Berechnungen zur Säure-Base-Titration: Formeln & Beispiele

Lerne, wie du Berechnungen zur Säure-Base-Titration durchführst. Schritt-für-Schritt-Anleitungen für ein- und mehrprotonige Säuren mit Beispielen.

📅 Aktualisiert 1. September 20266 Min. Lesezeit✍️ Rocket Tutor Redaktion
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Berechnungen zur Säure-Base-Titration: Formeln & Beispiele

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Stell dir vor, du arbeitest in der Qualitätskontrolle für Lebensmittel und musst den genauen Säuregehalt einer Flasche Essig bestimmen. Genau hier kommen Berechnungen zur Säure-Base-Titration ins Spiel! Um herauszufinden, ob die Angaben auf dem Etikett stimmen, nutzen Chemiker die Titration.

Titration im Labor
Titration im Labor

Du weißt bereits, wie eine Titration im Labor abläuft. In diesem Artikel lernst du das Wichtigste: Wie du aus den abgelesenen Millilitern an der Bürette die genaue Konzentration der unbekannten Probe berechnest. Wir schauen uns an, wie man die Formeln für einfache und komplexe Säuren aufstellt und wie man Messdaten aus einem Experiment richtig auswertet, um das Rätsel der unbekannten Konzentration zu lösen.

Vorwissen

  • Stoffmengenkonzentration (cc): Gibt an, wie viele Teilchen in einem bestimmten Volumen gelöst sind. Die Formel lautet n=cVn = c \cdot V. Beispiel: Wenn c=2 mol/lc = 2 \text{ mol/l} und V=0,5 lV = 0,5 \text{ l}, dann ist die Stoffmenge n=1 moln = 1 \text{ mol}.
  • Äquivalenzpunkt: Der Punkt bei einer Titration, an dem die Säure durch die Base exakt neutralisiert wurde. Es liegt keine überschüssige Säure oder Base mehr vor. Beispiel: Am Äquivalenzpunkt haben die zugegebenen Hydroxid-Ionen genau alle Oxonium-Ionen der Probe neutralisiert.
  • Molare Masse (MM): Das Gewicht von einem Mol eines Stoffes. Die Formel lautet m=nMm = n \cdot M. Beispiel: Wasser hat eine molare Masse von ca. 18 g/mol18 \text{ g/mol}.

Aufgabentyp 1: Konzentrationsberechnungen für einprotonige Säuren

Bei Berechnungen zur Säure-Base-Titration fangen wir meist mit den einfachsten Vertretern an. Eine einprotonige Säure (wie Salzsäure, HCl\text{HCl}) gibt pro Molekül genau ein Oxonium-Ion (H+\text{H}^+) ab. Wenn wir diese mit einer einprotonigen Base (wie Natronlauge, NaOH\text{NaOH}) titrieren, liefert die Base genau ein Hydroxid-Ion (OH\text{OH}^-).

Am Äquivalenzpunkt sind beide Stoffmengen exakt gleich groß. Jedes Säureteilchen hat genau ein Basenteilchen gefunden.

Einprotonige Säure und Base
Einprotonige Säure und Base

Wir können also schreiben:

n(Sa¨ure)=n(Base)\textcolor{#08BFFF}{n(\text{Säure})} = \textcolor{#53E5D6}{n(\text{Base})}

Da wir im Labor aber nicht die Stoffmenge (nn) direkt messen, sondern das Volumen (VV) ablesen und die Konzentration (cc) der Maßlösung kennen, ersetzen wir nn durch die Formel n=cVn = c \cdot V:

c0(Sa¨ure)V(Sa¨ure)=c(Base)V(Base)\textcolor{#08BFFF}{c_0(\text{Säure}) \cdot V(\text{Säure})} = \textcolor{#53E5D6}{c(\text{Base}) \cdot V(\text{Base})}

Hierbei ist c0c_0 die gesuchte Ausgangskonzentration unserer unbekannten Probe. Um diese zu berechnen, müssen wir die Gleichung nur noch nach c0c_0 umstellen, indem wir durch das Volumen der Säure teilen:

c0(Sa¨ure)=c(Base)V(Base)V(Sa¨ure)\textcolor{#08BFFF}{c_0(\text{Säure})} = \frac{\textcolor{#53E5D6}{c(\text{Base}) \cdot V(\text{Base})}}{\textcolor{#08BFFF}{V(\text{Säure})}}

