Empirische Untersuchung der Variation einfach erklärt: Muster

Lerne, wie du die empirische Untersuchung der Variation durchführst. Erfahre, wie man Messwerte in Größenklassen einteilt und Diagramme erstellt.

📅 Aktualisiert 5. September 20263 Min. Lesezeit✍️ Rocket Tutor Redaktion
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Empirische Untersuchung der Variation einfach erklärt: Muster

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Student thinking

Bei der empirischen Untersuchung der Variation gehst du wie ein echter Detektiv vor, um die versteckten Muster der Natur sichtbar zu machen. Stell dir vor, du kaufst eine Tüte getrockneter Bohnen im Supermarkt. Wenn du sie auf den Tisch schüttest, sehen sie auf den ersten Blick alle exakt gleich aus. Aber ist das wirklich so?

Verschiedene getrocknete Bohnen
Verschiedene getrocknete Bohnen

Wenn wir genauer hinsehen, stellen wir fest, dass die Natur keine perfekten Kopien macht. Jedes Lebewesen ist einzigartig. In diesem Artikel lernst du, wie Wissenschaftler diese winzigen Unterschiede messen, ordnen und in Diagrammen darstellen.

Vorwissen

  • Natürliche Variabilität: Individuen der gleichen Art sehen nie exakt gleich aus. Es gibt immer kleine, natürliche Unterschiede.

    Beispiel: Darwins Giraffen hatten nicht alle exakt den gleichen Hals; einige hatten von Natur aus etwas längere oder kürzere Hälse.

Aufgabentyp 1: Empirische Untersuchung der Variation durchführen

Die Bandbreite an Unterschieden innerhalb einer Art nennen wir Variabilität. Um diese Variabilität zu untersuchen, müssen wir messen. Wenn wir zum Beispiel die Länge von 5050 Bohnen mit einem Messschieber messen, erhalten wir 5050 verschiedene Rohdaten (Zahlen), wie 12.1 mm12.1 \text{ mm}, 12.4 mm12.4 \text{ mm} oder 13.2 mm13.2 \text{ mm}.

Wenn wir für jede einzelne Zahl einen eigenen Balken in ein Diagramm zeichnen würden, hätten wir 5050 winzige Balken. Das Diagramm wäre völlig chaotisch und wir könnten kein Muster erkennen.

Balkendiagramm mit vielen kleinen Balken
Balkendiagramm mit vielen kleinen Balken

Deshalb nutzen Wissenschaftler einen Trick: Sie fassen ähnliche Werte in Größenklassen zusammen. Eine Größenklasse ist wie eine Schublade. Wir sagen zum Beispiel: Alle Bohnen, die zwischen 12.0 mm12.0 \text{ mm} und 12.4 mm12.4 \text{ mm} lang sind, kommen in die erste Größenklasse. So machen wir aus einem Zahlenchaos eine übersichtliche Ordnung.

Das Bohnen-Labor: Längen messen

Zweck: Die natürliche Variabilität von Bohnensamen messen und in einem Diagramm sichtbar machen.

Materialien: 5050 getrocknete Bohnen der gleichen Sorte, ein Messschieber (oder ein sehr genaues Lineal), Stift, Papier.

Tabelle mit Größenklassen und Strichliste
Tabelle mit Größenklassen und Strichliste

Beobachtung: Wenn du aus deinen Ergebnissen ein Balkendiagramm zeichnest, wirst du sehen, dass die meisten Bohnen in den mittleren Größenklassen landen. Es gibt nur sehr wenige extrem kleine oder extrem große Bohnen. Das Diagramm sieht aus wie ein Hügel.

Erklärung: Diese hügelförmige Verteilung zeigt uns, dass die Variabilität in der Natur nicht völlig zufällig ist. Die meisten Individuen einer Art haben eine durchschnittliche Größe.

