Rechengesetze anwenden einfach erklärt: Tipps & Beispiele

Rechengesetze anwenden leicht gemacht: Lerne Kommutativ-, Assoziativ- und Distributivgesetz mit klaren Schritt-für-Schritt-Anleitungen und vielen Beispielen.

📅 Aktualisiert 16. Juli 202615 Min. Lesezeit✍️ Rocket Tutor Redaktion
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Rechengesetze anwenden einfach erklärt: Tipps & Beispiele

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Student thinking

Rechengesetze anwenden ist eine der wichtigsten Fähigkeiten in der Mathe, denn sie erlauben dir, komplizierte Terme blitzschnell zu vereinfachen – oft sogar im Kopf. Stell dir vor, du bist in einem Mathe-Wettbewerb und musst eine lange Rechenaufgabe lösen. Alle anderen tippen panisch auf ihren Taschenrechnern herum, aber du siehst die Aufgabe und kennst einen Trick. Du ordnest die Zahlen blitzschnell im Kopf neu an, rechnest ein paar einfache Schritte und hast die Lösung, während die anderen noch bei der Hälfte sind. Genau das ermöglichen dir die Rechengesetze! Sie sind keine langweiligen Regeln, sondern echte Mathe-Hacks. Mit ihnen kannst du komplizierte Aufgaben in einfache Päckchen zerlegen und sie oft sogar im Kopf lösen. Das spart nicht nur Zeit, sondern fühlt sich auch ziemlich clever an. Lass uns diese Abkürzungen lernen!

Vorwissen

Bevor wir die Abkürzungen lernen, sollten wir sicherstellen, dass die Grundlagen sitzen:

  • Ganze Zahlen: Das sind alle positiven und negativen Zahlen ohne Komma, einschließlich der Null.

    • Beispiel: 5,1,0,7,100-5, -1, 0, 7, 100 sind ganze Zahlen.
  • Multiplikation mit negativen Zahlen: Die Vorzeichenregeln sind wichtig.

    • Beispiel: (4)5=20(-4) \cdot 5 = -20 (Minus mal Plus ergibt Minus) und (4)(5)=20(-4) \cdot (-5) = 20 (Minus mal Minus ergibt Plus).
  • Grundrechenarten: Du solltest sicher addieren, subtrahieren, multiplizieren und dividieren können.

    • Beispiel: 15+(20)=515 + (-20) = -5 oder 30:(6)=530 : (-6) = -5.

Aufgabentyp 1: Rechnen durch Vertauschen und Verbinden vereinfachen

Manchmal stehen die Zahlen in einer Aufgabe total unpraktisch da. Zwei Gesetze erlauben uns, bei reinen Mal- oder Plus-Aufgaben für Ordnung zu sorgen und Rechenvorteile zu schaffen.

1. Das Vertauschungsgesetz (Kommutativgesetz)

Dieses Gesetz sagt: Bei der Multiplikation (und Addition) darfst du die Reihenfolge der Zahlen beliebig vertauschen. Das Ergebnis bleibt gleich.

Formel: ab=baa \cdot b = b \cdot a

Beispiel: Ob du 454 \cdot 5 oder 545 \cdot 4 rechnest, das Ergebnis ist immer 2020.

2. Das Verbindungsgesetz (Assoziativgesetz)

Dieses Gesetz sagt: Bei einer Kette von Multiplikationen (oder Additionen) darfst du selbst entscheiden, welche Zahlen du zuerst zusammenfasst (also welche du zuerst berechnest). Du kannst eigene Klammern setzen.

Formel: (ab)c=a(bc)(a \cdot b) \cdot c = a \cdot (b \cdot c)

Beispiel: Bei 2582 \cdot 5 \cdot 8 kannst du (25)8=108=80(2 \cdot 5) \cdot 8 = 10 \cdot 8 = 80 rechnen. Oder du rechnest 2(58)=240=802 \cdot (5 \cdot 8) = 2 \cdot 40 = 80. Das Ergebnis ist identisch.