Schritt-für-Schritt-Anleitung

  1. Reaktionsgleichung und Äquivalenzpunkt prüfen: Finde heraus, ob die Säure und die Base einprotonig oder mehrprotonig sind.
  2. Stöchiometrisches Verhältnis aufstellen: Bestimme den Faktor. Bei 1:1 (z.B. HCl\text{HCl} und NaOH\text{NaOH}) gilt: n(Sa¨ure)=n(Base)n(\text{Säure}) = n(\text{Base}).
  3. Formel aufstellen: Ersetze nn durch cVc \cdot V und stelle die Gleichung nach der gesuchten Größe (meist c0c_0 der Probe) um.
  4. Werte einsetzen und berechnen: Achte darauf, dass die Volumina in der gleichen Einheit (meist Liter oder Milliliter) eingesetzt werden. Berechne das Ergebnis und prüfe, ob die Einheit mol/l\text{mol/l} ist.

Durchgerechnete Beispiele

Beispiel 1

Aufgabe

In einem Experiment werden 20 ml20 \text{ ml} Salzsäure (HCl\text{HCl}) mit Natronlauge (NaOH\text{NaOH}) titriert. Die Konzentration der Natronlauge beträgt 1 mol/l1 \text{ mol/l}. Am Äquivalenzpunkt wurden 15 ml15 \text{ ml} der Natronlauge verbraucht. Berechne die Ausgangskonzentration c0c_0 der Salzsäure.

Fortschritt
4 / 4
  1. Schritt 1
    Reaktionsgleichung und Äquivalenzpunkt prüfen

    Salzsäure (HCl\text{HCl}) ist einprotonig. Natronlauge (NaOH\text{NaOH}) ist ebenfalls einprotonig.

  2. Schritt 2
    Stöchiometrisches Verhältnis aufstellen

    Das Verhältnis ist 1:1. n(HCl)=n(NaOH)n(\text{HCl}) = n(\text{NaOH})

  3. Schritt 3
    Formel aufstellen

    Wir ersetzen nn durch cVc \cdot V und stellen nach c0(HCl)c_0(\text{HCl}) um: c0(HCl)V(HCl)=c(NaOH)V(NaOH)c_0(\text{HCl}) \cdot V(\text{HCl}) = c(\text{NaOH}) \cdot V(\text{NaOH}) c0(HCl)=c(NaOH)V(NaOH)V(HCl)c_0(\text{HCl}) = \frac{c(\text{NaOH}) \cdot V(\text{NaOH})}{V(\text{HCl})}

  4. Schritt 4 · Ergebnis
    Werte einsetzen und berechnen

    Wir setzen die gegebenen Werte ein (wir können hier Milliliter stehen lassen, da sich die Einheit wegkürzt): c0(HCl)=1 mol/l15 ml20 mlc_0(\text{HCl}) = \frac{1 \text{ mol/l} \cdot 15 \text{ ml}}{20 \text{ ml}} c0(HCl)=0,75 mol/lc_0(\text{HCl}) = 0,75 \text{ mol/l}

Ergebnis:

Die Ausgangskonzentration der Salzsäure beträgt 0,75 mol/l0,75 \text{ mol/l}.

Aufgabentyp 2: Konzentrationsberechnungen für mehrprotonige Stoffe

Manche Säuren sind zweiprotonig, wie zum Beispiel Schwefelsäure (H2SO4\text{H}_2\text{SO}_4). Das bedeutet, ein einziges Säuremolekül gibt gleich zwei Protonen ab.

Wenn wir diese Säure mit einer einfachen Base wie Natronlauge (NaOH\text{NaOH}) neutralisieren wollen, reicht ein Basenteilchen nicht aus. Wir brauchen exakt doppelt so viel Base!

