Mobile Energiespeicher einfach erklärt: Aufbau & Funktion
Erklärvideo – jetzt freischalten
Stell dir vor, du müsstest einen schweren Rucksack voller Metallplatten und Salzwasser mit dir herumtragen, nur um dein Smartphone für ein paar Minuten einzuschalten. Zum Glück hat sich die Technik für mobile Energiespeicher weiterentwickelt!

Heute nutzen wir winzige, leichte Batterien, die unsere Handys, Laptops und sogar ganze Autos antreiben. In dieser Lektion reisen wir zurück in das Jahr 1800 zur allerersten Batterie der Welt und schauen uns danach an, warum moderne Energiespeicher heute so unglaublich klein und stark sein können.
Vorwissen
-
Elektrische Leitfähigkeit: Metalle können elektrischen Strom leiten, weil sich Elektronen in ihnen frei bewegen können.
Beispiel: Ein Kupferkabel leitet den Strom von der Steckdose zum Fernseher.
-
Primärbatterien vs. Sekundärakkumulatoren:
-
Primärbatterien sind Einwegbatterien. Wenn sie leer sind, müssen sie entsorgt werden.
-
Sekundärakkumulatoren (kurz: Akkus) sind wiederaufladbar.
Beispiel: Die Batterie in einer Fernbedienung ist oft eine Primärbatterie, während der Energiespeicher in deinem Handy ein Akku ist.
-
Aufgabentyp 1: Mobile Energiespeicher – Die Voltasche Säule
Im Jahr 1800 erfand der Wissenschaftler Alessandro Volta einen frühen Vorläufer unserer heutigen Batterien: die Voltasche Säule. Er entdeckte, dass man Strom erzeugen kann, wenn man zwei verschiedene Metalle mit einer speziellen Flüssigkeit kombiniert.
Der Aufbau ist eigentlich ganz einfach und besteht aus vielen übereinandergestapelten Schichten. Ein einzelnes sogenanntes "Volta-Element" besteht aus drei Teilen:
-
Einem Kupferblech.
-
Einem Stück Pappe oder Leder, das mit einem Elektrolyten (zum Beispiel Salzwasser) getränkt ist.
-
Einem Zinkblech.

Um mehr Strom zu erzeugen, stapelte Volta einfach viele dieser Elemente übereinander: Kupfer, Pappe, Zink, Kupfer, Pappe, Zink und so weiter. Durch diesen Turm (die Säule) entstand eine chemische Reaktion, die elektrische Energie lieferte.
Schritt-für-Schritt-Anleitung: Bau einer eigenen Münz-Batterie
Zweck: Den Aufbau einer Voltaschen Säule mit Alltagsgegenständen nachbauen und die Stromerzeugung messen.
Materialien: 5 saubere 5-Cent-Münzen (Kupfer), 5 Zink-Unterlegscheiben (aus dem Baumarkt), 5 kleine Stücke Pappe (in der Größe der Münzen), ein Glas starkes Salzwasser, ein Spannungsmessgerät (Multimeter).
Verfahren:
- Tauche die Pappstücke in das Salzwasser, bis sie gut vollgesogen sind.
- Lege eine 5-Cent-Münze flach auf den Tisch.
- Lege ein nasses Pappstück genau auf die Münze.
- Lege eine Zink-Unterlegscheibe auf die Pappe.
- Wiederhole diesen Vorgang (Münze, Pappe, Zink), bis alle Teile zu einem kleinen Turm gestapelt sind.
- Halte das rote Kabel des Messgeräts an die unterste Münze und das schwarze Kabel an die oberste Zinkscheibe.

