Allgemeine Merkmale der Reptilien: Einfach erklärt
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Stell dir vor, du trägst eine trockene, schuppige Rüstung, die dich vor allem beschützt. Aber um morgens überhaupt aus dem Bett zu kommen und dich bewegen zu können, musst du dich erst einmal eine Stunde lang in die pralle Sonne legen!

Genau so sieht der Alltag vieler Reptilien (Kriechtiere) aus. Ob flinke Eidechsen, riesige Krokodile oder lautlose Schlangen – sie alle teilen faszinierende Überlebenstricks. In diesem Artikel erforschen wir die allgemeinen Merkmale der Reptilien, wie ihr Körper gebaut ist, warum sie sich häuten müssen und wie sie den eiskalten Winter überleben.
Vorwissen
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Wirbeltiere: Tiere, die ein Skelett mit einer Wirbelsäule (Rückgrat) im Inneren ihres Körpers haben.
Beispiel: Hunde, Vögel und Fische gehören zu den Wirbeltieren, weil sie eine Wirbelsäule besitzen.
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Amphibien (z. B. Frösche): Diese Tiere haben eine feuchte Haut, durch die sie atmen können (Hautatmung).
Beispiel: Ein Frosch muss immer in der Nähe von Wasser bleiben, damit seine Haut nicht austrocknet und er atmen kann.
Aufgabentyp 1: Das Skelett und der schlängelnde Gang
Reptilien gehören zu den Wirbeltieren. Das bedeutet, sie besitzen ein stabiles Skelett mit einer Wirbelsäule in ihrer Mitte.
Aber wenn du dir ansiehst, wie eine Eidechse läuft, sieht das ganz anders aus als bei einem Hund. Bei Säugetieren stehen die Beine gerade unter dem Bauch. Bei Reptilien ragen die Beine an den Schultern und am Becken seitlich aus dem Körper heraus – so, als würden sie ständig Liegestütze machen!

Weil die Beine an der Seite sitzen, bewegen Reptilien sie beim Laufen über Kreuz: Das linke Vorderbein und das rechte Hinterbein bewegen sich gleichzeitig nach vorne. Dadurch biegt sich ihre Wirbelsäule hin und her. Es entsteht eine typische schlängelnde oder kriechende Bewegung. (Das Wort Reptil kommt übrigens vom lateinischen Wort reptilis, was „kriechend“ bedeutet!)
Aufgabentyp 2: Atmen wie ein Profi: Die Lungenatmung
Reptilien sind echte Landtiere. Vom Tag ihrer Geburt an atmen sie ausschließlich mit Lungen. Beim Einatmen nehmen sie Sauerstoff aus der Luft in ihr Blut auf, und beim Ausatmen geben sie verbrauchtes Kohlenstoffdioxid wieder ab.
Aber wie bekommen sie genug Luft, wenn sie nicht wie Frösche zusätzlich durch die Haut atmen können? Der Trick liegt im Bau ihrer Lunge: Die Lunge von Reptilien ist im Inneren stark gefaltet.

Stell dir ein flaches Blatt Papier vor. Wenn du es zusammenknüllst, passt es in eine kleine Faust, aber wenn du es wieder ausbreitest, hat es eine riesige Oberfläche. Genau so funktionieren die Falten in der Lunge! Sie vergrößern die innere Oberfläche enorm. So kann die Lunge bei jedem Atemzug extrem viel Sauerstoff aufnehmen. Eine feuchte Hautatmung ist für Reptilien daher völlig überflüssig.
Aufgabentyp 3: Ein trockener Panzer und zu enge Kleidung
Wenn du eine Eidechse oder Schlange anfasst, fühlt sie sich nicht schleimig an, sondern völlig trocken. Die Haut von Reptilien ist mit harten Hornschuppen oder dicken Hornplatten bedeckt.

