Definitionsmengen einfach erklärt: rechnerisch & grafisch

Definitionsmengen bestimmen – rechnerisch und grafisch erklärt. Lerne Schritt für Schritt, wie du Definitionslücken bei Bruchfunktionen findest und die Definitionsmenge richtig aufschreibst.

📅 Aktualisiert 1. Juni 202617 Min. Lesezeit✍️ Rocket Tutor Redaktion

Die Definitionsmenge gehört zu den grundlegenden Konzepten der Mathematik und begegnet dir spätestens dann, wenn du mit Bruchfunktionen arbeitest. Sie legt fest, welche x-Werte du in eine Funktion einsetzen darfst – und welche zu einem mathematischen „Fehler" führen würden, weil sie den Nenner null machen. Wer Definitionsmengen sicher bestimmen kann, versteht das Verhalten von Funktionen besser und vermeidet typische Rechenfehler in der Klausur.

Stell dir vor, du programmierst eine App und ein Nutzer gibt eine Zahl ein, die das ganze System zum Absturz bringt. In der Mathematik ist es ganz ähnlich. Manche Zahlen sind für bestimmte Funktionen einfach „verboten", weil sie zu einem mathematischen „Error" führen – wie dem Versuch, durch Null zu teilen.

Die Definitionsmenge ist wie ein VIP-Türsteher für deine Funktion. Sie legt fest, welche Zahlen rein dürfen und welche draußen bleiben müssen. Wenn du das verstanden hast, kannst du nicht nur Pannen vermeiden, sondern auch das Verhalten von Funktionen vorhersagen. Das ist keine trockene Theorie, sondern die Grundlage, um zu verstehen, wie Graphen ihre Form bekommen und wo ihre Grenzen liegen.

Vorwissen

Bevor wir starten, wiederholen wir kurz ein paar Grundlagen:

  • Bruchrechnung: Nenner darf nicht 0 sein

    • Regel: Das Teilen durch Null ist in der Mathematik nicht erlaubt. Der Teil unter dem Bruchstrich (der Nenner) darf niemals Null sein.
    • Beispiel: Der Bruch 50\frac{5}{0} ist nicht definiert.
  • Gleichungen nach x auflösen

    • Ziel: Die Gleichung so umformen, dass x alleine auf einer Seite steht.
    • Beispiel: Um x+7=10x + 7 = 10 zu lösen, rechnest du auf beiden Seiten 7-7. Das Ergebnis ist x=3x = 3.
  • Zahlenmenge der rationalen Zahlen (ℚ)

    • Definition: Diese Menge umfasst alle Zahlen, die sich als Bruch darstellen lassen. Dazu gehören ganze Zahlen, Dezimalzahlen und Brüche.
    • Beispiel: 5-5, 00, 1717, 12\frac{1}{2}, 0,750{,}75 sind alles rationale Zahlen.

Aufgabentyp 1: Definitionsmenge rechnerisch bestimmen

Die Definitionsmenge (oft mit DD abgekürzt) einer Funktion ist die Menge aller Zahlen, die du für xx einsetzen darfst, ohne dass eine ungültige Rechenoperation entsteht.

Bei Funktionen mit Brüchen gibt es eine goldene Regel: Der Nenner darf niemals Null werden!

Eine Zahl, die den Nenner Null werden lässt, nennen wir Definitionslücke. Um diese Lücke zu finden, nehmen wir den Nenner der Funktion und setzen ihn gleich Null. Die Lösung dieser Gleichung ist die Zahl, die wir aus der Definitionsmenge ausschließen müssen.

Die Schreibweise dafür ist: D=Q{Definitionslu¨cke}D = \mathbb{Q} \setminus \{ \text{Definitionslücke} \}. Das liest man als: „Die Definitionsmenge sind alle rationalen Zahlen außer der Definitionslücke."

Schritt-für-Schritt-Anleitung

  1. Identifiziere den Nenner der Funktion – schau, welcher Term unter dem Bruchstrich steht.
  2. Setze den Nenner gleich Null – damit findest du den verbotenen Wert.
  3. Löse die Gleichung nach x auf – das Ergebnis ist deine Definitionslücke.
  4. Schreibe die Definitionsmenge auf in der Form D=Q{deine gefundene Lu¨cke}D = \mathbb{Q} \setminus \{ \text{deine gefundene Lücke} \}.