Der Trick: Wir nutzen beide Gesetze zusammen, um Zahlen, die gut zusammenpassen (wie 2525 und 44, oder 5050 und 22), nebeneinander zu schieben und dann zuerst auszurechnen.

Schritt-für-Schritt-Anleitung

  1. Rechenvorteil erkennen: Sieh dir alle Zahlen im Term an. Suche nach Paaren, die zusammen eine „runde" Zahl ergeben (z.B. 10, 100, 1000) oder die sich besonders leicht multiplizieren lassen.
  2. Zahlen umsortieren (Vertauschungsgesetz): Nutze das Vertauschungsgesetz, um die Zahlenpaare, die du in Schritt 1 gefunden hast, direkt nebeneinander zu schreiben.
  3. Klammern setzen (Verbindungsgesetz): Setze gedanklich oder auf dem Papier Klammern um die Paare, die du zuerst berechnen möchtest. Das Verbindungsgesetz gibt dir die Erlaubnis dazu.
  4. Schrittweise ausrechnen: Berechne zuerst die Werte in den Klammern und multipliziere dann die Ergebnisse, bis du die finale Lösung hast.

Durchgerechnete Beispiele

Beispiel 1

Aufgabe

Nutze die Rechengesetze, um den Term geschickt im Kopf zu berechnen: 50(7)(2)50 \cdot (-7) \cdot (-2)

Fortschritt
4 / 4
  1. Schritt 1
    Rechenvorteil erkennen

    Wir sehen die Zahlen 5050, 7-7 und 2-2. Die Zahlen 5050 und 2-2 passen super zusammen, weil 502=10050 \cdot 2 = 100 ist.

  2. Schritt 2
    Zahlen umsortieren (Vertauschungsgesetz)

    Wir vertauschen die 7-7 und die 2-2, um die 5050 und die 2-2 nebeneinander zu bekommen.

    50(7)(2)=50(2)(7)50 \cdot (-7) \cdot (-2) = 50 \cdot (-2) \cdot (-7)

  3. Schritt 3
    Klammern setzen (Verbindungsgesetz)

    Wir setzen eine Klammer um den ersten Teil, den wir berechnen wollen.

    (50(2))(7)(50 \cdot (-2)) \cdot (-7)

  4. Schritt 4 · Ergebnis
    Schrittweise ausrechnen

    Zuerst die Klammer:

    50(2)=10050 \cdot (-2) = -100

    Dann das Ergebnis mit der letzten Zahl multiplizieren:

    (100)(7)=700(-100) \cdot (-7) = 700

Ergebnis:

Das Endergebnis ist 700700.

Beispiel 2

Aufgabe

Nutze die Rechengesetze, um den Term geschickt im Kopf zu berechnen: 413254 \cdot 13 \cdot 25

Fortschritt
4 / 4
  1. Schritt 1
    Rechenvorteil erkennen

    Wir sehen die Zahlen 44, 1313 und 2525. Die Zahlen 44 und 2525 sind ein klassisches Paar, denn 425=1004 \cdot 25 = 100.

  2. Schritt 2
    Zahlen umsortieren (Vertauschungsgesetz)

    Wir vertauschen die 1313 und die 2525.

    41325=425134 \cdot 13 \cdot 25 = 4 \cdot 25 \cdot 13

  3. Schritt 3
    Klammern setzen (Verbindungsgesetz)

    Wir klammern den Teil, den wir zuerst rechnen.

    (425)13(4 \cdot 25) \cdot 13

  4. Schritt 4 · Ergebnis
    Schrittweise ausrechnen

    425=1004 \cdot 25 = 100

    10013=1300100 \cdot 13 = 1300

Ergebnis:

Das Endergebnis ist 13001300.