Beobachtung: Das Messgerät zeigt sofort eine elektrische Spannung an (meistens zwischen 2 und 4 Volt, je nach Höhe des Turms).
Erklärung: Genau wie bei der originalen Voltaschen Säule reagieren die beiden unterschiedlichen Metalle (Kupfer und Zink) über das Salzwasser miteinander. Diese chemische Reaktion setzt elektrische Energie frei.
Aufgabentyp 2: Lithium-Ionen-Akkumulatoren
Die Voltasche Säule war eine großartige Erfindung, aber sie war schwer, unhandlich und nicht wiederaufladbar. Für unsere heutigen mobilen Endgeräte brauchen wir eine völlig andere Art von Energiespeicher.
Hier kommen die Lithium-Ionen-Akkumulatoren (kurz: Li-Ionen-Akkus) ins Spiel. Sie sind heute die absolute Standard-Energiequelle für fast alles, was wir unterwegs nutzen.

Warum genau verwendet man Lithium-Ionen-Akkus für Smartphones, Tablets, Pedelecs (E-Bikes) und Elektroautos? Dafür gibt es zwei Hauptgründe:
-
Geringes Gewicht: Das Element Lithium ist das leichteste Metall der Welt. Dadurch wiegen die Akkus sehr wenig, was besonders bei Handys oder Autos extrem wichtig ist.
-
Hohe Energieabgabe: Trotz ihres geringen Gewichts können diese Akkus eine riesige Menge an elektrischer Energie speichern und schnell wieder abgeben.
Zusammenfassend werden sie also immer genau dann eingesetzt, wenn man viel Energie bei gleichzeitig sehr geringem Gewicht benötigt. Zudem sind sie Sekundärakkumulatoren, was bedeutet, dass man sie hunderte Male wieder aufladen kann, ohne sie wegwerfen zu müssen.
Wichtige Erkenntnisse
- Die Voltasche Säule (erfunden 1800) ist eine frühe Batterie.
- Sie besteht aus abwechselnd gestapelten Kupfer- und Zinkblechen, getrennt durch Pappe oder Leder, die mit einem Elektrolyt getränkt sind.
- Lithium-Ionen-Akkumulatoren sind wiederaufladbare Standard-Energiespeicher für moderne Geräte (Smartphones, E-Bikes, E-Autos).
- Ihr größter Vorteil ist die Kombination aus hoher Energieabgabe und sehr geringem Gewicht.
Stell deine eigene Aufgabe zu „Mobile Energiespeicher einfach erklärt: Aufbau & Funktion“
Aufgabe eintippen oder fotografieren – der KI-Tutor löst sie Schritt für Schritt und erklärt dir jeden Rechenweg.
Häufige Fragen
Was sind mobile Energiespeicher?
Mobile Energiespeicher sind tragbare Vorrichtungen, die elektrische Energie speichern und bei Bedarf wieder abgeben können. Dazu gehören sowohl Einwegbatterien (Primärbatterien) als auch wiederaufladbare Akkus (Sekundärakkumulatoren), die unsere Smartphones, Laptops und Elektroautos antreiben.
Wie funktioniert die Voltasche Säule?
Die Voltasche Säule besteht aus übereinandergestapelten Kupfer- und Zinkblechen, die durch elektrolytgetränkte Pappe getrennt sind. Durch die Kombination dieser zwei unterschiedlichen Metalle und der Flüssigkeit entsteht eine chemische Reaktion, die elektrische Energie freisetzt.
Was ist der Unterschied zwischen Primärbatterien und Sekundärakkumulatoren?
Primärbatterien sind klassische Einwegbatterien, die nach der Entladung entsorgt werden müssen. Sekundärakkumulatoren, oft einfach Akkus genannt, können hingegen hunderte Male wieder aufgeladen werden. Ein typisches Beispiel für einen Akku ist der Energiespeicher in deinem Handy.
Warum nutzt man heute Lithium-Ionen-Akkus?
Lithium-Ionen-Akkus sind die Standard-Energiequelle für moderne Geräte, weil sie zwei entscheidende Vorteile bieten: Sie haben ein extrem geringes Gewicht, da Lithium das leichteste Metall ist, und sie ermöglichen eine hohe Energieabgabe. So können sie viel Strom auf kleinstem Raum speichern.
Weiter lernen
Chemie nach Klassen:Klasse 5Klasse 6Klasse 7Klasse 8Klasse 9Klasse 10Klasse 11Klasse 12Klasse 13Alle Chemie-Themen