Ökologie, Gefährdung und Schutz von Amphibien einfach erklärt
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Stell dir vor, du müsstest jedes Jahr einen langen, gefährlichen Weg wandern, manchmal sogar mit jemandem auf dem Rücken! Genau das macht die Erdkröte. In diesem Artikel zum Thema Ökologie, Gefährdung und Schutz von Amphibien erfährst du, wohin die Erdkröte jedes Jahr wandert und wie wir sie auf ihrem Weg beschützen können. Auf dieser Reise lauern viele Gefahren, aber zum Glück gibt es Menschen, die den Tieren helfen.

Vorwissen
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Amphibien (Doppelleben): Tiere, die einen Teil ihres Lebens im Wasser und einen anderen an Land verbringen.
Beispiel: Kaulquappen schwimmen im Wasser, erwachsene Frösche leben an Land.
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Kältestarre: Ein tiefer Schlaf im Winter, bei dem der Körper kaum noch Energie verbraucht.
Beispiel: Eine Kröte versteckt sich in einer Erdhöhle, bis es im Frühling wieder warm wird.
Aufgabentyp 1: Der Jahreskreislauf der Erdkröte
Um die Gefährdung und den Schutz von Amphibien zu verstehen, müssen wir uns zunächst ansehen, wie diese Tiere leben. Die Erdkröte verbringt nicht das ganze Jahr am selben Ort. Sie wandert in einem festen Kreislauf zwischen drei verschiedenen Lebensräumen hin und her:
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Frühling (Das Laichgewässer): Wenn es wärmer wird, wachen die Kröten auf und wandern alle gleichzeitig zu dem Teich, in dem sie selbst geboren wurden. Dort legen sie ihre Eier (den Laich) ab. Oft sieht man dabei etwas Lustiges: Die kleineren Männchen lassen sich von den größeren Weibchen huckepack zum Wasser tragen!
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Sommer (Das Sommerquartier): Nach der Paarung verlassen sie das Wasser. Sie wandern in feuchte, helle Laubwälder. Dort verstecken sie sich tagsüber und jagen nachts nach Insekten.
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Herbst und Winter (Das Winterquartier): Wenn es kalt wird, suchen sie sich frostfreie Höhlen im Waldboden. Dort fallen sie in die Kältestarre und verschlafen den Winter, bis der Kreislauf von vorne beginnt.

Aufgabentyp 2: Gefahren und Rettungsaktionen
Der Schutz von Amphibien ist besonders während ihrer Wanderungen wichtig. Auf ihren Wanderungen müssen die Kröten oft Straßen überqueren oder finden ihre alte Heimat nicht mehr. Der Mensch verursacht diese Gefahren, kann aber auch helfen:
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Gefahr 1: Straßenverkehr. Kröten sind langsam. Wenn sie eine Straße überqueren, werden sie oft von Autos überfahren.
Die Rettung: Tierschützer stellen Krötenzäune am Straßenrand auf. Die Kröten wandern am Zaun entlang und fallen in eingegrabene Eimer. Helfer tragen die Eimer dann sicher über die Straße. Manchmal baut man auch dauerhafte Krötentunnel unter der Straße hindurch.
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Gefahr 2: Lebensraumverlust. Viele alte Teiche und feuchte Wiesen wurden in den letzten 60 Jahren zugeschüttet, um Felder oder Häuser zu bauen. Die Kröten haben keinen Ort mehr für ihre Eier.
Die Rettung: Naturschützer legen neue Ersatzteiche an und schützen die Natur, die noch da ist.
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Gefahr 3: Umweltverschmutzung. Müll und giftige Chemikalien fließen in die Teiche und machen das Wasser giftig für die Tiere.
Die Rettung: Strenge Regeln verbieten es, giftige Stoffe in der Nähe von Gewässern zu nutzen.

Durchgerechnete Beispiele
Beispiel 1
Die Stadt Waldhausen baut eine neue, viel befahrene Straße. Diese Straße liegt genau zwischen einem großen Laubwald und einem alten See.
Erkläre, welches Problem im Frühling für die Erdkröten entsteht, und nenne zwei Maßnahmen, wie die Stadt die Tiere schützen kann.
- Schritt 1Das Problem erkennen
Im Frühling wachen die Erdkröten im Wald (ihrem Winterquartier) auf und wollen zum See (ihrem Laichgewässer) wandern. Da die neue Straße genau dazwischen liegt, besteht die große Gefahr, dass die langsamen Tiere von Autos überfahren werden.
- Schritt 2 · ErgebnisDie Rettungsmaßnahmen planen (Antwort)
Die Stadt kann zwei Dinge tun, um die Kröten zu schützen:
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Sie kann Krötenzäune mit Eimern aufstellen, damit freiwillige Helfer die Tiere sicher über die Straße tragen können.
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Sie kann dauerhafte Krötentunnel unter der Straße bauen, durch die die Tiere gefahrlos auf die andere Seite krabbeln können.
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Diese Maßnahmen werden in der echten Welt jedes Jahr im Frühling sehr erfolgreich eingesetzt, um Tausende von Amphibien zu retten!
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Quizfrage 1 zu Ökologie, Gefährdung und Schutz von Amphibien
Was bedeutet das Doppelleben von Amphibien?
Quizfrage 2 zu Ökologie, Gefährdung und Schutz von Amphibien
Nur mit AccountWie verhalten sich Erdkröten bei der Wanderung zum Laichgewässer im Frühling?
Übungsaufgabe zu Ökologie, Gefährdung und Schutz von Amphibien
Nur mit AccountWichtige Erkenntnisse
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Die Erdkröte wandert jedes Jahr zwischen Winterquartier (Wald), Laichgewässer (Teich) und Sommerquartier (Wald).
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Auf der Wanderung drohen Gefahren durch Autos, Umweltverschmutzung und zerstörte Teiche.
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Menschen helfen den Tieren mit Krötenzäunen, Krötentunneln und dem Bau von neuen Teichen.
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Häufige Fragen
Was ist die Gefährdung und der Schutz von Amphibien?
Die Gefährdung und der Schutz von Amphibien ist ein wichtiges Thema in der Ökologie. Amphibien wie die Erdkröte sind stark bedroht, da ihre Lebensräume durch den Menschen zerstört werden und sie auf ihren Wanderungen oft Straßen überqueren müssen. Der Schutz umfasst Maßnahmen wie den Bau von Ersatzteichen und Krötenzäunen, um das Überleben dieser faszinierenden Tiere zu sichern.
Warum wandern Erdkröten jedes Jahr?
Erdkröten haben einen festen Jahreskreislauf und wechseln zwischen verschiedenen Lebensräumen. Im Frühling wandern sie zu ihrem Laichgewässer, um ihre Eier abzulegen. Den Sommer verbringen sie in feuchten Laubwäldern, wo sie nach Insekten jagen. Im Herbst und Winter suchen sie sich frostfreie Höhlen im Waldboden, um dort in die Kältestarre zu fallen und sicher zu überwintern.
Wie funktionieren Krötenzäune und Krötentunnel?
Um Amphibien vor dem Straßenverkehr zu retten, stellen Tierschützer im Frühling Krötenzäune auf. Die Tiere wandern am Zaun entlang und fallen in eingegrabene Eimer, aus denen sie von Helfern sicher über die Straße getragen werden. Eine dauerhafte Lösung sind Krötentunnel, die unter der Straße hindurchführen, sodass die Amphibien die gefährlichen Straßen völlig selbstständig und gefahrlos unterqueren können.
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