Beispiel 3

Aufgabe

Nutze die Rechengesetze, um den Term geschickt im Kopf zu berechnen: (5)17(20)(-5) \cdot 17 \cdot (-20)

Fortschritt
4 / 4
  1. Schritt 1
    Rechenvorteil erkennen

    Die Zahlen 5-5 und 20-20 passen gut zusammen. 520=1005 \cdot 20 = 100, und Minus mal Minus ergibt Plus.

  2. Schritt 2
    Zahlen umsortieren (Vertauschungsgesetz)

    Wir tauschen die 1717 und die 20-20.

    (5)17(20)=(5)(20)17(-5) \cdot 17 \cdot (-20) = (-5) \cdot (-20) \cdot 17

  3. Schritt 3
    Klammern setzen (Verbindungsgesetz)

    Wir klammern die ersten beiden Zahlen.

    ((5)(20))17((-5) \cdot (-20)) \cdot 17

  4. Schritt 4 · Ergebnis
    Schrittweise ausrechnen

    (5)(20)=100(-5) \cdot (-20) = 100

    10017=1700100 \cdot 17 = 1700

Ergebnis:

Das Endergebnis ist 17001700.

Beispiel 4

Aufgabe

Nutze die Rechengesetze, um den Term geschickt im Kopf zu berechnen: 2(11)5(10)2 \cdot (-11) \cdot 5 \cdot (-10)

Fortschritt
4 / 4
  1. Schritt 1
    Rechenvorteil erkennen

    Hier haben wir sogar zwei vorteilhafte Paare: 22 und 55 (25=102 \cdot 5 = 10) sowie 11-11 und 10-10.

  2. Schritt 2
    Zahlen umsortieren (Vertauschungsgesetz)

    Wir sortieren die Zahlen so, dass die Paare nebeneinander stehen.

    2(11)5(10)=(25)((11)(10))2 \cdot (-11) \cdot 5 \cdot (-10) = (2 \cdot 5) \cdot ((-11) \cdot (-10))

  3. Schritt 3
    Klammern setzen (Verbindungsgesetz)

    Das Verbindungsgesetz erlaubt uns, die Paare getrennt voneinander zu berechnen. Die Klammern sind schon in Schritt 2 gesetzt.

  4. Schritt 4 · Ergebnis
    Schrittweise ausrechnen

    Wir berechnen beide Klammern:

    25=102 \cdot 5 = 10

    (11)(10)=110(-11) \cdot (-10) = 110

    Jetzt multiplizieren wir die Ergebnisse:

    10110=110010 \cdot 110 = 1100

Ergebnis:

Das Endergebnis ist 11001100.

Beispiel 5

Aufgabe

Nutze die Rechengesetze, um den Term geschickt im Kopf zu berechnen: 125(7)8125 \cdot (-7) \cdot 8

Fortschritt
4 / 4
  1. Schritt 1
    Rechenvorteil erkennen

    Die Zahlen 125125 und 88 sind ein bekanntes Paar, denn 1258=1000125 \cdot 8 = 1000.

  2. Schritt 2
    Zahlen umsortieren (Vertauschungsgesetz)

    Wir vertauschen die 7-7 und die 88.

    125(7)8=1258(7)125 \cdot (-7) \cdot 8 = 125 \cdot 8 \cdot (-7)

  3. Schritt 3
    Klammern setzen (Verbindungsgesetz)

    Wir klammern die Zahlen, die wir zuerst berechnen.

    (1258)(7)(125 \cdot 8) \cdot (-7)

  4. Schritt 4 · Ergebnis
    Schrittweise ausrechnen

    1258=1000125 \cdot 8 = 1000

    1000(7)=70001000 \cdot (-7) = -7000

Ergebnis:

Das Endergebnis ist 7000-7000.

Aufgabentyp 2: Rechnen durch Ausklammern und Zerlegen vereinfachen

Das Verteilungsgesetz (Distributivgesetz) ist ein extrem mächtiges Werkzeug beim Rechengesetze anwenden. Es verbindet die Multiplikation mit der Addition und Subtraktion. Man kann es in zwei Richtungen anwenden:

1. Ausklammern (Zusammenfassen)

Wenn in einer Strichrechnung (Plus oder Minus) derselbe Faktor in jedem Teil vorkommt, kannst du ihn „herausziehen" bzw. ausklammern. Das verwandelt zwei Multiplikationen in eine.