Durchgerechnete Beispiele

Beispiel 1

Aufgabe

Bestimme die maximale Definitionsmenge der Funktion f(x)=10x4f(x) = \frac{10}{x-4}.

Fortschritt
4 / 4
  1. Schritt 1
    Nenner der Funktion identifizieren

    Der Nenner der Funktion ist x4x-4.

  2. Schritt 2
    Nenner gleich Null setzen

    Wir setzen den Nenner gleich Null, um die verbotene Zahl zu finden.

    x4=0x-4 = 0

  3. Schritt 3
    Gleichung nach x auflösen

    Wir lösen die Gleichung nach xx auf.

    x4=0+4x - 4 = 0 \quad | +4

    x=4x = 4

    Die Definitionslücke ist also bei x=4x=4.

  4. Schritt 4 · Ergebnis
    Definitionsmenge aufschreiben

    Wir schließen die 4 aus der Menge der rationalen Zahlen aus.

    D=Q{4}D = \mathbb{Q} \setminus \{ 4 \}

Ergebnis:

Die maximale Definitionsmenge ist D=Q{4}D = \mathbb{Q} \setminus \{ 4 \}.

Beispiel 2

Aufgabe

Bestimme die maximale Definitionsmenge der Funktion g(x)=2xx+7g(x) = \frac{2x}{x+7}.

Fortschritt
4 / 4
  1. Schritt 1
    Nenner der Funktion identifizieren

    Der Nenner der Funktion ist x+7x+7. Was im Zähler steht, ist für die Definitionslücke egal.

  2. Schritt 2
    Nenner gleich Null setzen

    Wir setzen den Nenner gleich Null.

    x+7=0x+7 = 0

  3. Schritt 3
    Gleichung nach x auflösen

    Wir lösen die Gleichung nach xx auf.

    x+7=07x + 7 = 0 \quad | -7

    x=7x = -7

    Die Definitionslücke ist bei x=7x=-7.

  4. Schritt 4 · Ergebnis
    Definitionsmenge aufschreiben

    Wir schließen die -7 aus der Menge der rationalen Zahlen aus.

    D=Q{7}D = \mathbb{Q} \setminus \{ -7 \}

Ergebnis:

Die maximale Definitionsmenge ist D=Q{7}D = \mathbb{Q} \setminus \{ -7 \}.

Beispiel 3

Aufgabe

Bestimme die maximale Definitionsmenge der Funktion h(x)=53x12h(x) = \frac{5}{3x-12}.

Fortschritt
4 / 4
  1. Schritt 1
    Nenner der Funktion identifizieren

    Der Nenner der Funktion ist 3x123x-12.

  2. Schritt 2
    Nenner gleich Null setzen

    Wir setzen den Nenner gleich Null.

    3x12=03x-12 = 0

  3. Schritt 3
    Gleichung nach x auflösen

    Wir lösen die Gleichung nach xx auf.

    3x12=0+123x - 12 = 0 \quad | +12

    3x=12:33x = 12 \quad | :3

    x=4x = 4

    Die Definitionslücke ist bei x=4x=4.

  4. Schritt 4 · Ergebnis
    Definitionsmenge aufschreiben

    D=Q{4}D = \mathbb{Q} \setminus \{ 4 \}

Ergebnis:

Die maximale Definitionsmenge ist D=Q{4}D = \mathbb{Q} \setminus \{ 4 \}.

Beispiel 4

Aufgabe

Bestimme die maximale Definitionsmenge der Funktion k(x)=x9xk(x) = \frac{x-9}{x}.

Fortschritt
4 / 4
  1. Schritt 1
    Nenner der Funktion identifizieren

    Der Nenner der Funktion ist xx.

  2. Schritt 2
    Nenner gleich Null setzen

    Wir setzen den Nenner gleich Null.

    x=0x = 0

  3. Schritt 3
    Gleichung nach x auflösen

    Die Gleichung ist bereits nach xx aufgelöst. Die Definitionslücke ist also bei x=0x=0.

