Bestimmen der Art der Zuordnung einfach erklärt: Funktionen
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Stell dir vor, du stehst vor einem Snackautomaten. Du drückst die Taste „A1” und bekommst eine Tüte Chips. Wenn du morgen wieder „A1” drückst, erwartest du natürlich wieder genau diese Chips. Stell dir nun vor, der Automat ist kaputt: Du drückst „A1” und bekommst plötzlich einen Schokoriegel, beim nächsten Mal Gummibärchen. Das ist verwirrend und unzuverlässig!
In der Mathematik mögen wir Zuverlässigkeit. Wenn wir einen Wert in eine mathematische „Maschine” eingeben, wollen wir genau wissen, was herauskommt. Solche zuverlässigen Maschinen nennen wir Funktionen. In diesem Artikel lernst du das Bestimmen der Art der Zuordnung und wie du echte Funktionen von kaputten Zuordnungen unterscheidest – egal ob als Bild (Graph) oder in einer Textaufgabe.
Vorwissen
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Das Koordinatensystem: Ein System mit zwei Achsen, um Punkte darzustellen. Die waagerechte Achse ist die -Achse, die senkrechte Achse ist die -Achse.
Beispiel: Der Punkt bedeutet, wir gehen Schritte nach rechts auf der -Achse und Schritte nach oben auf der -Achse.
Aufgabentyp 1: Graphen überprüfen mit dem Senkrechten-Test
Beim Bestimmen der Art der Zuordnung ordnen wir oft einem Wert einen anderen Wert zu. Eine Funktion ist eine ganz besondere, sehr strenge Zuordnung. Die wichtigste Regel lautet:
Jedem x-Wert wird genau ein einziger y-Wert zugeordnet.
Man nennt dies auch eine eindeutige Zuordnung. Wenn ein einziger -Wert plötzlich zwei oder mehr verschiedene -Werte als Ergebnis hätte, ist es keine Funktion mehr.
Oft haben wir keine Zahlen, sondern nur ein Bild (einen Graphen). Um herauszufinden, ob dieser Graph eine Funktion ist, nutzen wir einen einfachen visuellen Trick: den Senkrechten-Test.
Stell dir vor, du nimmst ein Lineal, hältst es senkrecht (parallel zur -Achse) und schiebst es von links nach rechts über das Koordinatensystem. Diese senkrechte Linie steht für einen bestimmten -Wert.
Fall 1: Es ist eine Funktion
Wenn die senkrechte Linie den Graphen an jeder Stelle immer nur genau einmal schneidet, dann hat jeder -Wert genau einen -Wert. Es ist eine Funktion!

Fall 2: Es ist KEINE Funktion
Wenn du das Lineal verschiebst und eine Stelle findest, an der die senkrechte Linie den Graphen zweimal oder öfter schneidet, ist die Regel gebrochen. Einem -Wert werden hier mehrere -Werte zugeordnet. Es ist keine Funktion!

Schritt-für-Schritt-Anleitung
- Start und Ziel identifizieren: Mache dir klar, was der -Wert (die Startgröße) und was der -Wert (die Zielgröße) ist.
- Auf Mehrdeutigkeit prüfen: Zeichne gedanklich senkrechte Linien. Schneidet eine Linie den Graphen mehr als einmal?
- Entscheidung treffen: Gibt es mehrere Ergebnisse, ist es keine Funktion. Gibt es immer nur genau ein Ergebnis, ist es eine Funktion.
Durchgerechnete Beispiele
Beispiel 1
Entscheide, ob der abgebildete Graph zu einer Funktion gehört. Begründe deine Entscheidung.

- Schritt 1 & 2Start/Ziel identifizieren und prüfen
Wir betrachten den Graphen und wenden den Senkrechten-Test an. Wir suchen nach einer Stelle auf der -Achse, an der eine senkrechte Linie den Graphen mehr als einmal schneidet.