Formel: ab+ac=a(b+c)a \cdot b + a \cdot c = a \cdot (b+c)

Beispiel: Bei 158+15215 \cdot 8 + 15 \cdot 2 ist die 1515 der gemeinsame Faktor.

158+152=15(8+2)=1510=15015 \cdot 8 + 15 \cdot 2 = 15 \cdot (8+2) = 15 \cdot 10 = 150. Viel einfacher!

2. Ausmultiplizieren (Zerlegen)

Manchmal ist eine Zahl unhandlich, liegt aber nahe an einer „einfachen" Zahl. Du kannst die unhandliche Zahl in eine Summe oder Differenz zerlegen und dann das Gesetz anwenden. Das nennt man ausmultiplizieren.

Formel: a(b+c)=ab+aca \cdot (b+c) = a \cdot b + a \cdot c

Beispiel: 1810218 \cdot 102 ist schwer. Aber 102102 ist einfach 100+2100+2.

18(100+2)=18100+182=1800+36=183618 \cdot (100+2) = 18 \cdot 100 + 18 \cdot 2 = 1800 + 36 = 1836. Wieder viel einfacher!

Schritt-für-Schritt-Anleitung

Je nach Aufgabe gehst du unterschiedlich vor.

Fall A: Ausklammern (Terme mit gemeinsamen Faktoren)

  1. Gemeinsamen Faktor finden: Suche in allen Teilen der Summe oder Differenz nach einer Zahl, die überall als Faktor vorkommt.
  2. Faktor vor die Klammer ziehen: Schreibe den gemeinsamen Faktor einmal vor eine neue Klammer.
  3. Rest in die Klammer schreiben: Schreibe alle übrigen Zahlen und Rechenzeichen aus dem ursprünglichen Term in die Klammer.
  4. Klammer berechnen und fertigstellen: Berechne zuerst den Wert in der Klammer. Multipliziere diesen dann mit dem Faktor davor.

Fall B: Ausmultiplizieren (Terme mit unhandlichen Zahlen)

  1. Unhandliche Zahl identifizieren: Finde eine Zahl in der Multiplikation, die schwer zu rechnen ist, aber nahe an einer runden Zahl (wie 100, 50, 1000) liegt.
  2. Zahl als Summe/Differenz schreiben: Zerlege diese Zahl in eine einfache Summe oder Differenz. Beispiel: 98=100298 = 100 - 2.
  3. Klammer ausmultiplizieren: Multipliziere die Zahl außerhalb der Klammer mit jeder Zahl innerhalb der Klammer.
  4. Ergebnisse zusammenrechnen: Berechne die einfachen Produkte und addiere oder subtrahiere sie zum Schluss.

Durchgerechnete Beispiele

Beispiel 1

Aufgabe

Berechne durch Ausklammern: 1758+42(17)-17 \cdot 58 + 42 \cdot (-17)

Fortschritt
4 / 4
  1. Schritt 1
    Gemeinsamen Faktor finden

    Der gemeinsame Faktor in beiden Produkten ist die 17-17.

  2. Schritt 2
    Faktor vor die Klammer ziehen

    Wir schreiben die 17-17 vor eine Klammer.

    17(...)-17 \cdot (...)

  3. Schritt 3
    Rest in die Klammer schreiben

    Was übrig bleibt, sind die 5858, das ++ und die 4242. Das kommt in die Klammer.

    17(58+42)-17 \cdot (58 + 42)

  4. Schritt 4 · Ergebnis
    Klammer berechnen und fertigstellen

    Zuerst die Klammer:

    58+42=10058 + 42 = 100

    Dann das Endergebnis:

    17100=1700-17 \cdot 100 = -1700

Ergebnis:

Das Endergebnis ist 1700-1700.

