt 1Term analysieren
Es ist eine Subtraktion von zwei gemischten Brüchen.
- Schritt 2Strategie wählen
Beide Brüche ( und ) lassen sich leicht in Dezimalzahlen umwandeln. Das Rechnen mit Dezimalzahlen ist hier einfacher.
- Schritt 3Umwandeln und berechnen
Die Rechnung lautet: .
- Schritt 4 & 5 · ErgebnisErgebnis steht
Das Ergebnis ist .
Das Ergebnis ist .
Beispiel 3
Berechne den Wert des Terms:
- Schritt 1Term analysieren
Es ist eine Division.
- Schritt 2Strategie wählen
Bei Division ist es meist besser, alles in Brüche umzuwandeln.
- Schritt 3Umwandeln und berechnen
Die Rechnung lautet: . Das Ergebnis wird negativ sein.
Wir multiplizieren mit dem Kehrwert:
- Schritt 4 & 5 · ErgebnisErgebnis vereinfachen
Das Ergebnis ist .
Beispiel 4
Berechne den Wert des Terms:
- Schritt 1Term analysieren
Es ist eine Addition.
- Schritt 2Strategie wählen
Der Bruch lässt sich sehr leicht in eine Dezimalzahl umwandeln. Wir rechnen mit Dezimalzahlen.
- Schritt 3Umwandeln und berechnen
Die Rechnung lautet: . Das ist dasselbe wie .
- Schritt 4 & 5 · ErgebnisErgebnis steht
Das Ergebnis ist .
Das Ergebnis ist .
Beispiel 5
Berechne den Wert des Terms:
- Schritt 1Term analysieren
Es ist eine Multiplikation von zwei Dezimalzahlen.
- Schritt 2Strategie wählen
Da beide Zahlen bereits Dezimalzahlen sind, bleiben wir dabei. Es gibt keinen Grund, hier in Brüche umzuwandeln.
- Schritt 3Berechnen
Zuerst das Vorzeichen: Minus mal Minus ergibt Plus. Das Ergebnis ist positiv.
Jetzt die Beträge: . Das ist dasselbe wie und das Komma dann eine Stelle nach links verschieben.
Komma eine Stelle nach links: oder .
- Schritt 4 & 5 · ErgebnisErgebnis steht
Das Ergebnis ist .
Das Ergebnis ist .
Wichtige Erkenntnisse
- Vorzeichenregeln bei · und :: Gleiche Zeichen Plus. Ungleiche Zeichen Minus.
- Vorzeichenregeln bei + und -: Bei ungleichen Vorzeichen gewinnt das Vorzeichen der Zahl mit dem größeren Betrag.
- Potenzen: Negative Basis mit geradem Exponenten positiv. Negative Basis mit ungeradem Exponenten negativ.
- Strategie: Bei Multiplikation/Division und periodischen Zahlen fast immer in Brüche umwandeln. Bei Addition/Subtraktion mit einfachen Brüchen in Dezimalzahlen umwandeln.
- Kehrwert: Zähler und Nenner tauschen (für Produkt = 1).
- Gegenzahl: Vorzeichen umdrehen (für Summe = 0 oder Quotient = -1).
Häufige Fragen
Was sind rationale Zahlen und wie rechnet man mit ihnen?
Rationale Zahlen sind alle Zahlen, die sich als Bruch schreiben lassen – also ganze Zahlen, Dezimalzahlen und Brüche. Beim Rechnen mit ihnen gelten dieselben Grundrechenarten wie gewohnt, aber du musst besonders auf die Vorzeichen achten. Die Kernregel: Gleiche Vorzeichen bei Multiplikation oder Division ergeben Plus, ungleiche ergeben Minus. Bei Addition und Subtraktion entscheidet der größere Betrag über das Vorzeichen des Ergebnisses.
Wie bestimmst du das Vorzeichen beim Rechnen mit rationalen Zahlen?
Schau dir zuerst die Vorzeichen der beteiligten Zahlen und die Rechenart an. Bei Multiplikation und Division gilt: Gleiche Zeichen → Plus, ungleiche Zeichen → Minus. Bei Addition und Subtraktion mit ungleichen Vorzeichen ziehst du den kleineren Betrag vom größeren ab und übernimmst das Vorzeichen der Zahl mit dem größeren Betrag. Bei Potenzen mit negativer Basis entscheidet der Exponent: gerader Exponent → positiv, ungerader Exponent → negativ.
Was ist der Unterschied zwischen Kehrwert und Gegenzahl?
Der Kehrwert entsteht, indem du Zähler und Nenner eines Bruchs vertauschst – das Vorzeichen bleibt gleich. Du brauchst ihn, wenn ein Produkt den Wert 1 ergeben soll. Die Gegenzahl erhältst du, indem du das Vorzeichen einer Zahl umdrehst. Sie wird gebraucht, wenn eine Summe 0 oder ein Quotient −1 ergeben soll. Kurz: Kehrwert dreht Zähler und Nenner, Gegenzahl dreht das Vorzeichen.
Wann solltest du bei rationalen Zahlen in Brüche umwandeln?
Bei Multiplikation und Division lohnt es sich fast immer, alles in Brüche umzuwandeln, weil du dann kürzen kannst und riesige Zahlen vermeidest. Auch wenn eine periodische Dezimalzahl vorkommt (z. B. 0,3̄), musst du in Brüche umwandeln, da periodische Zahlen im Dezimalformat ungenau sind. Bei Addition und Subtraktion mit einfachen Brüchen (Nenner 2, 4, 5, 10 …) ist die Umwandlung in Dezimalzahlen oft bequemer.
Wie gehst du bei gemischten Aufgaben mit Brüchen und Dezimalzahlen vor?
Gehe systematisch vor: Bestimme zuerst die Rechenreihenfolge (Punkt vor Strich, Klammern zuerst). Wähle dann für jede Teilrechnung die beste Strategie – Brüche bei Multiplikation, Division und periodischen Zahlen; Dezimalzahlen bei einfacher Addition oder Subtraktion. Führe die Teilrechnung durch, schreibe den Term neu und wiederhole, bis das Endergebnis feststeht. Kürze den Ergebnisbruch am Ende so weit wie möglich.