Konventionelle und erneuerbare Energiequellen einfach erklärt
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Du kommst abends nach Hause, drückst auf den Lichtschalter und sofort wird das Zimmer hell. Aber hast du dich jemals gefragt, woher dieser Strom in genau diesem Moment eigentlich kommt? Wenn wir über konventionelle und erneuerbare Energiequellen sprechen, geht es genau um diese Frage.

Lange Zeit haben wir unsere Energie aus Quellen gewonnen, die unsere Erde schmutzig machen und irgendwann aufgebraucht sind. In dieser Lektion finden wir heraus, warum unsere bisherigen Energiequellen ein Ablaufdatum haben und wie Sonne, Wind und Wasser unsere Zukunft sichern können.
Vorwissen
- Der anthropogene Treibhauseffekt: Gase wie Kohlenstoffdioxid (), die vom Menschen produziert werden, fangen die Wärme der Sonne auf der Erde ein und erhitzen den Planeten. Beispiel: Die Abgase aus Fabriken und Autos wirken wie ein unsichtbares Gewächshaus aus Glas um die Erde.
- Nachhaltigkeit: Wir dürfen Ressourcen nur so nutzen, dass sie sich wieder erholen können und auch für die Menschen in der Zukunft noch da sind. Beispiel: In einem Wald dürfen nur so viele Bäume gefällt werden, wie auch neue Bäume nachgepflanzt werden.
Aufgabentyp 1: Konventionelle vs. Erneuerbare Energie
Um Strom und Wärme zu erzeugen, nutzen wir verschiedene Rohstoffe. Diese teilen wir in zwei große Gruppen ein:
1. Konventionelle Energieträger Das Wort „konventionell“ bedeutet „herkömmlich“ oder „wie wir es bisher immer gemacht haben“. Dazu gehören fossile Brennstoffe wie Kohle, Erdöl und Erdgas sowie die Kernkraft (Atomkraft). Deutschland erzeugt aktuell noch viel Energie aus diesen Quellen, aber sie haben zwei riesige Probleme:
- Sie sind endlich: Irgendwann ist die letzte Kohle abgebaut und das letzte Öl aus der Erde gepumpt. Dann sind sie für immer weg.
- Sie schaden der Umwelt: Um Kohle abzubauen, werden oft ganze Landschaften und Dörfer zerstört (Tagebau). Wenn wir Kohle, Öl oder Gas verbrennen, entsteht sehr viel Kohlenstoffdioxid (), was die Erde erhitzt. Kernkraftwerke erzeugen zwar kein , aber sie produzieren hochradioaktiven Müll, der für Millionen Jahre gefährlich bleibt, und bergen das Risiko von schlimmen Unfällen.
2. Erneuerbare Energieträger Dazu gehören Wind, Wasser und Sonnenlicht. Man nennt sie auch „regenerativ“, weil sie sich auf natürliche Weise ständig selbst erneuern.

Der große Vorteil der erneuerbaren Energien ist, dass sie unendlich verfügbar sind. Die Sonne wird nicht leer, egal wie viel Licht wir mit Solarmodulen einfangen. Außerdem sind sie klimafreundlich, da bei ihrer Nutzung kein schädliches in die Luft geblasen wird.
Aufgabentyp 2: Die Energiewende und das Speicherproblem
Weil konventionelle Energien der Erde schaden und bald aufgebraucht sind, hat die Politik die Energiewende beschlossen. Das ist der strategische Plan, komplett weg von Kohle, Öl und Atomkraft zu gehen und stattdessen nur noch klimafreundliche, erneuerbare Ressourcen zu nutzen.
Das klingt einfach, bringt aber eine riesige technische Herausforderung mit sich: die Schwankung.
Ein Kohlekraftwerk kann man einfach einschalten und es produziert Tag und Nacht gleichmäßig Strom. Erneuerbare Energien sind jedoch vom Wetter abhängig. Wenn nachts die Sonne nicht scheint, produzieren Solarmodule keinen Strom. Wenn der Wind nicht weht, stehen die Windräder still. Die Stromproduktion schwankt also extrem.