Beispiel 2

Aufgabe

Berechne durch Zerlegen: 259825 \cdot 98

Fortschritt
4 / 4
  1. Schritt 1
    Unhandliche Zahl identifizieren

    Die 9898 ist unhandlich, aber sehr nah an 100100.

  2. Schritt 2
    Zahl als Summe/Differenz schreiben

    Wir zerlegen die 9898 in eine einfache Differenz.

    98=100298 = 100 - 2

    Der Term wird zu: 25(1002)25 \cdot (100 - 2)

  3. Schritt 3
    Klammer ausmultiplizieren

    Wir multiplizieren die 2525 mit jeder Zahl in der Klammer.

    2510025225 \cdot 100 - 25 \cdot 2

  4. Schritt 4 · Ergebnis
    Ergebnisse zusammenrechnen

    Wir berechnen die beiden einfachen Produkte:

    25100=250025 \cdot 100 = 2500

    252=5025 \cdot 2 = 50

    Jetzt subtrahieren wir:

    250050=24502500 - 50 = 2450

Ergebnis:

Das Endergebnis ist 24502450.

Beispiel 3

Aufgabe

Berechne durch Ausklammern: 28:1558:1528 : 15 - 58 : 15

Fortschritt
3 / 3
  1. Schritt 1
    Gemeinsamen Teiler finden

    Beide Zahlen werden durch dieselbe Zahl geteilt, nämlich die 1515.

  2. Schritt 2 & 3
    Term zusammenfassen

    Wir können die Subtraktion zuerst ausführen und dann das Ergebnis durch 1515 teilen. Das ist wie Ausklammern bei der Division.

    (2858):15(28 - 58) : 15

  3. Schritt 4 · Ergebnis
    Klammer berechnen und fertigstellen

    Zuerst die Klammer:

    2858=3028 - 58 = -30

    Dann das Endergebnis:

    30:15=2-30 : 15 = -2

Ergebnis:

Das Endergebnis ist 2-2.

Beispiel 4

Aufgabe

Berechne durch Zerlegen: 10215102 \cdot 15

Fortschritt
4 / 4
  1. Schritt 1
    Unhandliche Zahl identifizieren

    Die 102102 ist unhandlich, aber sehr nah an 100100.

  2. Schritt 2
    Zahl als Summe/Differenz schreiben

    Wir zerlegen die 102102 in eine einfache Summe.

    102=100+2102 = 100 + 2

    Der Term wird zu: (100+2)15(100 + 2) \cdot 15

  3. Schritt 3
    Klammer ausmultiplizieren

    Wir multiplizieren die 1515 mit jeder Zahl in der Klammer.

    10015+215100 \cdot 15 + 2 \cdot 15

  4. Schritt 4 · Ergebnis
    Ergebnisse zusammenrechnen

    Wir berechnen die beiden einfachen Produkte:

    10015=1500100 \cdot 15 = 1500

    215=302 \cdot 15 = 30

    Jetzt addieren wir:

    1500+30=15301500 + 30 = 1530

Ergebnis:

Das Endergebnis ist 15301530.

Beispiel 5

Aufgabe

Berechne durch Ausklammern: 132332313 \cdot 23 - 3 \cdot 23

Fortschritt
4 / 4
  1. Schritt 1
    Gemeinsamen Faktor finden

    Der gemeinsame Faktor ist die 2323.

  2. Schritt 2
    Faktor vor die Klammer ziehen

    Da der Faktor hinten steht, können wir ihn auch hinten ausklammern.

    (...)23(...) \cdot 23

  3. Schritt 3
    Rest in die Klammer schreiben

    Übrig bleiben 1313, - und 33.

    (133)23(13 - 3) \cdot 23

  4. Schritt 4 · Ergebnis
    Klammer berechnen und fertigstellen

    Zuerst die Klammer:

    133=1013 - 3 = 10

    Dann das Endergebnis:

    1023=23010 \cdot 23 = 230

Ergebnis:

Das Endergebnis ist 230230.