Zweiprotonige Säure und Base
Zweiprotonige Säure und Base

Am Äquivalenzpunkt gilt daher: Die Stoffmenge der benötigten Base ist doppelt so groß wie die Stoffmenge der Säure. Mathematisch ausgedrückt:

n(Base)=2n(Sa¨ure)\textcolor{#53E5D6}{n(\text{Base})} = 2 \cdot \textcolor{#08BFFF}{n(\text{Säure})}

Wenn wir diese Gleichung nach der Säure umstellen, erhalten wir den wichtigen Faktor 12\frac{1}{2}:

n(Sa¨ure)=12n(Base)\textcolor{#08BFFF}{n(\text{Säure})} = \frac{1}{2} \cdot \textcolor{#53E5D6}{n(\text{Base})}

Setzen wir nun wieder n=cVn = c \cdot V ein, sieht unsere Formel für die Konzentrationsberechnung so aus:

c0(Sa¨ure)=12c(Base)V(Base)V(Sa¨ure)\textcolor{#08BFFF}{c_0(\text{Säure})} = \frac{1}{2} \cdot \frac{\textcolor{#53E5D6}{c(\text{Base}) \cdot V(\text{Base})}}{\textcolor{#08BFFF}{V(\text{Säure})}}

Dieser Faktor ändert sich entsprechend, wenn du eine dreiprotonige Säure (Faktor 13\frac{1}{3}) oder eine zweiprotonige Base (dann steht der Faktor auf der anderen Seite) hast.

Schritt-für-Schritt-Anleitung

  1. Reaktionsgleichung und Äquivalenzpunkt prüfen: Finde heraus, ob die Säure und die Base einprotonig oder mehrprotonig sind.
  2. Stöchiometrisches Verhältnis aufstellen: Bestimme den Faktor. Bei 1:2 (z.B. H2SO4\text{H}_2\text{SO}_4 und NaOH\text{NaOH}) gilt: n(Sa¨ure)=12n(Base)n(\text{Säure}) = \frac{1}{2} \cdot n(\text{Base}).
  3. Formel aufstellen: Ersetze nn durch cVc \cdot V und stelle die Gleichung nach der gesuchten Größe um.
  4. Werte einsetzen und berechnen: Achte darauf, dass die Volumina in der gleichen Einheit eingesetzt werden. Berechne das Ergebnis und prüfe die Einheit.

Durchgerechnete Beispiele

Beispiel 1

Aufgabe

Eine Probe von 45 ml45 \text{ ml} Schwefelsäure (H2SO4\text{H}_2\text{SO}_4) wird mit Natronlauge (NaOH\text{NaOH}, c=0,1 mol/lc = 0,1 \text{ mol/l}) titriert. Bis zum Äquivalenzpunkt werden 50 ml50 \text{ ml} der Natronlauge verbraucht. Berechne die Ausgangskonzentration c0c_0 der Schwefelsäure.

Fortschritt
4 / 4
  1. Schritt 1
    Reaktionsgleichung und Äquivalenzpunkt prüfen

    Schwefelsäure (H2SO4\text{H}_2\text{SO}_4) ist zweiprotonig. Natronlauge (NaOH\text{NaOH}) ist einprotonig.

  2. Schritt 2
    Stöchiometrisches Verhältnis aufstellen

    Da die Säure zwei Protonen abgibt, benötigen wir doppelt so viel Base. n(H2SO4)=12n(NaOH)n(\text{H}_2\text{SO}_4) = \frac{1}{2} \cdot n(\text{NaOH})

  3. Schritt 3
    Formel aufstellen

    Wir ersetzen wieder nn durch cVc \cdot V: c0(H2SO4)V(H2SO4)=12c(NaOH)V(NaOH)c_0(\text{H}_2\text{SO}_4) \cdot V(\text{H}_2\text{SO}_4) = \frac{1}{2} \cdot c(\text{NaOH}) \cdot V(\text{NaOH}) Umgestellt nach der gesuchten Konzentration: c0(H2SO4)=12c(NaOH)V(NaOH)V(H2SO4)c_0(\text{H}_2\text{SO}_4) = \frac{1}{2} \cdot \frac{c(\text{NaOH}) \cdot V(\text{NaOH})}{V(\text{H}_2\text{SO}_4)}

  4. Schritt 4 · Ergebnis
    Werte einsetzen und berechnen

    c0(H2SO4)=120,1 mol/l50 ml45 mlc_0(\text{H}_2\text{SO}_4) = \frac{1}{2} \cdot \frac{0,1 \text{ mol/l} \cdot 50 \text{ ml}}{45 \text{ ml}} c0(H2SO4)=120,111 mol/lc_0(\text{H}_2\text{SO}_4) = \frac{1}{2} \cdot 0,111 \text{ mol/l} c0(H2SO4)=0,056 mol/lc_0(\text{H}_2\text{SO}_4) = 0,056 \text{ mol/l}

Ergebnis:

Die Ausgangskonzentration der Schwefelsäure beträgt 0,056 mol/l0,056 \text{ mol/l}.