Strom hat eine besondere Eigenschaft: Er muss in genau dem Moment verbraucht werden, in dem er erzeugt wird. Wenn an einem sonnigen Mittag zu viel Strom produziert wird, geht dieser verloren, wenn wir ihn nicht aufheben. Deshalb forschen Wissenschaftler aktuell intensiv an riesigen Strom- und Wärmespeichern (wie gigantischen Batterien). Nur wenn wir die Energie vom Mittag für die Nacht speichern können, kann die Energiewende erfolgreich sein.
Durchgerechnete Beispiele
Beispiel 1
Eine kleine Insel möchte ein neues Kraftwerk bauen. Der Bürgermeister schlägt ein Kohlekraftwerk vor, weil es billig ist. Nenne zwei Gründe, warum diese konventionelle Energiequelle langfristig eine schlechte Idee ist, und schlage eine erneuerbare Alternative vor.
- Schritt 1Nachteile der Kohle identifizieren
Kohle ist ein konventioneller Energieträger. Der erste Nachteil ist, dass beim Verbrennen von Kohle sehr viel entsteht, was den Treibhauseffekt verstärkt. Der zweite Nachteil ist, dass Kohle endlich ist; irgendwann müsste die Insel teure Kohle aus anderen Ländern kaufen, wenn die eigenen Vorräte leer sind.
- Schritt 2 · ErgebnisEine Alternative vorschlagen
Eine erneuerbare Alternative wäre Wind-, Wasser- oder Sonnenenergie.
Ein Kohlekraftwerk ist eine schlechte Idee, weil es klimaschädliches ausstößt und der Rohstoff Kohle irgendwann aufgebraucht ist. Eine bessere Alternative wäre der Bau von Windrädern oder Solarmodulen.
Quiz zu Konventionelle und erneuerbare Energiequellen: Teste dein Wissen
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Quizfrage 1 zu Konventionelle und erneuerbare Energiequellen
Wie wird das Prinzip beschrieben, bei dem Ressourcen nur so genutzt werden, dass sie für die Zukunft erhalten bleiben?
Quizfrage 2 zu Konventionelle und erneuerbare Energiequellen
Nur mit AccountWelche Eigenschaft trifft auf konventionelle Energieträger wie Kohle und Erdöl zu?
Übungsaufgabe zu Konventionelle und erneuerbare Energiequellen
Nur mit AccountBeispiel 2
Eine Stadt versorgt sich zu mit Solar- und Windenergie. An einem nebligen, windstillen Wintertag fällt plötzlich der Strom aus. Erkläre mit dem Fachbegriff der „Schwankung“, warum das passiert ist, und nenne die Technologie, die dieses Problem in Zukunft verhindern soll.
- Schritt 1Die Ursache des Stromausfalls erklären
Da es neblig (keine Sonne) und windstill (kein Wind) ist, können die Solarmodule und Windräder keinen Strom produzieren. Dieses Problem der Wetterabhängigkeit nennt man Schwankung.
- Schritt 2 · ErgebnisDie technische Lösung benennen
Da der Strom nicht immer dann produziert wird, wenn er gebraucht wird, muss er aufgehoben werden.
Der Strom fiel aus, weil erneuerbare Energien einer wetterbedingten Schwankung unterliegen und bei Nebel und Windstille keine Energie liefern. Um dies zu verhindern, müssen in Zukunft bessere Energiespeicher (wie riesige Batterien) gebaut werden, die den Strom von sonnigen Tagen für schlechtes Wetter aufheben. Realitätscheck: Das macht physikalisch Sinn. Ohne Speicher bricht ein Stromnetz zusammen, wenn die Erzeugung plötzlich stoppt, aber die Menschen weiterhin Strom verbrauchen wollen.
Wichtige Erkenntnisse
- Konventionelle Energien (Kohle, Öl, Gas, Kernkraft) sind endlich. Sie zerstören Landschaften, produzieren gefährlichen Müll oder heizen die Erde durch auf.
- Erneuerbare Energien (Sonne, Wind, Wasser) sind unendlich verfügbar und klimafreundlich.
- Die Energiewende ist der Wechsel von konventionellen zu erneuerbaren Energien.
- Das größte Problem der erneuerbaren Energien ist die Schwankung (sie sind wetterabhängig). Daher ist die Entwicklung von Energiespeichern aktuell die wichtigste Aufgabe der Forschung.
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Häufige Fragen
Was sind konventionelle und erneuerbare Energiequellen?
Konventionelle Energiequellen wie Kohle, Erdöl und Erdgas sind endlich und schaden durch den Ausstoß von CO₂ der Umwelt. Erneuerbare Energiequellen wie Sonne, Wind und Wasser erneuern sich hingegen von selbst, sind unendlich verfügbar und klimafreundlich.
Warum sind fossile Brennstoffe ein Problem für die Umwelt?
Beim Verbrennen von fossilen Brennstoffen entsteht sehr viel Kohlenstoffdioxid (CO₂). Dieses Gas verstärkt den Treibhauseffekt und erhitzt unsere Erde. Zudem werden für den Abbau von Kohle oft ganze Landschaften zerstört und bei der Kernkraft entsteht gefährlicher Atommüll.
Was bedeutet der Begriff „Energiewende“?
Die Energiewende ist der strategische Plan, die Strom- und Wärmeerzeugung komplett von konventionellen Energien (wie Kohle und Atomkraft) auf erneuerbare Energien umzustellen. Das Ziel ist eine klimafreundliche und nachhaltige Energieversorgung für die Zukunft.
Was ist das größte Problem bei erneuerbaren Energien?
Das Hauptproblem ist die sogenannte Schwankung. Da erneuerbare Energien vom Wetter abhängig sind, produzieren sie nicht immer gleichmäßig Strom. Wenn der Wind nicht weht und die Sonne nicht scheint, entsteht eine Lücke. Deshalb brauchen wir riesige Energiespeicher, um den Strom aufzuheben.
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