  4. Schritt 4 · Ergebnis
    Definitionsmenge aufschreiben

    D=Q{0}D = \mathbb{Q} \setminus \{ 0 \}

Ergebnis:

Die maximale Definitionsmenge ist D=Q{0}D = \mathbb{Q} \setminus \{ 0 \}.

Beispiel 5

Aufgabe

Ist die Aussage wahr oder falsch? „Von z(x)=1+xx3z(x)=\frac{1+x}{x-3} ist Dz=Q{0}D_z=\mathbb{Q} \setminus \{ 0 \} die maximale Definitionsmenge." Begründe deine Antwort.

Fortschritt
4 / 4
  1. Schritt 1
    Nenner der Funktion identifizieren

    Der Nenner ist x3x-3.

  2. Schritt 2
    Nenner gleich Null setzen

    x3=0x-3 = 0

  3. Schritt 3
    Gleichung nach x auflösen

    x3=0+3x - 3 = 0 \quad | +3

    x=3x = 3

    Die tatsächliche Definitionslücke ist bei x=3x=3.

  4. Schritt 4 · Ergebnis
    Definitionsmenge aufschreiben

    Die korrekte maximale Definitionsmenge ist Dz=Q{3}D_z = \mathbb{Q} \setminus \{ 3 \}.

Ergebnis:

Die Aussage ist falsch, da die Definitionslücke nicht bei 0, sondern bei 3 liegt.

Aufgabentyp 2: Definitionsmenge grafisch bestimmen

Neben der rechnerischen Methode kannst du Definitionsmengen auch direkt aus dem Graphen einer Funktion ablesen – eine wichtige Fähigkeit, wenn du keine Funktionsgleichung, sondern nur die Zeichnung gegeben hast.

Eine Definitionslücke kann man auch direkt im Graphen einer Funktion erkennen. An der Stelle der Lücke ist die Funktion nicht definiert, das heißt, es gibt dort keinen Funktionswert (y-Wert).

Grafisch äußert sich das meistens durch eine senkrechte Asymptote. Das ist eine senkrechte Linie, der sich der Graph annähert, sie aber niemals berührt oder kreuzt. Stell sie dir wie eine unsichtbare, unüberwindbare Mauer für den Graphen vor.

Um die Definitionsmenge zu bestimmen, musst du nur den x-Wert dieser „Mauer" ablesen. Das ist dann deine Definitionslücke.

Hyperbel-Graph mit senkrechter Asymptote als Beispiel
Hyperbel-Graph mit senkrechter Asymptote als Beispiel

Schritt-für-Schritt-Anleitung

  1. Betrachte den Verlauf des Graphen im Koordinatensystem.
  2. Suche nach einer senkrechten Asymptote – einer senkrechten Linie, der sich der Graph von beiden Seiten annähert, sie aber nie berührt.
  3. Lies den x-Wert der Asymptote ab auf der x-Achse – das ist deine Definitionslücke.
  4. Schreibe die Definitionsmenge auf in der Form D=Q{abgelesener x-Wert}D = \mathbb{Q} \setminus \{ \text{abgelesener x-Wert} \}.

Durchgerechnete Beispiele

Beispiel 1

Aufgabe

Bestimme die maximale Definitionsmenge der Funktion ff, die durch den Graphen dargestellt wird.

Graph der Funktion f mit senkrechter Asymptote bei x=3
Graph der Funktion f mit senkrechter Asymptote bei x=3
Fortschritt
4 / 4
  1. Schritt 1
    Graph der Funktion ansehen

    Wir sehen einen Graphen, der aus zwei Teilen besteht und in der Mitte getrennt ist.

  2. Schritt 2
    Senkrechte Asymptote finden

    Der Graph nähert sich einer senkrechten Linie, ohne sie zu berühren.

  3. Schritt 3
    x-Wert der Asymptote ablesen

    Diese senkrechte Linie befindet sich genau bei x=3x = 3. Dies ist die Definitionslücke.

  4. Schritt 4 · Ergebnis
    Definitionsmenge aufschreiben

    Die Definitionsmenge ist also D=Q{3}D = \mathbb{Q} \setminus \{ 3 \}.