Aufgabentyp 3: Auswertung konduktometrischer Titrationsdaten

Bei einer konduktometrischen Titration messen wir nicht den pH-Wert, sondern die elektrische Leitfähigkeit der Lösung. Während wir die Maßlösung zugeben, verändert sich die Anzahl und Art der Ionen im Becherglas, was die Leitfähigkeit beeinflusst.

Trägt man die gemessenen Werte in ein Diagramm ein, entsteht eine typische V-förmige Kurve.

Konduktometrische Titrationskurve
Konduktometrische Titrationskurve

Der tiefste Punkt dieser Kurve (das Leitfähigkeitsminimum) ist der Äquivalenzpunkt. Genau an diesem Punkt liest du auf der x-Achse das verbrauchte Volumen der Maßlösung (V(Base)\textcolor{#53E5D6}{V(\text{Base})}) ab. Mit diesem Wert kannst du dann wie gewohnt die Stoffmengenkonzentration c0c_0 berechnen.

Oft wird in der Chemie neben der Stoffmengenkonzentration (c0c_0 in mol/l\text{mol/l}) auch die Massenkonzentration (β0\beta_0) gefragt. Diese gibt an, wie viel Gramm des Stoffes in einem Liter gelöst sind (Einheit: g/l\text{g/l}).

Um sie zu berechnen, multiplizierst du einfach deine berechnete Konzentration c0c_0 mit der molaren Masse (MM) des Stoffes:

β0=c0M\beta_0 = c_0 \cdot M

Schritt-für-Schritt-Anleitung

  1. Äquivalenzpunkt aus Daten ablesen: Suche in einer Tabelle oder einem Graphen das Leitfähigkeitsminimum, um das verbrauchte Volumen der Maßlösung abzulesen.
  2. Stöchiometrisches Verhältnis aufstellen: Bestimme den Faktor anhand der Protonigkeit von Säure und Base.
  3. Formel aufstellen: Stelle die Gleichung nach der gesuchten Stoffmengenkonzentration c0c_0 um.
  4. Werte einsetzen und berechnen: Berechne c0c_0 und multipliziere das Ergebnis bei Bedarf mit der molaren Masse MM, um die Massenkonzentration β0\beta_0 zu erhalten.

Durchgerechnete Beispiele

Beispiel 1

Aufgabe

Bei einer konduktometrischen Titration von 100 ml100 \text{ ml} Amidosulfonsäure (einprotonig, M=97,1 g/molM = 97,1 \text{ g/mol}) mit Natronlauge (c=1 mol/lc = 1 \text{ mol/l}) wurden folgende Messwerte notiert:

V(NaOH) in mlLeitfa¨higkeit in mS/cm0,025,85,016,210,07,512,011,414,015,1\begin{array}{l|l} V(\text{NaOH}) \text{ in ml} & \text{Leitfähigkeit in mS/cm} \\ \hline 0,0 & 25,8 \\ 5,0 & 16,2 \\ 10,0 & 7,5 \\ 12,0 & 11,4 \\ 14,0 & 15,1 \end{array}

Bestimme das Äquivalenzvolumen aus der Tabelle und berechne anschließend die Stoffmengenkonzentration (c0c_0) sowie die Massenkonzentration (β0\beta_0) der Amidosulfonsäure.

Fortschritt
5 / 5
  1. Schritt 1
    Reaktionsgleichung und Äquivalenzpunkt prüfen

    Wir suchen in der Tabelle den tiefsten Wert für die Leitfähigkeit (das Minimum). Dieser liegt bei 7,5 mS/cm7,5 \text{ mS/cm}. Das dazugehörige Volumen der Natronlauge ist 10,0 ml10,0 \text{ ml}. Das Äquivalenzvolumen ist also V(NaOH)=10,0 mlV(\text{NaOH}) = 10,0 \text{ ml}.