Schritt-für-Schritt-Anleitung

Wenn du in einer Aufgabe eine Liste mit Messwerten bekommst und diese auswerten sollst, gehe immer so vor:

  1. Schritt 1: Die Extreme finden – Suche in den Rohdaten den kleinsten und den größten Wert. So weißt du, wo deine Tabelle anfangen und aufhören muss.
  2. Schritt 2: Größenklassen festlegen – Teile den Bereich zwischen dem kleinsten und größten Wert in gleich große Abschnitte (Intervalle) ein. Achte darauf, dass sich die Klassen nicht überschneiden (z.B. 1.01.91.0 - 1.9 und dann 2.02.92.0 - 2.9).
  3. Schritt 3: Strichliste führen – Gehe jeden Messwert einzeln durch, streiche ihn in der Aufgabe ab und mache einen Strich in der passenden Größenklasse. Zähle am Ende die Striche zusammen.
  4. Schritt 4: Das Diagramm zeichnen – Zeichne ein Balkendiagramm. Die Größenklassen kommen immer auf die waagerechte Achse (X-Achse). Die Anzahl der Individuen (die Summe aus der Strichliste) kommt immer auf die senkrechte Achse (Y-Achse).

Durchgerechnete Beispiele

Beispiel 0

Aufgabe

Eine Schülerin hat 1010 Bohnen mit einer Digitalwaage gewogen. Hier sind die Rohdaten in Gramm (g): 0.40.4, 0.70.7, 0.50.5, 0.90.9, 0.60.6, 0.50.5, 0.80.8, 0.60.6, 0.50.5, 0.70.7.

Ordne diese Werte in die folgenden drei Größenklassen ein: Klasse A: 0.40.5 g0.4 - 0.5 \text{ g} Klasse B: 0.60.7 g0.6 - 0.7 \text{ g} Klasse C: 0.80.9 g0.8 - 0.9 \text{ g}

Finde heraus, in welcher Größenklasse sich die meisten Bohnen befinden.

Fortschritt
3 / 3
  1. Schritt 1
    Werte der Klasse A zuordnen

    Wir suchen alle Werte, die 0.40.4 oder 0.50.5 sind: 0.40.4, 0.50.5, 0.50.5, 0.50.5. Das sind insgesamt 44 Bohnen.

  2. Schritt 2
    Werte der Klasse B zuordnen

    Wir suchen alle Werte, die 0.60.6 oder 0.70.7 sind: 0.70.7, 0.60.6, 0.60.6, 0.70.7. Das sind insgesamt 44 Bohnen.

  3. Schritt 3 · Ergebnis
    Werte der Klasse C zuordnen

    Wir suchen alle Werte, die 0.80.8 oder 0.90.9 sind: 0.90.9, 0.80.8. Das sind insgesamt 22 Bohnen.

    Balkendiagramm der Bohnengewichte
    Balkendiagramm der Bohnengewichte
Ergebnis:

Die meisten Bohnen befinden sich in Klasse A und Klasse B (jeweils 44 Bohnen).

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Was versteht man unter natürlicher Variabilität?

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Warum fassen Wissenschaftler ähnliche Messwerte in Größenklassen zusammen?

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Wichtige Erkenntnisse

  • Variabilität: Die natürlichen Unterschiede in den Merkmalen (wie Größe oder Gewicht) innerhalb einer Art.
  • Größenklassen: Wir fassen ähnliche Messwerte in Gruppen zusammen, um Muster erkennen zu können.
  • Strichliste & Diagramm: Helfen uns, unübersichtliche Rohdaten in ein klares Bild zu verwandeln. Meistens zeigt sich, dass die durchschnittlichen Werte am häufigsten vorkommen.

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Häufige Fragen

Was ist die empirische Untersuchung der Variation?

Die empirische Untersuchung der Variation ist eine Methode in der Biologie, um natürliche Unterschiede innerhalb einer Art zu messen und darzustellen. Dabei werden Merkmale wie Größe oder Gewicht gesammelt, in Größenklassen eingeteilt und in einem Diagramm visualisiert, um Muster wie die Durchschnittsgröße zu erkennen.

Warum teilt man Messwerte in Größenklassen ein?

Wenn du jeden einzelnen Messwert einzeln in ein Diagramm zeichnest, wird es schnell unübersichtlich. Größenklassen fassen ähnliche Werte zusammen (z. B. alle Längen zwischen 12,0 mm und 12,4 mm). So machst du aus einem Zahlenchaos eine klare Ordnung und kannst Verteilungsmuster besser erkennen.

Wie zeichnet man ein Diagramm zur Variabilität?

Um ein Diagramm zu zeichnen, trägst du die Größenklassen immer auf der waagerechten x-Achse ein. Die Anzahl der Individuen (die Summe aus deiner Strichliste) kommt auf die senkrechte y-Achse. Meistens entsteht dabei eine hügelförmige Verteilung, da durchschnittliche Werte am häufigsten vorkommen.

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