Ergebnis:

Die maximale Definitionsmenge ist D=Q{3}D = \mathbb{Q} \setminus \{ 3 \}.

Beispiel 2

Aufgabe

Bestimme die maximale Definitionsmenge der Funktion gg, die durch den Graphen dargestellt wird.

Graph der Funktion g mit senkrechter Asymptote bei x=-2
Graph der Funktion g mit senkrechter Asymptote bei x=-2
Fortschritt
4 / 4
  1. Schritt 1
    Graph der Funktion ansehen

    Der Graph ist an einer Stelle im negativen x-Bereich unterbrochen.

  2. Schritt 2
    Senkrechte Asymptote finden

    Wir identifizieren die senkrechte Linie, die der Graph meidet.

  3. Schritt 3
    x-Wert der Asymptote ablesen

    Diese Linie liegt bei x=2x = -2. Das ist die Definitionslücke.

  4. Schritt 4 · Ergebnis
    Definitionsmenge aufschreiben

    Die Definitionsmenge lautet D=Q{2}D = \mathbb{Q} \setminus \{ -2 \}.

Ergebnis:

Die maximale Definitionsmenge ist D=Q{2}D = \mathbb{Q} \setminus \{ -2 \}.

Beispiel 3

Aufgabe

Bestimme die maximale Definitionsmenge der Funktion hh, die durch den Graphen dargestellt wird.

Graph der Funktion h mit y-Achse als senkrechter Asymptote
Graph der Funktion h mit y-Achse als senkrechter Asymptote
Fortschritt
4 / 4
  1. Schritt 1
    Graph der Funktion ansehen

    Der Graph nähert sich der y-Achse, ohne sie zu berühren.

  2. Schritt 2
    Senkrechte Asymptote finden

    In diesem Fall ist die y-Achse selbst die senkrechte Asymptote.

  3. Schritt 3
    x-Wert der Asymptote ablesen

    Die y-Achse befindet sich bei x=0x = 0. Die Definitionslücke ist also 0.

  4. Schritt 4 · Ergebnis
    Definitionsmenge aufschreiben

    Die Definitionsmenge ist D=Q{0}D = \mathbb{Q} \setminus \{ 0 \}.

Ergebnis:

Die maximale Definitionsmenge ist D=Q{0}D = \mathbb{Q} \setminus \{ 0 \}.

Beispiel 4

Aufgabe

Begründe, warum Dmax=Q{2}D_{max}=\mathbb{Q} \setminus \{ 2 \} die maximale Definitionsmenge von gg ist.

Graph der Funktion g mit senkrechter Asymptote bei x=2
Graph der Funktion g mit senkrechter Asymptote bei x=2
Fortschritt
4 / 4
  1. Schritt 1
    Graph der Funktion ansehen

    Wir betrachten den Graphen der Funktion gg.

  2. Schritt 2
    Senkrechte Asymptote finden

    Wir erkennen, dass der Graph an einer Stelle eine senkrechte „Trennlinie" hat, der er sich annähert, sie aber nie erreicht.

  3. Schritt 3
    x-Wert der Asymptote ablesen

    Wenn wir den x-Wert dieser Linie auf der x-Achse ablesen, sehen wir, dass sie genau bei x=2x = 2 liegt. An dieser Stelle hat die Funktion keinen Wert.

  4. Schritt 4 · Ergebnis
    Definitionsmenge aufschreiben

    Da nur der Wert x=2x=2 nicht angenommen wird, müssen wir genau diese Zahl aus der Menge aller rationalen Zahlen Q\mathbb{Q} ausschließen. Daraus folgt die Definitionsmenge D=Q{2}D = \mathbb{Q} \setminus \{ 2 \}.

Ergebnis:

Die maximale Definitionsmenge ist Dmax=Q{2}D_{max}=\mathbb{Q} \setminus \{ 2 \}, weil der Graph an der Stelle x=2x=2 eine senkrechte Asymptote hat und somit dort nicht definiert ist.

Beispiel 5

Aufgabe

Bestimme die maximale Definitionsmenge der Funktion kk, die durch den Graphen (eine Parabel) dargestellt wird.