Wichtige Erkenntnisse

  • Vertauschungsgesetz (Kommutativgesetz): Erlaubt dir, bei Mal- und Plus-Rechnungen die Reihenfolge zu ändern, um Rechenvorteile zu finden. (ab=baa \cdot b = b \cdot a)

  • Verbindungsgesetz (Assoziativgesetz): Erlaubt dir, bei langen Mal- und Plus-Rechnungen eigene Klammern zu setzen, um zu entscheiden, was du zuerst rechnest. ((ab)c=a(bc)(a \cdot b) \cdot c = a \cdot (b \cdot c))

  • Verteilungsgesetz (Distributivgesetz): Dein mächtigstes Werkzeug.

    • Ausklammern: Fasse Terme zusammen, indem du einen gemeinsamen Faktor herausziehst. (ab+ac=a(b+c)a \cdot b + a \cdot c = a \cdot (b+c))
    • Ausmultiplizieren: Vereinfache eine schwere Multiplikation, indem du eine Zahl zerlegst. (a(b+c)=ab+aca \cdot (b+c) = a \cdot b + a \cdot c)

Häufige Fragen

Was sind Rechengesetze und warum sind sie nützlich?

Rechengesetze sind Regeln, die bestimmen, wie du Zahlen in einem Term umordnen oder umschreiben darfst, ohne das Ergebnis zu verändern. Das Kommutativgesetz, das Assoziativgesetz und das Distributivgesetz helfen dir, komplizierte Aufgaben zu vereinfachen – oft sogar im Kopf. Wer Rechengesetze sicher anwenden kann, löst viele Aufgaben schneller und mit weniger Fehlern.

Wie wendest du das Kommutativgesetz und Assoziativgesetz zusammen an?

Du nutzt beide Gesetze zusammen, um „runde" Zahlenpaare nebeneinander zu bringen. Gehe so vor:

  1. Erkenne ein vorteilhaftes Paar (z. B. 4 und 25, weil 4 · 25 = 100).
  2. Vertausche mit dem Kommutativgesetz die Reihenfolge der Zahlen, bis das Paar nebeneinandersteht.
  3. Setze mit dem Assoziativgesetz Klammern um das Paar und berechne es zuerst.

Beispiel: 4 · 13 · 25 = (4 · 25) · 13 = 100 · 13 = 1300.

Was ist der Unterschied zwischen Ausklammern und Ausmultiplizieren?

Beim Ausklammern ziehst du einen gemeinsamen Faktor aus einer Summe oder Differenz heraus: a · b + a · c = a · (b + c). Beim Ausmultiplizieren zerlegst du eine unhandliche Zahl in eine Summe oder Differenz und multiplizierst dann jeden Teil einzeln: a · (b + c) = a · b + a · c. Ausklammern fasst zusammen, Ausmultiplizieren zerlegt – beide Richtungen desselben Distributivgesetzes.

Wann erkennst du, welches Rechengesetz du anwenden sollst?

Schau dir die Struktur des Terms an: Siehst du denselben Faktor in mehreren Produkten? Dann klammere aus. Steht eine unhandliche Zahl nahe an einer runden Zahl wie 100 oder 1000? Dann zerlege und multipliziere aus. Erkennst du Zahlenpaare, die zusammen eine runde Zahl ergeben? Dann nutze Kommutativ- und Assoziativgesetz zum Umsortieren.

Wie funktioniert das Distributivgesetz bei der Division?

Das Distributivgesetz gilt auch für die Division: Werden mehrere Zahlen durch denselben Divisor geteilt, kannst du die Subtraktion oder Addition zuerst ausführen und dann dividieren. Beispiel: 28 : 15 − 58 : 15 = (28 − 58) : 15 = −30 : 15 = −2. So sparst du dir zwei einzelne Divisionen und rechnest nur eine.

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