Graph mit senkrechten Schnittlinien - Schritt 3 · ErgebnisEntscheidung treffen
Wie im Bild zu sehen ist, gibt es senkrechte Linien, die den Graphen an drei Stellen schneiden. Einem -Wert werden also drei verschiedene -Werte zugeordnet.
Der Graph gehört zu keiner Funktion.
Quiz zu Bestimmen der Art der Zuordnung: Teste dein Wissen
Löse eine kostenlose Quizfrage zu Bestimmen der Art der Zuordnung und prüfe, ob du die wichtigsten Schritte verstanden hast.
Quizfrage 1 zu Bestimmen der Art der Zuordnung
Was ist die wichtigste Regel für eine mathematische Funktion?
Quizfrage 2 zu Bestimmen der Art der Zuordnung
Nur mit AccountWas bedeutet der Punkt im Koordinatensystem?
Übungsaufgabe zu Bestimmen der Art der Zuordnung
Nur mit AccountAufgabentyp 2: Zuordnungen im Alltag überprüfen
Nicht jede Zuordnung ist ein Graph. Oft beschreiben wir Situationen aus dem echten Leben. Auch hier können wir beim Bestimmen der Art der Zuordnung prüfen, ob es sich um eine Funktion handelt.
Wenn wir eine Startgröße einer Zielgröße zuordnen, schreiben wir das mit einem speziellen Pfeil:
Um zu prüfen, ob diese Zuordnung eine Funktion ist, stellen wir uns immer die gleiche Frage: „Gibt es für EINE Startgröße vielleicht MEHRERE verschiedene Zielgrößen?”
Schauen wir uns ein Beispiel aus der Schule an:
Beispiel A:
- Frage: Kann ein bestimmter (z. B. Tom) mehrere verschiedene gleichzeitig haben?
- Antwort: Nein. Jeder Schüler hat genau eine eindeutige Nummer.
- Fazit: Es ist eine Funktion.
Beispiel B:
- Frage: Kann es für ein bestimmtes (z. B. ) mehrere verschiedene geben?
- Antwort: Ja, natürlich! In einer Klasse gibt es viele Schüler, die alle alt sind.
- Fazit: Einem Alter werden viele Schüler zugeordnet. Es ist keine Funktion.
Schritt-für-Schritt-Anleitung
- Start und Ziel identifizieren: Mache dir klar, was die Startgröße und was die Zielgröße ist.
- Auf Mehrdeutigkeit prüfen: Frage dich logisch: „Kann ein einzelner Startwert zu mehreren verschiedenen Zielwerten führen?”
- Entscheidung treffen: Ist die Zuordnung mehrdeutig, ist es keine Funktion. Ist sie eindeutig, ist es eine Funktion.
Durchgerechnete Beispiele
Beispiel 2
[Alltagsbezug] Eine Wetterstation misst jeden Tag um 12:00 Uhr die Temperatur.
Prüfe für die beiden folgenden Zuordnungen, ob sie eine Funktion sind:
a) b)
- Schritt 1Zuordnung a) prüfen
Wir fragen uns: Kann es an einem bestimmten (z. B. am 15. Mai um 12:00 Uhr) mehrere verschiedene gleichzeitig geben? Nein, zu einem genauen Zeitpunkt gibt es draußen nur exakt eine Temperatur.
- Schritt 2Entscheidung für a)
Da jedem Datum genau eine Temperatur zugeordnet wird, ist Zuordnung a) eine Funktion.
- Schritt 3Zuordnung b) prüfen
Wir drehen es um und fragen uns: Kann eine bestimmte (z. B. ) an mehreren verschiedenen gemessen werden? Ja, es kann an vielen verschiedenen Tagen im Jahr genau warm sein.
- Schritt 4 · ErgebnisEntscheidung für b)
Da einer Temperatur mehrere Tage zugeordnet werden können, ist Zuordnung b) keine Funktion.
Zuordnung a) ist eine Funktion, Zuordnung b) ist keine Funktion.
Wichtige Erkenntnisse
- Die goldene Regel: Eine Funktion ist eine eindeutige Zuordnung. Jedem -Wert wird genau ein -Wert zugeordnet.
- Im Graphen: Nutze den Senkrechten-Test. Schneidet eine senkrechte Linie den Graphen mehr als einmal, ist es keine Funktion.
- Im Text: Frage dich immer: „Kann ein Startwert zu mehreren verschiedenen Ergebnissen führen?” Wenn ja, ist es keine Funktion.
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Häufige Fragen
Was ist eine Funktion bei Zuordnungen?
Eine Funktion ist eine eindeutige Zuordnung. Das bedeutet, dass jedem Startwert (oft der x-Wert) genau ein einziger Zielwert (der y-Wert) zugeordnet wird. Sobald ein Startwert mehrere mögliche Ergebnisse hat, spricht man von einer mehrdeutigen Zuordnung, und es handelt sich nicht mehr um eine Funktion.
Wie funktioniert der Senkrechten-Test?
Mit dem Senkrechten-Test kannst du bei einem Graphen schnell prüfen, ob er zu einer Funktion gehört. Du stellst dir eine senkrechte Linie vor (parallel zur y-Achse) und schiebst sie über das Koordinatensystem. Wenn diese Linie den Graphen an irgendeiner Stelle mehr als einmal schneidet, ist es keine Funktion.
Woran erkenne ich eine Funktion im Alltag?
Bei Textaufgaben oder Zuordnungen im Alltag fragst du dich immer: „Kann eine bestimmte Startgröße zu mehreren verschiedenen Zielgrößen führen?” Wenn du zum Beispiel das Alter eines Schülers als Startwert nimmst, gibt es viele Schüler mit demselben Alter – das ist also keine Funktion. Jeder Schüler hat aber nur eine Ausweisnummer – das ist eine Funktion.
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