Parabel-Graph ohne senkrechte Asymptote, überall definiert
Parabel-Graph ohne senkrechte Asymptote, überall definiert
Fortschritt
4 / 4
  1. Schritt 1
    Graph der Funktion ansehen

    Wir sehen eine Parabel. Dies ist ein durchgehender, ununterbrochener Bogen.

  2. Schritt 2
    Senkrechte Asymptote finden

    Wir suchen nach einer senkrechten Linie, die der Graph meidet. Bei dieser Parabel gibt es keine solche Linie. Der Graph ist für jeden x-Wert definiert und hat keine Lücken oder Sprünge.

  3. Schritt 3
    x-Wert der Asymptote ablesen

    Da es keine Asymptote gibt, gibt es auch keine Definitionslücke.

  4. Schritt 4 · Ergebnis
    Definitionsmenge aufschreiben

    Wenn es keine Definitionslücke gibt, dürfen wir jede rationale Zahl für x einsetzen. Die Definitionsmenge umfasst also alle rationalen Zahlen.

    D=QD = \mathbb{Q}

Ergebnis:

Die maximale Definitionsmenge ist D=QD = \mathbb{Q}, da die Parabel keine Definitionslücke besitzt.

Wichtige Erkenntnisse

  • Die Definitionsmenge enthält alle erlaubten x-Werte für eine Funktion.
  • Bei Brüchen ist die wichtigste Regel: Der Nenner darf niemals Null sein!
  • Rechnerisch: Setze den Nenner gleich Null und löse nach x auf, um die Definitionslücke zu finden.
  • Grafisch: Die Definitionslücke ist der x-Wert der senkrechten Asymptote (der „verbotenen" senkrechten Linie).
  • Die Schreibweise für eine Lücke ist D=Q{Lu¨cke}D = \mathbb{Q} \setminus \{ \text{Lücke} \}.

Häufige Fragen

Was ist eine Definitionsmenge?

Die Definitionsmenge ist die Menge aller x-Werte, die du in eine Funktion einsetzen darfst, ohne dass eine ungültige Rechenoperation entsteht. Bei Bruchfunktionen sind alle x-Werte verboten, die den Nenner null machen würden – diese heißen Definitionslücken. Die Definitionsmenge bestimmst du, indem du diese Lücken aus der Menge der rationalen Zahlen ausschließt.

Wie bestimmst du die Definitionsmenge einer Bruchfunktion rechnerisch?

Du gehst in vier Schritten vor:

  1. Identifiziere den Nenner der Funktion.
  2. Setze den Nenner gleich Null.
  3. Löse die Gleichung nach x auf – das Ergebnis ist die Definitionslücke.
  4. Schreibe die Definitionsmenge in der Form D = ℚ \ {Lücke} auf.
Beispiel: Bei f(x) = 10 / (x − 4) ergibt sich x − 4 = 0, also x = 4, und damit D = ℚ \ {4}.

Wie liest du eine Definitionslücke aus einem Graphen ab?

Suche im Graphen nach einer senkrechten Asymptote – einer senkrechten Linie, der sich der Graph von beiden Seiten annähert, ohne sie jemals zu berühren. Lies den x-Wert dieser Linie auf der x-Achse ab: Das ist die Definitionslücke. Schreibe anschließend D = ℚ \ {abgelesener Wert} auf.

Was bedeutet die Schreibweise D = ℚ \ {a}?

Die Schreibweise D = ℚ \ {a} bedeutet: Die Definitionsmenge umfasst alle rationalen Zahlen außer dem Wert a. Das Zeichen \ steht für „ohne". Wenn die Definitionslücke zum Beispiel bei x = −7 liegt, schreibt man D = ℚ \ {−7}.

Wann ist die Definitionsmenge gleich ℚ, also ohne Einschränkung?

Wenn eine Funktion keine Definitionslücke hat – also keinen Nenner, der null werden kann – darf jede rationale Zahl eingesetzt werden. Die Definitionsmenge ist dann einfach D = ℚ. Typische Beispiele sind Polynomfunktionen wie Parabeln oder Geraden, die überall definiert sind und im Graphen keine senkrechte Asymptote besitzen.

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