Anthropogener Klimawandel und seine Folgen einfach erklärt
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Stell dir vor, es ist Hochsommer und du ziehst dir eine dicke Winterjacke an. Genau das machen wir Menschen gerade mit unserem Planeten, was den anthropogenen Klimawandel und seine Folgen antreibt! Wir hüllen die Erde in eine immer dicker werdende unsichtbare Decke aus Gasen ein.

In dieser Lektion werden wir herausfinden, woher diese Gase kommen, wie sie den natürlichen Kreislauf der Erde völlig aus dem Takt bringen und warum schon winzige Mengen davon ausreichen, um unser weltweites Klima drastisch zu verändern.
Vorwissen
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Natürlicher Treibhauseffekt: Natürliche Gase in der Atmosphäre halten einen Teil der Sonnenwärme auf der Erde fest.
Beispiel: Ohne diesen natürlichen Effekt wäre die Erde eine Eiskugel und Leben wäre nicht möglich.
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Verbrennungsreaktionen: Wenn kohlenstoffhaltige Stoffe brennen, reagieren sie mit Sauerstoff und es entstehen neue Gase.
Beispiel: Bei der Verbrennung von Holz oder Kohle entsteht Kohlenstoffdioxid ().
Aufgabentyp 1: Der vom Menschen gemachte Treibhauseffekt
Um den anthropogenen Klimawandel und seine Folgen zu verstehen, müssen wir uns zuerst den Treibhauseffekt ansehen. Das Wort „anthropogen“ bedeutet „vom Menschen verursacht“. Der Mensch greift massiv in den natürlichen Kohlenstoffkreislauf ein, indem er fossile Brennstoffe wie Erdöl, Erdgas und Kohle aus der Erde holt und verbrennt. Diese Stoffe haben den Kohlenstoff über Millionen von Jahren sicher gespeichert. Jetzt setzen wir ihn innerhalb weniger Jahrzehnte als Kohlenstoffdioxid () frei – etwa 60-mal schneller, als die Natur ihn wieder aufnehmen kann!
Diese zusätzlichen Gase wirken in der Atmosphäre wie eine dicke Decke und verstärken den natürlichen Treibhauseffekt. Aber woher kommen diese Gase genau?

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50 % Energieerzeugung: Bei der Verbrennung von Kohle, Öl und Gas zur Strom- und Wärmeerzeugung entstehen riesige Mengen an .
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30 % Landwirtschaft: Hier entstehen besonders Methan () durch Rinderhaltung und Reisanbau sowie Stickoxide durch das Düngen von Feldern.
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20 % Industrie: Fabriken stoßen bei der Produktion von Gütern weitere Treibhausgase aus.
Aufgabentyp 2: Messung von Spurengasen in ppm
Treibhausgase machen nur einen winzigen Bruchteil unserer gesamten Atemluft aus. Wenn wir ihren Anteil in Prozent (%) angeben würden, müssten wir mit sehr unhandlichen Kommazahlen rechnen. Deshalb nutzen Wissenschaftler für solche Spurengase die Einheit ppm (parts per million).

Das bedeutet übersetzt „Teile pro Million“. Stell dir vor, du hast eine Million weiße Bälle und malst genau einen davon an. Dieser eine Ball entspricht dann . Hier ist die Übersicht der Einheiten:
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Prozent (%):
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Promille (‰):
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ppm:
Schritt-für-Schritt-Anleitung
- Schritt 1: Die Ausgangseinheit prüfen - Schau dir an, ob der gegebene Wert in Prozent (%) oder Promille (‰) vorliegt.
- Schritt 2: Den Umrechnungsfaktor anwenden - Von Prozent (%) zu ppm: Multipliziere die Zahl mit . Von Promille (‰) zu ppm: Multipliziere die Zahl mit .
Durchgerechnete Beispiele
Beispiel 0
Die Konzentration von Kohlenstoffdioxid in der Atmosphäre beträgt aktuell etwa . Berechne diesen Wert in der Einheit ppm.
- Schritt 1Die Ausgangseinheit prüfen
Der Wert ist in Prozent (%) gegeben: .
- Schritt 2 · ErgebnisDen Umrechnungsfaktor anwenden
Um von Prozent in ppm umzurechnen, multiplizieren wir den Wert mit :
Die Konzentration von Kohlenstoffdioxid beträgt .
Aufgabentyp 3: Globale Erwärmung und ihre Folgen
Der anthropogene Klimawandel und seine Folgen zeigen sich besonders deutlich in der globalen Erwärmung. Durch die vielen Treibhausgase steigt die globale Mitteltemperatur. Das ist ein fiktiver Durchschnittswert, der aus den Daten von Wetterstationen und Ozeanen weltweit berechnet wird. Ein globaler Anstieg bedeutet aber nicht, dass es überall gleichmäßig wärmer wird. Manche Regionen erhitzen sich extrem, während andere sogar kälter werden könnten!
Ohne eine Begrenzung dieses Anstiegs drohen schwere Folgen für das Erdklima:
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Extremwetter: Weil die Temperatur- und Druckunterschiede in der Atmosphäre größer werden, entstehen stärkere und häufigere Stürme. Auch Dürren und Überschwemmungen nehmen zu.
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Meeresspiegelanstieg: Warmes Wasser dehnt sich aus. Zusätzlich schmilzt das Eis auf dem Land (wie in Grönland und der Antarktis). Dadurch steigt das Wasser und bedroht Küstenregionen.
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Störung der Meeresströmungen: Wenn das arktische Eis schmilzt, fließt viel Süßwasser in den Nordatlantik. Das verringert den Salzgehalt und verändert die Dichte des Wassers. Dadurch könnte der Golfstrom, der wie eine riesige Heizung für Europa wirkt, zum Stillstand kommen!

Wichtige Erkenntnisse
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Der Mensch verstärkt den Treibhauseffekt, indem er fossile Brennstoffe verbrennt und so den natürlichen Kohlenstoffkreislauf stört.
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Die Hauptquellen für Treibhausgase sind Energieerzeugung (50 %), Landwirtschaft (30 %) und Industrie (20 %).
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Spurengase werden in ppm (Teile pro Million) gemessen.
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Die steigende globale Mitteltemperatur führt zu Extremwetter, einem steigenden Meeresspiegel und kann Meeresströmungen wie den Golfstrom stoppen.
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Häufige Fragen
Was ist der anthropogene Klimawandel?
Der anthropogene Klimawandel ist die vom Menschen verursachte Veränderung des weltweiten Klimas. Er entsteht hauptsächlich dadurch, dass wir fossile Brennstoffe wie Kohle, Erdöl und Erdgas verbrennen. Dabei werden große Mengen an Treibhausgasen wie Kohlenstoffdioxid freigesetzt, die den natürlichen Treibhauseffekt extrem verstärken.
Was sind die wichtigsten Folgen des Klimawandels?
Zu den massiven Folgen gehören Extremwetterereignisse wie Stürme, Dürren und Überschwemmungen. Außerdem führt die Erwärmung zum Schmelzen der Eiskappen und damit zu einem gefährlichen Meeresspiegelanstieg. Auch wichtige Meeresströmungen wie der Golfstrom könnten durch das viele Süßwasser aus schmelzendem Eis gestört werden.
Wie rechnet man Prozent in ppm um?
Die Einheit ppm steht für parts per million (Teile pro Million). Um einen Wert von Prozent (%) in ppm umzurechnen, multiplizierst du ihn einfach mit 10.000. Ein Anteil von 0,04 % entspricht also genau 400 ppm. Von Promille (‰) zu ppm multiplizierst du mit 1.000.
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