  2. Schritt 2
    Stöchiometrisches Verhältnis aufstellen

    Amidosulfonsäure ist laut Aufgabe einprotonig, Natronlauge ebenfalls. Das Verhältnis ist 1:1. n(Sa¨ure)=n(NaOH)n(\text{Säure}) = n(\text{NaOH})

  3. Schritt 3
    Formel aufstellen

    c0(Sa¨ure)=c(NaOH)V(NaOH)V(Sa¨ure)c_0(\text{Säure}) = \frac{c(\text{NaOH}) \cdot V(\text{NaOH})}{V(\text{Säure})}

  4. Schritt 4
    Werte einsetzen und berechnen

    c0(Sa¨ure)=1 mol/l10,0 ml100 mlc_0(\text{Säure}) = \frac{1 \text{ mol/l} \cdot 10,0 \text{ ml}}{100 \text{ ml}} c0(Sa¨ure)=0,1 mol/lc_0(\text{Säure}) = 0,1 \text{ mol/l}

  5. Schritt 5 · Ergebnis
    Massenkonzentration berechnen

    Nun nutzen wir die Formel für die Massenkonzentration mit der gegebenen molaren Masse (M=97,1 g/molM = 97,1 \text{ g/mol}): β0=c0M\beta_0 = c_0 \cdot M β0=0,1 mol/l97,1 g/mol\beta_0 = 0,1 \text{ mol/l} \cdot 97,1 \text{ g/mol} β0=9,71 g/l\beta_0 = 9,71 \text{ g/l}

Ergebnis:

Die Stoffmengenkonzentration beträgt 0,1 mol/l0,1 \text{ mol/l} und die Massenkonzentration beträgt 9,71 g/l9,71 \text{ g/l}.

Wichtige Erkenntnisse

  • Grundformel: c0(Probe)=c(Maßlo¨sung)V(Maßlo¨sung)V(Probe)c_0(\text{Probe}) = \frac{c(\text{Maßlösung}) \cdot V(\text{Maßlösung})}{V(\text{Probe})}
  • Mehrprotonige Stoffe: Achte auf den Faktor! Eine zweiprotonige Säure braucht doppelt so viel Base, daher rechnest du mit dem Faktor 12\frac{1}{2} auf der Seite der Säure.
  • Leitfähigkeitstitration: Der Äquivalenzpunkt ist immer der tiefste Punkt (Minimum) in der Kurve oder Tabelle.
  • Massenkonzentration: Berechnet sich ganz einfach durch β0=c0M\beta_0 = c_0 \cdot M.

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Häufige Fragen

Was sind Berechnungen zur Säure-Base-Titration?

Bei Berechnungen zur Säure-Base-Titration ermittelst du die unbekannte Konzentration einer Säure oder Base. Dafür nutzt du das Volumen der Maßlösung, das bis zum Äquivalenzpunkt verbraucht wurde. Über das stöchiometrische Verhältnis und die Formel n = c · V kannst du die gesuchte Stoffmengenkonzentration berechnen.

Wie berechne ich die Konzentration bei mehrprotonigen Säuren?

Bei mehrprotonigen Säuren wie Schwefelsäure musst du das stöchiometrische Verhältnis anpassen. Da eine zweiprotonige Säure doppelt so viel Base zur Neutralisation benötigt, fügst du in der Formel den Faktor 1/2 auf der Seite der Base hinzu. Die angepasste Formel lautet dann: c(Säure) = 1/2 · (c(Base) · V(Base)) / V(Säure).

Wie finde ich den Äquivalenzpunkt bei einer konduktometrischen Titration?

Bei einer konduktometrischen Titration misst du die elektrische Leitfähigkeit. Trägst du die Werte in ein Diagramm ein, entsteht eine V-förmige Kurve. Der tiefste Punkt dieser Kurve – das Leitfähigkeitsminimum – markiert exakt den Äquivalenzpunkt. Dort liest du das verbrauchte Volumen der Maßlösung ab.

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