Diese Hornschicht ist wie ein wasserdichter Schutzanzug. Sie schützt das Tier vor Verletzungen und verhindert vor allem das Austrocknen. Deshalb können Reptilien auch in extrem heißen und trockenen Wüsten überleben.
Dieser tolle Schutzanzug hat jedoch einen Nachteil: Er wächst nicht mit! Wenn das Reptil wächst, wird die alte Haut irgendwann zu eng. Das Tier muss seine alte Haut abstreifen. Diesen Vorgang nennt man Häutung.
Das passiert bei verschiedenen Reptilien auf unterschiedliche Weise:
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Schlangen: Streifen ihre Haut in einem einzigen, langen Stück ab (wie einen Socken, den man auf links zieht).
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Echsen (z. B. Eidechsen): Verlieren ihre alte Haut in vielen kleinen Fetzen.
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Krokodile und Schildkröten: Bei ihnen reiben sich die alten Hornplatten durch ständige Bewegung (Abrieb) nach und nach ab.
Aufgabentyp 4: Wechselwarm: Leben mit der Sonne
Säugetiere wie wir Menschen haben immer eine warme Körpertemperatur, egal ob es draußen schneit oder die Sonne scheint. Reptilien können das nicht. Sie haben kein wärmendes Fell und ihr Körper produziert selbst kaum Wärme.
Reptilien sind wechselwarm (ektotherm). Das bedeutet: Ihre Körpertemperatur ist immer ungefähr so warm oder kalt wie ihre Umgebung.

Um aktiv zu werden, jagen zu können oder ihr Fressen zu verdauen, brauchen sie Wärme. Deshalb setzen sie sich morgens oft auf Steine und nehmen ein ausgiebiges Sonnenbad, um ihren Körper aufzuheizen.
Was passiert im Winter?
Wenn es im Winter eiskalt wird und es keine Insekten mehr zu fressen gibt, haben Reptilien ein Problem. Sie können sich nicht mehr aufwärmen. Deshalb kriechen sie tief in Erdlöcher und fallen in die Kältestarre. Ihr Herz schlägt dann nur noch ganz langsam, sie atmen kaum noch und verbrauchen fast keine Energie, bis die warme Frühlingssonne sie wieder weckt.
Wichtige Erkenntnisse
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Skelett: Reptilien sind Wirbeltiere. Ihre Beine stehen seitlich ab, was zu einem schlängelnden Kreuzgang führt.
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Atmung: Sie atmen ausschließlich über stark gefaltete Lungen, die extrem viel Sauerstoff aufnehmen können.
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Haut: Trockene Hornschuppen schützen vor dem Austrocknen. Da die Haut nicht mitwächst, müssen sie sich regelmäßig häuten.
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Temperatur: Reptilien sind wechselwarm. Sie brauchen die Sonne, um aktiv zu werden, und fallen im Winter in eine Kältestarre.
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Warum entsteht bei Reptilien beim Laufen eine typisch schlängelnde Bewegung?
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Nur mit AccountWie nehmen Reptilien den lebenswichtigen Sauerstoff in ihr Blut auf?
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Häufige Fragen
Was sind die allgemeinen Merkmale der Reptilien?
Die allgemeinen Merkmale der Reptilien umfassen ein stabiles Skelett mit seitlich abstehenden Beinen, eine trockene Haut aus Hornschuppen, die reine Lungenatmung und die Eigenschaft, wechselwarm zu sein. Diese Merkmale helfen ihnen, auch in sehr trockenen Gebieten zu überleben.
Warum müssen sich Reptilien häuten?
Reptilien besitzen eine Haut aus harten Hornschuppen oder Hornplatten, die sie vor dem Austrocknen schützt. Da dieser feste Panzer beim Wachsen des Tieres nicht mitwächst, wird er irgendwann zu eng. Das Reptil muss die alte Haut abstreifen – diesen Vorgang nennt man Häutung.
Wie atmen Reptilien?
Reptilien atmen von Geburt an ausschließlich über Lungen. Ihre Lunge ist im Inneren stark gefaltet, wodurch die Oberfläche enorm vergrößert wird. So können sie bei jedem Atemzug sehr viel Sauerstoff aufnehmen, weshalb sie keine zusätzliche Hautatmung wie Amphibien benötigen.
Was bedeutet es, dass Reptilien wechselwarm sind?
Reptilien sind wechselwarm (ektotherm), was bedeutet, dass ihre Körpertemperatur von der Umgebung abhängt. Sie produzieren kaum eigene Körperwärme. Um aktiv zu werden, müssen sie sich in der Sonne aufwärmen. Im Winter fallen sie in eine Kältestarre, da es zu kalt für sie ist.
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